Interview mit Mikrofon

Blaschitz: „Der Konsument erlebt keine Veränderung“

Die NÖ-Gebietskrankenkasse möchte mit in einer Ausschreibung den Hilfsmittelbereich neu organisieren. Dies sorgt für Unruhe.

Unter dem Titel „Verkauft NÖ-Gebietskrankenkasse (NÖ-GKK) tausende Rollstühle ins Ausland? berichteten wir über die Pläne der NÖ-Gebietskrankenkasse tausende Rollstühle an eine niederländische Kasse zu verkaufen um sie dann wieder zu mieten.

Bei der, angeblich im Mai 2005, zu entscheidenden Ausschreibung soll das Unternehmen EOSS gute Chancen haben, den Zuschlag zu bekommen.

Wir führten mit Peter Blaschitz, Geschäftsführer des Unternehmens EOSS, folgendes Interview:

BIZEPS-INFO: Seit wann gibt es das Unternehmen EOSS und was machen Sie?

Blaschitz: Es gibt uns seit 2003, wir sind ein junges Unternehmen. Wir beraten große Unternehmen beim Outscoring.

BIZEPS-INFO: Sie haben bei der Ausschreibung gemeinsam mit dem niederländischen Partner Schreuder angeboten. Wer ist Schreuder?

Blaschitz: Schreuder ist ein Unternehmen – ein Profi – aus den Niederländen, das in mehren Ländern – manches Mal unter verschiedenen Namen – Leistungen im Hilfsmittelbereich anbietet.

BIZEPS-INFO: Was wird sich in Niederösterreich im Hilfsmittelbereich geändert? Was wird sich für behinderte Menschen durch diese Konstruktion ändern?

Blaschitz: Der Konsument erlebt keine Veränderung. Der Prozess bleibt der gleiche. Die Rollstühle werden in Zukunft von der NÖ-GKK nicht angekauft, sondern angemietet. Die NÖ-GKK muss daher in Zukunft den Preis der Rollstühle nicht auf ein Mal zahlen, sondern nur die Mietzahlungen aufwenden.

BIZEPS-INFO: Was wird sich sonst noch ändern?

Blaschitz: Es könnten auch Veränderung im positiven Sinne erfolgen wie z. B. mehr Auswahl an Rollstühlen.

BIZEPS-INFO: Das klingt recht gut, aber es gibt viele Befürchtungen …

Blaschitz: … das ist sicherlich ein sensibles Thema. Ich sage es aber ganz klar. Es wird keinen Einheitsrollstuhl geben. Der Standard soll in keinem Fall verschlechtert werden. Weder die Frima Schreuder noch wird haben ein Interesse an einer Schlechterstellung. Mit dem Partner Schreuder wollen wir das gemeinsam in Österreich implementieren…

BIZEPS-INFO: … sie sagen „Österreich“. Heißt das, dass dieses Modell auch in anderen Bundesländern kommen wird?

Blaschitz: Das müssen sie die Gebietskrankenkassen fragen.

BIZEPS-INFO: Ihr Unternehmen ist aus der Steiermark. Haben Sie überhaupt einen Standort in Niederösterreich?

Blaschitz: Wir haben ein Büro in Niederösterreich. Wir werden in Zukunft auch einen Schauraum für Hilfsmittel in Niederösterreich eröffnen. Wir wollen mit allen, die heute gute Dienste leisten, kooperieren.

BIZEPS-INFO: Wir danken für das Interview.

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