Behindertengleichstellung geht uns alle an!

Verein Miteinander und Selbstbestimmt Leben-Initiative-Linz schließen sich dem Aktionsbündnis "Österreich für Behindertenrechte" an, das aktuellen Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes ablehnt.

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Österreich für Behindertenrechte

Am 14. Oktober 1992 haben die Vereinten Nationen den 3. Dezember zum „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ erklärt. Auch am 3. Dezember 2004, stoßen Betroffene in Österreich allerdings noch immer in vielen Bereichen des Lebens auf erhebliche Benachteiligungen und es gibt nach wie vor kein geeignetes rechtliches Instrumentarium, mit denen sie sich gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen können.

Viele Betroffene erhoffen sich nun allerdings Verbesserungen durch ein Bundesbehindertengleichstellungsgesetz. „Diese Hoffnung ist verfrüht, denn das Ziel der Gleichstellung wird im derzeitig vorliegenden Gesetzesentwurf eindeutig verfehlt“ erklärt Klaudia Karoliny von der Selbstbestimmt-Leben-Intiative Linz.

„Wenn dieser Gesetzesentwurf in Kraft tritt, werden Benachteiligungen auch für die nächsten Jahre zum Alltag behinderter Menschen zählen“, meint Mag. Hermann Wögerer vom Verein Miteinander.

Bereits am 24. November hat Klaudia Karoliny bei einer Veranstaltung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) an Sozialminister Haupt persönlich eine schriftliche Stellungnahme des Aktionsbündnisses übergeben und ihm die Bedenken gegenüber dem vorlliegenden Gesetztesentwurf mitgeteilt.

Der Verein Miteinander und die Miteinander GmbH sowie SLI Linz schließen sich der Forderung des Aktionsbündnisses „Österreich für Behindertenrechte“ nach einem wirksamen Gleichstellungsgesetz an!

Das Thema Gleichstellung betrifft nicht nur Menschen mit Behinderung: Von den konkreten Auswirkungen eines umfassenden Behindertengleichstellungsgesetzes würden alle Menschen mit und ohne Behinderung profitieren. Als Beispiel sei hier nur die Barrierefreiheit genannt, die uns allen das Leben nicht nur im Alter erleichtert, sondern auch erheblich zur Verringerung der Unfallgefahr beiträgt.

Das Aktionsbündnis „Österreich für Behindertenrechte“, in dem Menschen mit und ohne Behinderung aus ganz Österreich vertreten sind, kämpft für ein Behindertengleichstellungsgesetz, das seinen Namen verdient und dessen Auswirkungen im Alltag auch wirklich spürbar sind. Die Homepage des Aktionsbündnisses zu finden.

Der Beitritt zum Aktionsbündnis „Österreich für Behindertenrechte“ ist möglich und erwünscht unter der Email-Adresse: aktion@gleichstellung.at. Wir danken allen schon einmal für Ihre Unterstützung und Ihre Solidarität!

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0 Kommentare

  • Ich habe mir den Gesetzvorentwurf zur Behindertengleichstellung nur halb gelesen, weil mir auch aufgefallen ist. Dass dieses Gesetz nicht Baubarrierefrei und weitere Fehler aufwies. Ich bin täglich auf einem Rollstuhl angewiesen.

  • Solange barrierefreies Bauen eine Empfehlung und kein Zwang ist, wird sich nichts ändern. Stimmt: in Amerika musste ich nie überlegen, wo ich einen Kaffee trinken kann oder aufs WC komme. Aber dort ist barrierefreier Zugang eben ein GESETZ.

  • Das wir um die Barrierefreiheit noch immer kämpfen müssen ist eine traurige Tatsache. In Amerika gibt es für Menschen mit Behinderungen keine Barrieren, wird mir immer erzählt.

  • Die Barriere zwischen Menschen mit Behinderung und den anderen sollten endlich abgetratgen werden!

  • Danke den Freundinnen und Freunden vom Verein Miteinander, der Miteinander GmbH und SLI-Linz für die solidarische Unterstützung!