Behindertenrechte sind Menschenrechte

Zivilgesellschaft veröffentlicht WSK-Parallelbericht - Manfred Nowak unterstreicht den Einsatz von Licht für die Welt für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

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„Behindertenrechte sind Menschenrechte und als solche unveräußerlich, universell und unteilbar. Jedes Kind hat das Recht auf medizinische Versorgung und Bildung. Licht für die Welt macht sich für das in der UN-Behindertenrechtskonvention verbriefte Recht auf inklusive und leistbare Augengesundheit stark. Ein Großteil der Blindheitsfälle wären vermeidbar, wenn alle Kinder medizinisch versorgt würden“, sagt Menschenrechtsexperte Manfred Nowak zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember.

Er weist auf das menschenrechtliche Engagement der Nicht-Regierungsorganisation hin, deren Empfehlungen in den aktuellen Wirtschaftlichen, Sozialen und Kulturellen (WSK)-Parallelbericht eingeflossen sind. Neben der praktischen Arbeit im Bereich der Augenheilkunde, der inklusiven Bildung und der Inklusion in der Berufswelt ist Licht für die Welt auch anwaltschaftlich aktiv.

WSK-Bericht: Österreich ist säumig

„Die österreichische Regierung ist dazu verpflichtet, regelmäßig über die Umsetzung der WSK-Rechte gemäß UN-Sozialpakt zu berichten. Bisher gibt es aber keinen Staatenbericht. Dieser ist seit 2018 fällig. Dadurch entzieht sich Österreich der Überprüfung. Wir appellieren an die österreichische Regierung, den WSK-Bericht dringend vorzulegen und die Überprüfung konstruktiv als Chance zu sehen“, fordert Johanna Mang, zuständig für die anwaltschaftliche Arbeit bei Licht für die Welt.

Behindertenrechte bei Überprüfungen der Menschenrechte berücksichtigen

Licht für die Welt empfiehlt im WSK-Parallelbericht, dass die Bundesregierung die Rechte von Menschen mit Behinderungen in allen verpflichtenden Menschenrechtlichen Überprüfungen (Human Rights Impact Assessments) berücksichtigt und dass Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe inklusiv gestaltet werden.

Zivilgesellschaftlicher WSK-Bericht

Nichtregierungsorganisationen, darunter Licht für die Welt, veröffentlichen anlässlich des Tages der Menschenrechte einen zivilgesellschaftlichen Bericht. Darin beschreiben sie die Auswirkungen ausgewählter österreichischer Politiken auf die WSK-Rechte in Ländern des Globalen Südens und formulieren Empfehlungen.

Menschen mit Behinderung besonders gefährdet

Die aktuelle Studie „A disability -inclusive response to COVID-19“ zeigt, dass besonders Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise erschreckend oft keine Hilfe bekommen haben. Seit 2020 steigt zum ersten Mal seit 20 Jahren die Anzahl an Menschen in Armut; Menschen mit Behinderungen sind überproportional betroffen.

Weitere Informationen: Zivilgesellschaftlicher Parallelbericht

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2 Kommentare

  • Zu Putz: vollkommen richtig! Alle Menschen sind per se Menschenrechtseigner*innen!

    Im übrigen war ich regelmäßiger Spender für Augenoperationen für Licht für die Welt. Seit ich aber im Gedenken an Herbert Pichler ein Video gesehen habe, in dem man diesen beim Fussballspielen anlässlich einer Reise des Vereins in Afrika gezeigt hat, habe ich meine Spenden auf Null reduziert. Niemals werde ich Geldspenden für sozusagen “ fact finding missions“ hergeben. Es gibt genug andere Projekte, bei denen sinnvollere Hilfe geleistet werden kann, als für Gruppenreisen von Vereinsfunktionären!

  • Schon die Überschrift ist irreführend.
    Davon ausgehend (Stand 10.12.2021), dass „Behinderte“ auch Menschen sind, beginnt die ungewollte Unterscheidung bereits dort, wo man „Behindertenrechte“ und „Menschenrechte“ unterscheidet.