Notrufzentrale des Roten Kreuzes

Beschämend: Rotes Kreuz möchte Ausnahme

Das Behinderteneinstellungsgesetz regelt, dass pro 25 beschäftigten Personen eine behinderte Person eingestellt werden muss. Wer zuwenig behinderte Personen einstellt muss eine Ausgleichstaxe bezahlen. Das Rote Kreuz möchte eine Ausnahmeregelung.

„Ausgerechnet das Rote Kreuz, das von öffentlichen Geldern und Spenden finanziert wird, hat in den Bezirken Linz und Linz-Land keinen Behinderten angestellt. Und muss dafür zigtausend Euro zahlen“, kritisiert ein „Insider“ in der Linzer Rundschau die Vorgangsweise der Hilfsorganisation in Oberösterreich.

Das Oberösterreichische Rote Kreuz beschäftigt laut Linzer Rundschau 1134 Personen, davon sind aber nur 18 Personen behindert.

Statt diese peinliche Situation ändern zu wollen und mehr behinderte Menschen zu beschäftigen – immerhin befindet sich in Linz die Zentrale – dort gibt es viele Verwaltungsposten – versucht der Geschäftsführer Christoph Patzalt einen anderen Weg: „Wir kämpfen darum, dass wir befreit werden.“

Zwar wolle man sich vor der Verantwortung nicht drücken, doch habe man nicht viele „behindertentaugliche Arbeitsplätze“ so Patzalt weiter. Er hofft, die ausständigen 40.000 Euro an Ausgleichstaxe nicht bezahlen zu müssen.

„Es gibt keine Ausnahmen“, heißt es konsequenterweise seitens des Bundessozialamtes, denn man dürfte bei behinderten Personen nicht nur an Sinnesbehinderungen oder Rollstuhlfahrer denken, sondern „dauernd beeinträchtigt“ kann auch jemand mit „Kreuzproblemen“ sein.

Das Ansinnen des Roten Kreuzes in Oberösterreich ist beschämend und muss mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • Sehr geehrte Frau Mikulasek !

    Auch dem Rest des Forums will ich folgendes zu Gehör bringen, spät aber doch !

    Sie schreiben Frau Mikulasek:


    Das es auch anders geht, zeigt das Rote Kreuz in Wien,ein vorbildhaftes Projekt zur Nachahmung empfohlen.


    Es geht auch anders in Wien:
    Bei der Wiener Berufsrettung:

    Da wurde nach dem Outing eines Homosexuellen, fast 20 jährigen Bediensteten, alles aber auch wirklich getan um den Kerl rauszubekommen.

    Weil ja das dort nicht sein darf und kann !

    Sie haben es geschafft und man sollte sich als „Randgruppe“ auch vielleicht mit anderen „Randgruppen“ wie Homosexuellen solidarisieren.

    @Dr. Schörg

    ja ist doch gut, dass ein ZDL es dort macht, diesen Dienst an der Gesellschaft. Schade ist nur , dass er dann mit längerer Dienstzeit als beim Bundesheer und auch durch die Meinung der Gesellschaft bestraft wird !!
    Auch über diesem Bereich des sog. SOZIALSTAATES Österreich kann man nur mehr den Kopf schütteln.

    Behandeln würde ich nach ihrer Veröffentlichung auch nicht gerne lassen, weil ich denke, dass es dann manchmal öfter mit dem Tod des Patienten endet als es notwendig wäre.


    Vielleicht ist es noch nicht an der Zeit in Österreich sowas

    http://www.steiger-stiftung.de/index2.php?auswahl=01000000

    zu gründen.

  • Das Rote Kreuz ist ja auch ein Wirtschaftsunternehmen.
    Da wird viel mit ZDL nur gearbeitet oder angelernten Sanitätern.
    Es gibt kaum Profis, die sind dann ausschließlich dann vom JRK auf Vitamin B da oder vom Bund.
    Es gibt dort Leute, die meinen, man könnte Hep C impfen, sprich dagegen.
    Ich kann mich auch erinnern, dass diese Sanis, die mal bei uns daheim waren, die Hirnblutung meines Verwandten nicht erkannten und riefen, er hätte nur gesoffen- kein BZ, kein EKG, nix – Hirnblutung!!!Ich habe Beweise.
    Es geht nur um Vitamin B, Prestige und vorallem Geld.
    Bewerbungen gehen unter, Schlüssel von Privatpersonen liegen frei zugänglich rum, für den Hausnotruf werden nur Zivis eingesetzt, die keine Erstehilfe-Materialien und Ausbildung haben.
    Wollen Sie Ihre Angehörige in einem Notfall von solchen Menschen versorgt sehen?
    Ich sage nein!
    Finden Sie Sprüche wie „Gott sei Dank ist die Patienten gestorben!“gut?
    Wir sagen nein!

    Wenn Sie nähere Informationen wünschen:

    Dr.Schoerg@web.de

    Diese email-Addresse wird demnächst geändert werden, aber ich werde Sie an selbiger Stelle neu informieren.

  • Das es auch anders geht, zeigt das Rote Kreuz in Wien,ein vorbildhaftes Projekt zur Nachahmung empfohlen. In Zusammenarbeit mit der WITAF Arbeitsassistenz wurde ein Arbeitsplatz für einen gehörlosen Angestellten geschaffen. Er wurde unter anderem auch als Kursleiter für Erster Hilfe Kurse ausgebildet. Jetzt gibt es Erste Hilfe Kurse für Gehörlose Personen in Gebärdensprache.Ein Beispiel wie es funktionieren kann…

  • Dieses Beispiel zeigt ganz gut auf, dass das Rote Kreuz wohl ein Bild von Menschen mit Behinderung zu haben scheint, dass diese Personengruppe nur als Klienten betrachtet, die der Hilfe bedürfen aber wohl nicht imstande sein können, Leistung zu erbringen. Sich darauf herauszureden, dass man keine entsprechenden Arbeitsplätze (z.B. wegen baulicher Barrieren) bieten kann, ist eine typische Ausrede, die gerne verwendet wird. Dabei müsste man im Roten Kreuz als etablierte Organisation im Soziabereich selbstverständich wissen, dass es für Arbeitsplatzadaptierngen ja vom Bundessozialamt entsprechende Förderungen gibt! Entweder die verantwortlichen Personen dort sind völlig inkompetent oder schaffen nicht, sich von ihrem einseitigen Bild von Menschen mit Behinderung zu lösen …

  • Liebe Frau Dimmel! Was heist, schnelle Hilfe? Ich finde es eine zumutung, dass Behindert sein, auch langsam sein heist. Es gibt genug Behinderte, die genau so schnell sind, wenn nicht sogar einige schneller. Da vieles nur mit den Armen erledigt wird. Beim Roten Kreuz gibts auch andere Posten, nicht nur Notruf (für die, die nicht so schnell sind)!!!

  • Ausgerechnet das Rote Kreuz, die überall ihre soziale Kompetenz zur Schau tragen. Gerade die haben Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, im Verwaltungsbereich. Stellt sich auch die Frage, ob Herr Pazalt, nicht auch als Behinderter eingestuft werden soll, mit dieser öffentlichen Meinung.

  • entschuldigung, aber ich finde es verständlich. Beim Roten Kreuz ist alles auf erste, schnelle Hilfe eingestellt. Jeder von uns braucht im gegebenen Fall die Hilfe des Roten Kreuzes. Es geht da nicht ums Geld.

  • ich finde es eine Unverschämtheit. Diese Herren sollten einmal daran denken schon Morgen könnten sie auch schon behindert sein und sei es nur durch eine Bandscheiben OP

  • Es ist mehr als beschämend, dass ausgerechnet eine Einrichtung wie das Rote Kreuz sich der Einstellungsverpflichtung entziehen möchte. Es kann und darf keine Ausnahmeregelung für das Rote Kreuz Oberösterreich geben. Vielmehr sollte sich das Rote Kreuz überlegen, ob der Geschäftsführer Christoph Pazalt ein geeigneter Repräsentant ist.
    Gerhard-Norbert Ludwig, Behindertensprecher der Gewerkschaft d. Gemeindebediensteten. Tel. 31316/83619, Mail: gerhard.ludwig@gdg.oegb.or.at

  • Das ist schon ein Zeichen von Kreativitätsarmut. Es gibt immer Möglichkeiten, man muß er nur versuchen. Hier bequemt man sich schon auf eine sehr nachdenklich machende Art und Weise. Das Rote Kreuz muß wohl entweder schlecht beraten sein oder die verantwortlichen Personen sind schlicht und einfach dumm.