Bioethiker warnt vor Nützlichkeitsdenken

Francesco D'agostini warnt "mehr auf wirtschaftliche als auf ethische Kriterien zu setzen".

Forschung
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Der spanische Bioethiker Francesco D’Agostino, Präsident der italienischen Kommission für Bioethik und Professor an der Tor Vergata Universität in Rom, warnt vor Forschung mit menschlichen Stammzellen von Embryos.

Anlass für die Warnung war die Gründung der weltweit ersten Bank für embryonale Stammzellen in England. D´Agostino verglich die Forschung mit embryonalen Stammzellen und jene mit adulten Stammzellen. Beide könnten zum selben Ergebnis führen, die Forschung mit embryonalen Stammzellen sei jedoch «sehr viel billiger».

Unter dem Blickwinkel des Nützlichkeitsdenkens sei zu befürchten, dass der «geeignete Schutz der Würde der menschlichen Person» nicht stattfindet.

Mit dieser Einstellung gebe es eine Tendenz, die Tatsache zu bestreiten, «dass Föten, Alte, Behinderte etc. Personen mit vollem Rechtsanspruch sind», beklagte D’Agostino in der Nachrichtenagentur ZENIT.

Dies «bringt eine bequeme Bewertung mit sich, nämlich zu entscheiden welche Person geschützt und welche nicht geschützt werden soll, abhängig von den Kosten» warnt D’Agostino abschließend.

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0 Kommentare

  • Da vermischt er ein paar Dinge: Stammzellenforschung und die Alten/Behindertenfeindlichkeit der fitten Jungdynamiker etwa. „Adulte Stammzellen“ zu gewinnen, ist ein schwerer Eingriff, der nur mit viel Chemotherapie vor sich gehen kann, und deshalb gerade für die Kranken, die die St.z. bräuchten, nur schwer zu verkraften. Und die Natur geht mit ihrem Erbgut halt sehr verschwenderisch um, also warum nicht verwenden, was milliardenfach vorhanden ist? Nicht jedes Spermium und Ei ist schon wie ein ganzer Mensch zu sehen, außer man ist ideologiebedingt blind.