37. Woche 2026 – Tastmodell der Tallinner Altstadt
In der Altstadt von Tallinn, Estland gibt es ein Tastmodell, um das Stadtbild mit den Händen ertasten zu können. Vielen …
Nur rund jede zweite Frau mit Behinderungen ist erwerbstätig. Mit einer neuen Medienkampagne will das Sozialministerium auf bestehende Barrieren im Arbeitsleben aufmerksam machen.
Die Kampagne „Behindert mich nicht!“ startet am 1. September 2026. Sie soll die berufliche Teilhabe von Frauen mit Behinderungen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Frauen mit Behinderungen sind ein wichtiger Teil der Arbeitswelt. Sie bringen Qualifikationen, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven mit. Trotzdem erleben sie weiterhin Vorurteile, Benachteiligungen und Diskriminierung.
Das Sozialministerium betont deshalb: Nicht die Fähigkeiten der Frauen sind das Problem. Vielmehr erschweren Barrieren und ungünstige Rahmenbedingungen ihre berufliche Teilhabe.
Zahlen des Sozialministeriums zeigen die Benachteiligung deutlich. 51,8 Prozent der Frauen mit Behinderungen sind erwerbstätig. Bei Frauen ohne Behinderungen sind es 75 Prozent. Bei Männern mit Behinderungen liegt der Anteil bei 56,5 Prozent.
Auch die Suche nach einem Arbeitsplatz dauert für Frauen mit Behinderungen deutlich länger. Im Durchschnitt suchen sie 23,1 Monate nach einer Arbeitsstelle. Frauen ohne Behinderungen benötigen durchschnittlich 7,6 Monate.
Mehr als die Hälfte der berufstätigen Frauen mit Behinderungen arbeitet außerdem in Teilzeit. Ihr Anteil liegt bei 52,5 Prozent. Bei Männern mit Behinderungen sind es 19,6 Prozent.
Zum Auftakt der Kampagne wurde am 1. September 2026 ein erster TV-Spot ausgestrahlt. Er war auf ORF 2 im Rahmen der Reihe „Ziemlich bestes Team“ im Konsument „konkret“ zu sehen.
Gleichzeitig startet die neue Kampagnenwebsite „Behindert mich nicht!“. Weitere mediale Aktivitäten sind für Mitte Oktober geplant.
Die Kampagne soll deutlich machen, dass Frauen mit Behinderungen selbstverständlich zur Arbeitswelt gehören. Unternehmen sollen ihre Fähigkeiten und Qualifikationen wahrnehmen und Barrieren abbauen. Ziel sind bessere Chancen und eine gleichberechtigte berufliche Teilhabe.
Siehe: Sozialministerium, Österreichischer Behindertenrat, kobinet-nachrichten
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
In der Altstadt von Tallinn, Estland gibt es ein Tastmodell, um das Stadtbild mit den Händen ertasten zu können. Vielen …