Behindertenrat: Digitalisierung darf analoge Zugangswege nicht ersetzen

Austausch mit Bundesministerin Korinna Schumann zum Thema „Analoges Leben“

Alexander Miklautz (Sozialministerium), Barbara Haider-Novak (Behindertenrat), Bundesministerin Korinna Schumann, Behindertenrats-Präsident Klaus Widl, Victoria Biber (Behindertenrat), Sektionschef Martin Zach (Sozialministerium), Susanne Keindl (Sozialministerium)
BMASGPK / David Habermann

Für den Österreichischen Behindertenrat nahmen Präsident Klaus Widl, Geschäftsstellenleiterin Barbara Haider-Novak und Referentin Victoria Biber am 3. August 2026 an einem Austausch mit Bundesministerin Korinna Schumann, Sektionschef Martin Zach, Alexander Miklautz und Susanne Keindl zum Thema „Analoges Leben“ teil.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft sichergestellt werden kann.

Präsident Widl betont:

Digitalisierung eröffnet viele Chancen. Sie darf aber niemals dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen von Informationen, Kommunikation oder wichtigen Dienstleistungen ausgeschlossen werden. Wo digitale Angebote keine barrierefreie und selbstständige Nutzung ermöglichen, müssen gleichwertige analoge Alternativen bestehen bleiben.

Der Behindertenrat verwies darauf, dass Menschen mit Behinderungen nach der UN-Behindertenrechtskonvention einen gleichberechtigten Zugang zu Informationen, Kommunikation und Dienstleistungen haben müssen.

Digitalisierung soll bestehende Zugangsmöglichkeiten erweitern und die Teilhabe verbessern. Sie darf jedoch nicht dazu führen, dass bewährte analoge Zugangswege wegfallen oder Menschen von wesentlichen Leistungen ausgeschlossen werden.

Der Behindertenrat spricht sich daher klar für ein Wahlrecht zwischen digitalen und analogen Verfahren aus. Wo digitale Angebote aus unterschiedlichsten Gründen nicht barrierefrei oder nicht selbstständig nutzbar sind, muss weiterhin ein gleichwertiger analoger Zugang gewährleistet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Digitalisierung niemanden ausschließt, sondern allen Menschen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.

„Ich danke Bundesministerin Korinna Schumann und ihrem Team für den konstruktiven Austausch. Ich freue mich, dass der Österreichische Behindertenrat auch im weiteren Erarbeitungsprozess eng eingebunden wird. Die Perspektiven und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen müssen von Anfang an berücksichtigt werden, damit Digitalisierung allen Menschen zugutekommt“, so Klaus Widl.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.