Behinderung für behinderte Menschen in den Gasometern

Deutliche Mängel

Maria Vassilakou
GRÜNE

Die Wiener U-Bahn-Stationen sind mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Das endet allerdings mit dem Stationsgebäude. So auch bei der Station Gasometer, berichtet der Kurier. Wer blind ist und in die Gasometer will, muss ohne Hilfe den Weg finden, auf dem zusätzliche Fallen wie Treppenkanten in Augenhöhe warten.

Dabei gelten die vier Türme als architektonisches Meisterwerk. „Das sind sie ja auch – bis auf den Umstand, das behindertengerechtes Bauen nicht vorkommt“, sagt Maria Vassilakou, Behindertensprecherin der Wiener Grünen.

Anträge, diese Mängel zu beheben, haben die Grünen sowohl im Bezirk als auch im Gemeinderat eingebracht. „Das war vor eineinhalb Jahren. Geschehen ist bisher nichts“, so Vassilakou.

Fast nichts: Für eventuelle Katastrophenfälle wurde ein Sammelplatz für Menschen mit Behinderungen markiert. Der ist allerdings nicht ausgeschildert und liegt außerdem auf einer entlegenen Dachterrasse. Dazu kommt, dass er für Rollstuhlfahrer nur über einen Lift erreichbar ist – und den sollte man ja im Brandfall nicht benutzen. Steht zumindest auf den Hinweistafeln; berichtet der Kurier abschließend.

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