Bewerbungsschreiben

Behinderteneinstellungsgesetz

Eine etwaige Änderung des Behinderteneinstellungsgesetzes wird bereits seit geraumer Zeit diskutiert.

Insbesondere der besondere Kündigungsschutz sorgt für Diskussionsstoff. Wie eine, auf Initiative der Wirtschaftskammer und des Landes Oberösterreich, von der Universität Linz im Vorjahr durchgeführte Umfrage in Betrieben ergab, wird von Seiten der Dienstgeber der strenge Kündigungsschutz als Haupthemmnis für zusätzliche Einstellungen behinderter Personen gesehen.

Fragwürdig ist die Regelung der Doppelzählung bestimmter Gruppen behinderter Menschen für die Errechnung der Pflichtzahl. Lesen Sie mehr darüber in Stolperstein Nr. 48.

Wenn auch Sie die Aktion „Stolpersteine auf dem Weg zur Gleichstellung“ unterstützen wollen, senden Sie bitte konkrete Beispiele von Barrieren sowie auch etwaige Lösungsvorschläge für deren Beseitigung an bmkz@uni-klu.ac.at.

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0 Kommentare

  • Der „Besondere Kündigungsschutz“ ist ein sensibles Thema. Wir wollen gleichgestellte Beschäftigungschancen. Wir wollen aber auch, dass die Unternehmen flexibel auf den Markt reagieren. Es sind auch innerbetriebliche, leistungsunabhängige Ungleichbehandlungen zu vermeiden.

    Vielleicht hilft es, wenn auch für begünstigt behinderte MitarbeiterInnen Konfliktlösung durch Mediation angeboten wird. (Dies ist im Behinderten-Gleichstellungsgesetz vorgesehen und beginnt ab 1.1.2006 seine Bewährungsprobe.)

    Vielleicht lassen sich neue Modelle erarbeiten, wo die Verantwortung des Staates nicht in einer gesetzlichen Vorschrift endet. Alternative Lösungen bei der Beendigung des Dienstverhältnisses sind gefragt. Ein System, das hinten verstopft ist, lässt vorne nichts mehr hinein.

  • Gratuliere Edith ganz herzlich zu ihrem tollen Job. Hoffentlich hat Sie (sollte bei einer leitenden Funktion ja durchaus möglich sein) bereits einigen ebenfalls behinderten Menschen einen sinnvollen Job verschaffen können. Die Wirtschaft sollte sich einmal damit beschäftigen, was der Kündigungsschutz wirklich bedeutet, statt ständig zu jammern. Die Abschaffung des Kündigungsschutzes bringt mit Sicherheit keinen einzigen Arbeitsplatz würde aber tausende vernichten. Die Erde ist nun einmal keine Scheibe und Unternehmer (Gott sei Dank es gibt Ausnahmen) profitgierig.

  • Für alle Menschen mit Behinderung, die eine Arbeit suchen oder deren Arbeitsplatz gefährdet scheint: Es lohnt sich ein Blick auf die Homepage des Dachverbandes der Arbeitsassistenzen Österreichs: http://www.arbeitsassistenz.or.at Dort gibt es die Adressen aus allen Bundesländern und eine Übersicht, wie die Arbeitsassistenz bei der Jobsuche oder Arbeitsplatzsicherung kostenlos behilflich sein kann. Beispiele: Ausloten eigener Stärken und Fähigkeiten, Bewerbungsunterlagen und -training, Förderungen, Beihilfen, Arbeitsrecht, Firmenkontakte, Einschulung am Arbeitsplatz.

  • Ich versuche noch immer einen Zusammenhang zwischen Bahnhof und Arbeit zu finden – irgendwie gelingt es mir nicht. Vielleicht bin ich ja doof, oder habe ein Posting dazwischen überlesen, aber zum Arbeitsplatz zu gelangen, hat nichts mit dem Kündigungsschutz zu tun. Da gibt es andere Wege. Außerdem find ich Edith’s Beitrag klasse, weil ich es auch so sehe.

  • Ich glabe, Sabine meinte die zu hohen Stufen von den S-Bahn-Ganituren und Zügen. Dort ist es wirklich eine echte Kraxlerei, vor allem wenn man einen Koffer mit schleppen muß. Egal für wen. Man braucht ja nur an irgendeinem Bahnof anschauen, wie sich 99 % aller Leute mit einem Gebäckstück beim Ein- und Austeigen abplagen.

  • Auch ich sitze im Rollstuhl, möchte aber nicht behaupten, dass ich an den Rollstuhl „gefesselt“ bin. Liebe Sabine, mir wird schlecht, wenn ich deinen Beitrag lese! Du erhältst alle möglichen Förderungen, weil es dir nicht zumutbar ist, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benützen. Warum sind dir dann die Stufen zu hoch? Du gehörst auch zu jenen, die nach Gleichberechtigung schreien, aber doch ein bisschen gleicher behandelt werden wollen! Zum Kündigungsschutz: Ich arbeite schon seit Jahren in einer leitenden Position, ohne Angst vor einer Kündigung zu haben, da ich es nicht ausnütze, behindert zu sein! Ich bin der Meinung, dass Betriebe jene schwarzen Schafe unter uns ruhig entlassen sollen. Dann ist diese wahnsinnige Meinung: Mir kann nichts passieren, ich bin ja behindert! hoffentlich bald weg!

  • Ja ich bin nicht an Rollstuhl gefesselt, aber hab auch genügend Hindernisse, die mich erschweren. Allein schon beim Zug einsteigen oder raus sind mir die Stufen viel zu hoch; das es einen Wahnsinn.

  • Nicht nur bei den Arbeitgebern herrscht Diskussionsbedarf, sondern vor allem bei den Betroffenen selbst, mit dem dieser (gutgemeinter) Kündigungsschutz ein Knüppel vor die Beine geschmissen wird.

    Wäre mal Zeit, dass die Ämter zusammenarbeiten, anstatt Gegeneinander. Die Arbeitslosenzahl wird ja nicht geringer und immerhin sind von all den Arbeitslosen mehr als 20% körperlich oder mental beeinträchtigt.