BIZEPS: Zweiter Aufzug für U-Bahn Station Stephansplatz dringend notwendig

Die U-Bahn Station mit dem höchsten Fahrgastaufkommen hat einen der kleinsten Aufzüge der Wiener Linien. Dies wird von BIZEPS schon seit Jahren kritisiert.

BIZEPS
BIZEPS

Derzeit gibt es nur einen Aufzug, der aber für das Passagieraufkommen viel zu klein dimensioniert ist. Dies wurde auch in der ORF-Sendung „heute konkret“ vom 18. Juli 2014 ausführlich thematisiert.

„Zu stark frequentierten Zeiten bilden sich oft lange Warteschlangen von Menschen mit Behinderungen und Eltern mit Kinderwägen vor dem Aufzug“, so Cornelia Scheuer, Beraterin für bauliche und gestalterische Barrierefreiheit vom Wiener Behindertenberatungszentrum BIZEPS-Zentrum für Selbstbestimmtes Leben.

„Wenn dieser Aufzug ausfällt, haben Menschen, die auf einen Aufzug angewiesen sind, keine Chance auf den Stephansplatz zu kommen“, erläutert Scheuer und verweist auf zahlreiche Beschwerden, die im Beratungszentrum einlangen.

Der ORF-Beitrag zeigt, wie sich sowohl Vizebürgermeisterin Brauner, Vizebürgermeisterin Vassilakou als auch Wiener Linien für unzuständig erklären und sich gegenseitig den Ball zuwerfen. Das Büro der Planungsstadträtin Maria Vassilakou meint, dass ein zusätzlicher Aufzug grundsätzlich möglich wäre; allerdings nur im Rahmen eines konkreten Projektes. „Akut und momentan wird sich nichts verändern“, erklären die Wiener Linien.

BIZEPS fordert daher mit Nachdruck, dass an der meistbenutzten U-Bahn Station Wiens ein zweiter Aufzug von der Oberfläche zur U-Bahn errichtet wird. „Dies kann nicht irgendwann passieren, sondern muss jetzt geschehen“, hält Scheuer abschließend fest.

Der Stephansplatz soll laut Medienberichten in absehbarer Zeit renoviert werden. (Voraussichtlicher Baubeginn 2016)

ORF-Beitrag: „Lift am Stephansplatz“

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
  • Lucas Broer

    Im anderen Link steht
    >Es gibt am Platz eine Schutzzone, dass der Blick auf den Stephansdom gewährleistet sein muss“

    Ich hoffe, es ist allen Verantwortlichen klar, dass es nicht zwingend ein Lift auf den Stephansplatz sein muss. Graben oder Goldschmiedgasse täten es ja genauso. Am Graben zB gibt es ja einen Treppenausgang, direkt daneben einen Lift zu machen kann also nicht so unmöglich sein.

  • Inge Latzenhofer

    Ich erlebe die Drängelei in der U-Bahn-Station am Stephansplatz ebenfalls sehr eng und unbefriedigend für Kinderwägen bzw. Rollstühle ….

  • Gudrun Schellner

    Die Stellungnahmen der Betroffenen bewegen hoffentlich zum Umdenken und Neudenken. Es ist keine Lösung, die Verantwortung weiter zu verschieben. Wien möchte eine moderne Stadt sein – eine Weltstadt für Weltbürger – Viele kleine Schritte in diese Richtung sind notwendig und werden auch teilweise gemacht. Auch hier wäre ein Baustein zu setzen.