Blinde und sehbehinderte Menschen werden behindert!

ÖBSV nimmt an Protestaktion zum "Welttag der Menschen mit Behinderungen" teil und präsentiert neue Beratungsstelle für "Barrierefreies Bauen"

Gerhard Höllerer
Lunzer

„Auch blinde und sehbehinderte Menschen werden behindert!“ Unter diesem Motto nimmt der Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (ÖBSV), Mag. Gerhard Höllerer, an der morgigen Rollstuhl-Aktion zum „Welttag der Menschen mit Behinderungen“ teil.

Höllerer kritisiert in diesem Zusammenhang den „Kompromiss“ der Regierung in Sachen Barrierefreiheit von Bundesgebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bundesstellen, die zahlreiche alte Gebäude haben, können die bisher und auch weiterhin geltende Frist zur Herstellung von Barrierefreiheit für behinderte Menschen mit 31.12.2015 umgehen: Sie müssen lediglich einen Etappenplan für die Umsetzung der Baumaßnahmen aufstellen, dann wird diese Frist um vier Jahre bis 31.12.2019 verlängert.

„Die Mehrheit der Bundesgebäude sind Altbestände“, stellt der ÖBSV-Präsident fest, „und dementsprechend hoch wird die Verschiebung von Umbauplänen bis zum Jahr 2020 sein. Ein Rückschritt in Sachen Barrierefreiheit für behinderte Menschen. Ein schlechtes Signal der Bundesregierung, die in Vollziehung der UN-Behindertenkonvention eigentlich eine Vorreiterrolle bei der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude einnehmen sollte“.

In diesem Zusammenhang verweist Höllerer auf die beim ÖBSV-Dachverband neu eingerichtete Beratungsstelle für „Barrierefreies Bauen“, welche bei der Planung von barrierefreien öffentlichen Gebäuden gerne mit kompetentem fachlichen Rat hilft.

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