rollstuhlgerechter Bankomat / Volksbank

Barrierefreier Bankomat in Österreich noch Zukunftsmusik

Am 27. Juni 2005 wurde von der Volksbank-Wien "Österreichs erster behindertengerechter Outdoor-Bankomat" in ihrer Filiale Gersthof vorgestellt.

Das Bemühen eines österreichischen Geldinstituts, eine Verbesserung der Benutzbarkeit von Bankomaten für behinderte Menschen herbeizuführen, kann als ein durchaus positives – weil in unserem Lande unübliches – Unterfangen bezeichnet werden.

Allerdings bedeuten Fortschritte für die Gruppe der Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer noch lange nicht, dass der Bankomat auch für andere Behindertengruppen besser zugänglich ist. So geschehen auch beim neuesten Angebot der Volksbank:

Der neu vorgestellte Bankomat ist zwar tiefer gesetzt und bis zu einer Tiefe von 35 cm unterfahrbar und damit auch für die meisten Menschen im Rollstuhl leichter bedienbar.

Aber leider gibt es keinerlei Verbesserungen für sehbehinderte und blinde Menschen. Anders bei Bankomaten, die z. B. in den USA oder in Deutschland im Einsatz sind. Hier findet man sogenannte „sprechende Geldautomaten“, bei denen Informationen, die bisher nur im Display sichtbar waren, nunmehr auch per Sprachausgabe erhältlich sind. Das Bankgeheimnis wird dabei durch den Gebrauch von Kopfhörern gewahrt.

Es ist zu hoffen, dass Österreichs Geldinstitute möglichst rasch diesem positiven Beispiel folgen und ihre Bankomaten tiefer setzen und unterfahrbar ausgestalten und ebenso, daß bald auch recht viele sogenannte sprechende Geldautomaten aufgestellt werden.

Damit könnte ein wichtiger Schritt zu mehr Gleichstellung für behinderte Bankkunden getan werden. Sie wären dann auch nicht mehr länger Kunden zweiter Klasse.

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0 Kommentare

  • Ich find es traurig, dass das noch immer ein Thema sein muss. Banken bauen um oder verlegen die Bankomatgeräte ins Filialinnere, das kostet sicher viel Geld. Fürs Mitdenken wird jedoch anscheinend keiner bezahlt …