Bildungsausschuss berät mit ExpertInnen Weiterentwicklung der Inklusiv- und Sonderpädagogik

Grossmann: Inklusivpädagogik ist das Modell der Zukunft - Wertschätzung der Vielfalt und leistungsfördernd

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„Inklusive Pädagogik bedeutet Wertschätzung der Diversität“ – das ist für SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann eine der zentralen Botschaften der ExpertInnen beim Unterausschuss des Unterrichtsausschusses, der gestern zum Thema „Inklusiv- und Sonderpädagogik“ stattfand.

Für die SPÖ ist klar, dass Inklusion an Österreichs Schulen rasch weiter ausgebaut werden müsse, da „alle Erfahrungen zeigen, dass alle Kinder, egal ob mit sonderpädagogischem Betreuungsbedarf oder nicht, von inklusiver Bildung profitieren“, so Grossmann am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Das Regierungsübereinkommen sieht vor, Integrationsklassen auszubauen und die inklusive Bildung, besonders auch in der Sekundarstufe II, weiterzuentwickeln; in Vorbereitung sind u.a. inklusive Modellregionen. Beim gestrigen Unterausschuss ging es um Beratung und Meinungsaustausch mit unterschiedlichen Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis, die von den Fraktionen eingeladen wurden.

Auf die Vorteile der Inklusion wiesen auch die ExpertInnen im gestrigen Unterausschuss hin. Helga Thomann, Landesschulinspektorin in der Steiermark und eine Vorreiterin der Inklusivpädagogik im Bundesland, trat dafür ein, die Inklusivpädagogik „außer Streit zu stellen“. Inklusion bedeute, „jedes Kind in seinen Begabungen zu fördern“. Ergebnisse aus dem PIRLS-Test für Volksschulen hätten gezeigt, dass gerade Integrationsschulen besonders gut abgeschnitten haben. Inklusion wirke sich daher für alle Kinder leistungsfördernd aus.

Professor Ewald Feyerer von der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich verwies u.a. auf die Bedürfnisse der Eltern von Kindern mit Behinderung. Ihnen seien besonders auch Therapiemöglichkeiten und eine ganztägige Betreuung in der Schule wichtig – dafür brauche es entsprechende Ressourcen.

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0 Kommentare

  • Sorry, aber den Begriff Inklusivpädagogik gibt es in der Fachliteratur nicht. Wenn, dann heißt es inklusive Pädagogik oder Inklusionspädagogik. Und: Wann erfolgt im Schulsystem endlich die Trennung von Integration und Sonderschule? Und wann hört endlich der Etikettenschwindel mit den Sonderschulen auf? Ich glaube nicht, dass ich das noch erlebe.

  • Diversität (Soziologie)
    Diversität ist ein Konzept der Soziologie, das in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft, analog zum Begriff Diversity im englischsprachigen Raum, für die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen benutzt wird. Häufig wird der Begriff Vielfalt anstelle von Diversität benutzt. Diversität von Personen – sofern auch rechtlich relevant – wird klassischerweise auf folgenden Dimensionen betrachtet: Kultur (Ethnie), Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion (Weltanschauung).[1] Weniger ins Auge fallen eine große Zahl weiterer sozialisationsbedingter und kultureller Unterschiede wie Arbeitsstil, Wahrnehmungsmuster, Dialekt usw., die die Diversität einer Gruppe weiter erhöhen und kontextabhängig ebenfalls der Aufmerksamkeit und ggf. der sozialen Anerkennung bedürfen.