Behinderte Flüchtlinge? Interessiert niemanden

Das Hauptproblem ist, dass eine Behinderung von Flüchtlingen, die in Deutschland und Österreich ankommen, erst einmal gar nicht erfasst wird.

Flüchtlingsunterkunft im Ferry-Dusika-Stadion
Link, Dipl.-Pol. Christiane

Chrstiane Link schrieb kürzlich für die ZEIT-Online einen sehr aufrüttelnden Beitrag über behinderte Flüchtlinge in Österreich und Deutschland.

Sie erzählt darin sehr plastisch, was ein blinder Mann aus Marokko bei seiner Flucht durchmachen musste und vor allem auch, wie es ihm in Wien als Flüchtling erging.

„Das Hauptproblem ist, dass eine Behinderung von Flüchtlingen, die in Deutschland und Österreich ankommen, erst einmal gar nicht erfasst wird„, kritisiert sie und zählt ausführlich auf, was in einer Unterkunft wie dem Ferry-Dusika-Stadion in Wien alles schiefläuft.

Manches Mal ist es auch skurril, wie ein Beispiel der Landespolizeidirektion Niederösterreich zeigt.

Keine Wohlfühl-Weihnachtsgeschichte

Der Artikel „Blind auf der Flucht“ ist keine Wohlfühl-Weihnachtsgeschichte. Er zeigt schonungslos, welche Versäumnisse in der Betreuung von behinderten Flüchtlinge im Alltag vorkommen. Vor allem räumt er mit dem Mythos der Behörden auf, dass die adäquate Versorgung auch für behinderte Flüchtlinge organisiert wird.

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0 Kommentare

  • Ich kann mich erinnern, dass bei der Staatenprüfung Österreichs im September 2013 die Staatsdelegation die Frage gar nicht verstanden hat, wie im Katastrophenfall auf behinderte Menschen Rücksicht genommen wird.
    Sie haben das mit Maßnahmen der Entwicklungshilfe verwechselt und mussten darauf aufmerksam gemacht werden, dass es um Fragen des Katastrophenschutzes in Österreich geht. Dann meinten sie, dass sie selbstverständlich niemanden ausschließen oder benachteiligen. Und das wurde der Delegation dann vom prüfenden Ausschuss erklärt, dass das eben das Problem ist, weil das zu massiven Benachteiligung von behinderten Menschen führt.
    Das ist in den Köpfen noch nicht angekommen, was es heißt, dass Staaten bei allen ihren Maßnahmen die spezifische Situation von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen müssen. Danke für diesen Bericht, der auf eindringliche Weise zeigt, wie viel da noch zu tun.