Gedanktafel eines Euthanasieopfers

Behinderte Frauen im Nationalsozialismus

Um das Leben behinderter Frauen im Nationalsozialismus geht es bei einer Tagung für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Die Tagung, die in einfacher Sprache durchgeführt wird, findet vom 18. - 20. November 2005 in Hadamar statt.

„In Hadamar wurden zwischen 1941 und 1945 sehr, sehr viele Menschen ermordet. Es wurden auch viele Menschen mit Lernschwierigkeiten umgebracht. Menschen mit Lernschwierigkeiten sollten auch keine Kinder bekommen können. Deswegen wurden sie sterilisiert, also operiert, damit sie keine Kinder mehr bekommen konnten. Die Frauen haben sich dafür geschämt und haben es oft verheimlicht und haben nach dem Krieg nicht geheiratet. Damals war es nicht leicht, wenn man als Frau unverheiratet blieb. Dafür wurden die Frauen von der Gesellschaft schief angeguckt und benachteiligt“, heißt es im Ausschreibungstext für diese Tagung.

„Auch heute meinen noch viele Leute, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten keine Kinder bekommen sollten. Sie finden, dass vor allem Frauen mit Lernschwierigkeiten operiert werden sollten, damit sie keine Kinder bekommen können. Das finden wir nicht gut“.

Deshalb wollen die Veranstalter – der Verein zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V. und Mensch zuerst, Netzwerk People First Deutschland e.V. – während dieser Tagung gemeinsam eine Erklärung schreiben. Darin sollen Vorschläge aufgeschrieben werden, wie sich die Gesellschaft ändern muss, damit die Lage von Frauen mit Lernschwierigkeiten besser wird. Die Tagung findet in leichter Sprache statt und richtet sich an Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten.

Der Tagungsbeitrag beträgt 20 Euro – damit sind auch die Übernachtungen und das Essen bezahlt. Die Anmeldung für die in der Internationalen Jugend- und Begegnungsstätte Hadamar stattfindende Tagung ist bis zum 28. Oktober 2005 möglich bei:

Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V.
Kölnische Straße 99
34119 Kassel
Telefon: 0561/72 885 -55
Fax: 0561/72885-58
info@people1.de

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