Behinderte fordern Busse mit Hubliften

Ein Rundblick zu den Pressemeldungen einer Besetzungsaktion in Wien.

BIZEPS
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Salzburger Nachrichten, 5.7.1996:

Um ihren Forderungen nach Bussen mit Hubliften Nachdruck zu verleihen, hat am Donnerstag eine Gruppe von Menschen mit und ohne Rollstuhl einen Wiener Bus der Linie 13 A in der Kellermanngasse in Wien Neubau blockiert.

Man wollte damit „gegen die systematische Aussonderungspolitik der Rathausmehrheit protestieren“, erklärte Martin Ladstätter vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS. Der Hublift sei das einzige System, welches in der Praxis den barrierefreien, sicheren Zugang für Menschen im Rollstuhl ermögliche. Gerade bei den Bussen stoße man aber „leider an die Grenzen des Machbaren“, hieß es dazu aus dem Büro von Stadtrat Hatzl. Das Hauptproblem sei für Menschen im Rollstuhl nicht das Einsteigen, sondern das Sich-Plazieren, ohne Fahrgäste zu gefährden.

Standard, 5.7.96:

Rollstuhlfahrer wollen mitfahren. Die öffentlichen Verkehrsmittel seien nicht wirklich öffentlich, meinen jene, die von deren Benützung ausgeschlossen sind. Am Donnerstag blockierte eine Gruppe von Rollstuhlfahrern in Wien Neubau einen Bus der Linie 13 A, um ihren Forderungen nach Bussen mit Hubliften Nachdruck zu verleihen.

Presse, 5.7.96:

Peinlich berührt blickt der Busfahrer auf die Rollstuhlfahrer, die Donnerstag in der Kellermanngasse (Neubau) gegen nicht behindertengerechte Busse der Wiener Linien protestierten. Ohne Einbau von Hubliften, kritisieren die Behinderten, blieben sie ausgesperrt.

Kronenzeitung, 5.7.96:

Bus wurde blockiert. Zu einem drastischen Mittel, darauf hinzuweisen, daß man als Rollstuhlfahrer kaum die Wiener Busse benützen könne, griff eine Gruppe des Vereins BIZEPS. Mehrere Rollstuhlfahrer blockierten mit der Forderung nach dem Einbau von Hubliften den 13 A.

Täglich Alles, 5.7.1996:

Rollstuhlfahrer fordern: „Sperrt uns nicht aus den Bussen aus“ Eine halbe Stunde lang blockierten 20 Rollstuhlfahrer Donnerstag in Neubau die Buslinie 13 A. Grund: Sie fordern, ungehindert öffentliche Verkehrsmittel benützen zu dürfen. Doch das scheitert an den Bussen. „Die Stadt kauft Niederflurbusse, in die Rollstuhlfahrer ohne Hilfe nicht hineinkommen können“, kritisiert Martin Ladstätter vom Verein BIZEPS. Er verlangt, daß die Busse mit Hubliften ausgestattet werden. „Immerhin finanzieren auch wir mit unseren Steuern die defizitären Wiener Linien. Da haben wir doch das Recht, mitfahren zu dürfen.“

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