Blindes Paar überlebte Sturz in den Wiener Donaukanal

Viel Glück hatte ein blindes Pärchen am 16. Dezember 2011 bei einem Unfall in Wien.

Ortschild mit Aufdruck Wien
BilderBox.com

Ein sehbehinderter Mann (51) und seine ebenfalls sehbehinderte Begleiterin (44) spazierten am Abend des 16. Dezember 2011 mit Blindenführhunden den Donaukanal entlang, berichtet der Standard.

Beim Franz-Josefs-Kai passierte dann der Unfall. „Sie dürften auf der Suche nach ihren ausgebüxten Blindenhunden gewesen sein“, informieren die Salzburger Nachrichten und schildern die Rettung durch einen Kapitän eines dort ankernden Schiffes.

Er half den beiden Verunfallten sich auf einen Betonvorsprung am Ufer zu retten und verständigte die Einsatzkräfte, die die Rettung abschlossen und die unterkühlten und leichtverletzten behinderten Menschen ins Wiener AKH brachten.

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  • Laut Interview von Christian G. (einem der beiden Betroffenen) im Kurier sind die Blindenführhunde schlicht und einfach im Freilauf gewesen und konnten daher zu dem Zeitpunkt gar nicht führen, schon gar nicht zum Abgrund. Die beiden Personen haben die Orientierung verloren – die Strecke ist an sich gefährlich, weil es vom Weg seitlich senkrecht in den Donaukanal geht – und bei Sturm überhaupt nicht anzuraten.

  • Interessant. In der ersten Meldung auf der ORF-Seite hieß es noch, dass die Blindenhunde die beiden „irrtümlich“ in den Donaukanal geleitet hätten, also sozusagen ihre Arbeit nicht richtig gemacht hätten. Bei ORF-Meldungen muss man immer skeptisch sein.

  • Dass es sich dabei allerdings um eine gezielte Provokation durch ein paar ausgelassene, insb gerne auf MmB böllerschmeissende HC-Rabauken gehandelt hat, verschweigt das „öffentliche Maul“.

  • Im ORF-„Wien Heute“ wurde berichtet, dass ein Feuerwerkskörper die Blindenhunde erschreckt haben dürfte und diese deshalb weggelaufen sind. Weiters wurde berichtet, dass die Hunde in den Donaukanal springen wollten, um die Betroffenen zu retten … Fazit: Auch Blindenführhunde sind keine Garantie, da sie ja auch Lebewesen sind und Umwelteinflüssen ausgesetzt sind – speziell zu Jahresende – dass sehbehinderte- und blinde Menschen durch solche außergewöhnlichen Situationen Lebensgefahr geraten können.