Brief an Emma aus Tirol

Liebe Emma, mit Tränen in den Augen habe ich von dir gelesen.

Ortschild mit Aufdruck Tirol
BilderBox.com

Aufbauend auf die Werbekampagne GEGEN Inklusion, Normalität und Teilhabe seitens des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes, die bis vor wenigen Tagen im Internet zu lesen war, erlaube ich mir, einerseits diese im Wortlaut wiederzugeben, andererseits an genanntes Kind als selbst sehbehinderter, dreifacher Vater mit blinder Lebensgefährtin, also Mutter, zu schreiben.

WERBETEXT IM Wortlaut, abgerufen am 22.6.2017, 11:48

Emma und ihre Mutter

Die kleine Emma ist sehr traurig. Wie alle Kinder hat sie für ihre Mama eine Muttertagsüberraschung. Doch Emmas Mutter kann das selbst gemalte Muttertagbild nicht sehen und weint deshalb. Emma schreibt dem lieben Gott einen Brief und bittet ihn verzweifelt um Hilfe.

Emma ist nicht alleine – es gibt viele erblindete Frauen in Tirol, die starke und wundervolle Mütter sind. Sie sind für ihre Kinder da und ihr Herz jauchzt, wenn ihr Nachwuchs sich entwickelt und die Welt entdeckt.

Doch stark sein fällt oft schwer: Wenn die Kleinen in der Schule gehänselt werden und mit tränenverschmiertem Gesicht heimkommen, sieht die Mutter die Tränen nicht. Das macht noch trauriger.

Emma schreibt einen Brief

Lieber Gott,

bald ist Muttertag und ich hab schon ein bisschen Angst. Letztes Jahr hab ich Mama ein Bild gemalt. Mit Fingerfarbe, das war lustig. Aber wie ich Mama das Bild gegeben hab, dann hat sie geweint. Und dann hab ich auch geweint, weil ich meine Mama so lieb hab!

Meine Mama kann nicht sehen. Ich glaube, es hat sie traurig gemacht, dass sie das Bild nicht sehen kann. Lieber Gott, Mama wünscht sich ein Ding, damit sie wieder lesen kann. Sie hat gesagt, das gibt es beim Blindenverband. Onkel Hans hat gesagt, das ist nicht wie bei Amazon. Da muss man schon darauf sparen, weil das teuer ist.

Dieses Jahr pflücke ich Mama Blumen. Es blühen bei uns ganz viele bunte Blumen. Ich mach ihr einen großen bunten Straus. Aber ich hab schon Angst, dass Mama wieder weinen wird. Bitte lieber Gott mach, dass Mama wieder sehen kann. Bring ihr das große Ding, damit sie wieder sehen kann. Ich schreib ihr auch einen Brief, dass sie die beste Mama der Welt ist. Den kann sie dann mit dem großen Ding lesen.

Blindheit macht traurig

Den Betroffenen, die Partnerin, den Partner und die Kinder. Blindheit verändert das ganze Leben. Vieles muss man neu lernen, vieles wird man nicht mehr sehen. Emmas Mama ist langsam an Retinopatia Pigmentosa erblindet. Die alleinerziehende Mutter macht das traurig.

Emma schreibt, dass sich ihre blinde Mama ein Ding wünscht, damit sie wieder lesen kann. Das ist ein Vorlesesystem. Mit dem kann sie dann auch die Briefe ihrer kleinen Tochter lesen. Emmas Onkel geht mit der Mama zum Blindenverband und sie lassen sich dort professionell beraten, damit sie das richtige Gerät finden. Dann erhält ihre Mama beim Blindenverband eine Einschulung.

Helfen Sie Emmas Mama und anderen starken erblindeten Müttern in Tirol! (Auf gelbem Balken; Rückseite links.)

In Tirol gibt es viele starke Kinder und Frauen, wie Emma und ihre blinde Mutter. Sie kommen zum Blinden- und Sehbehindertenverband in die Amraser Straße in Innsbruck und finden Hilfe. Emmas Mama wünscht sich für ihr Leben Erleichterung und Teilhabe in der Gesellschaft. Dabei können wir helfen.

Bitte helfen auch Sie.

Werden Sie ein Lichtblick!

Für Emma und viele weitere Kinder in Tirol

 

Liebe Emma,

mit Tränen in den Augen habe ich von dir gelesen.

Tränen, nicht weil DU mir so leid tust, Tränen, weil mir deine Mutter sehr, sehr leid tut.

Sie hat offensichtlich keine gute Möglichkeit bekommen, die Blindheit anzunehmen, zu verarbeiten und damit umzugehen.

Und da machst du eigentlich sehr etwas kind-normales und malst deiner Mutter ein Bild. Und genau das Kind-Normalste löst ein Tränenmeer bei deiner Mutter aus.

Arme Emma, schau‘, dass deiner Mutter schnellstens geholfen wird:

  • Durch gute und intensive Therapie
  • Durch niederschwellige, zeitnahe Unterstützung FÜR EUCH: Einerseits, dass du eine unbeschwerte Kindheit hast, andererseits nicht DURCH DIE BLINDHEIT DEINER MUTTER auf Dinge verzichten musst, die jedes andere Kind, das keine blinde Mutter hat, auch tut. DU HAST ein Recht darauf, durch die Kinderrechte, die dir die Möglichkeit zur Entfaltung geben. Ja, aber auch deine Mutter hat ein Recht auf „normale Elternschaft“. Nutzt diese beiden Rechtsmöglichkeiten. Für dich. Für euch.

Und eines darf ich dir auch noch verraten: Es gibt kein (elektrisches) Hilfsmittel, das dir nach aktuellem Stand der Technik ermöglicht, dass deine Mutter wieder Bilder sehen kann. Dafür werdet ihr schlicht Assistenz brauchen: Menschen, die deiner Mutter zum Beispiel Bilder beschreiben.

Diese, die Assistenz, werdet ihr allerdings noch für viele Dinge brauchen: um auf den Spielplatz zu gehen, ins Schwimmbad zu gehen, Bücher vorlesen oder zum Vorlesbar-Machen für deine Mutter und, und, und.

Lasst euch ja nicht damit abspeisen, dass das eh Freunde, Bekannte und Verwandte machen können: Vielleicht mögen diese nicht immer, wenn ihr ALS FAMILIE wollt? Vielleicht habt ihr einmal Streit und dann mögen sie gar nicht?

Und solltest du einen Papa haben, der normal sieht, auch dieser wird nur teilweise helfen (können), weil er vielleicht arbeitet, vielleicht inzwischen den Haushalt macht und, und, und…

Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft!

Dein Jakob

PS: Wenn du mehr über unseren fünfköpfigen Alltag erfahren möchtest, schau‘ doch vorbei unter https://familieallinclusive.wordpress.com/ – dort dokumentieren wir jeden Sonntag eine Geschichte aus unserer „behinderten Familie“ …

PPS: Du tust mir sehr leid, dass du in Tirol lebst. Warum? Weil der Verband, der diese Werbung geschaltet hat, mindestens einen Vater mit Sehbehinderung hat. ER hätte „Stopp“ schreien müssen, als es darum ging, diese schlechte Werbung zu veröffentlichen …

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21 Kommentare

  • Freut mich übrigens, dass ich jetzt neben einen Anton auch eine Emma aus Tirol kennenlernen durfte. Hoffentlich kommt da bald eine nette Single. Ein Tiroler Stier braucht schließlich auch eine Partnerin.

  • Endlich thematisiert es mal jemand. Eine Behinderung ist nicht schön und behinderte Eltern zu haben eine starke Belastung.

    Trotzdem ist ärztlich assistierter Suizid hierzulande nicht gestattet. Jemand, der nicht mal ein tränenverschmiertes Gesicht erkennt, soll in der Lage sein, von einer Brücke zu springen. Bis er überhaupt auf der Brücke ankommt, wird er doch längst überfahren!
    Und für mich ist sie mit dem Rollstuhl sowieso unzugänglich.

    Ich wünsche mir eine barrierefreie Euthanasieklinik in Österreich. Was soll man denn schon groß anstellen im Leben.

  • Die Kommentare des BSVT überzeugen mich nicht.
    Im Falle des blinden, adoptionswilligen Paares aus OÖ hat man sich zurecht über absurde Ablehnungsgründe in Zusammenhang mit Blindheit aufgeregt. Und die waren noch wohlüberlegt im vergleich zu den Dingen im Werbetext, die ein Blinder nicht wahrnehmen können soll. Ein tränenverschmiertes Gesicht eines Mobbingopfers macht sich auch durch andere signale bemerkbar. Im Übrigen kommen Mobbingopfer selten tränenverschmiert nach Hause ua aus Scham. Das Schweigen ist das Problem.
    Und Blindheit macht im Allgemeinen so traurig wie alles andere im Leben auch, das einer anpassung bedarf.

    Leider gibt es noch kein Lesegerät, mit dem sich dieses Mobbingopfer begutachten ließe.

    Zudem geht es hier um ein Kind, das traurig ist und angst hat, nicht um die Mutter. Man müsste sich ehrlich fragen, ob hier nicht das Kindeswohl gefährdet ist, das für mich über dem Mutterglück steht. Kann ja nicht sein, dass es um den verbliebenen Sehrest der Mutter bangen muss. Was, wenn einmal auch kein Lesegerät hilft?

    Falls es doch nicht so schlimm sein sollte, sind solche Spendenaufrufe einfach schädlich für das Bild einer Minderheit in der Öffentlichkeit. Persönlichen Kontakt mit Blinden pflegen nur wenige, daher spielen Medien eine große Rolle.
    Aus meinem Umfeld weiß ich, dass Kinder blinder Eltern genauso freudig tüfteln, was sie der Mutter zum Muttertag schenken könnten. Hier wird einfach die Unwahrheit in verallgemeinerter Form verbreitet. Und das ist ziemlich ärgerlich, wenn ein Interessensverein auf unsere Kosten Spenden eintreibt.

    • @Yasemin: Seien wir froh, dass derartige Organisationen keine „Interessensvertreter“, sondern lediglich Selbsthilfeorganisationen sind.

    • @ Josef: Da hast du recht. Auch die anderen Spendenaufrufe des BSVT sind von ähnlich katzenjämmerlicher Qualität. Aber sie schaffen es, die Situation aus persönlicher Sicht zu schildern und nicht, wie diesmal, mit klischeehaften Allgemeinplätzen aus der Mottenkiste nachzuhelfen. Es wird Menschen geben, die mit ihrer Blindheit nicht fertig werden und Hilfe brauchen. Und die dürfen sich genauso auch äußern.

  • Aussendung der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen vom 25.04.2017:

      „Ich fühle mich einsam und eingesperrt!“
    Die Sehkraft von Elfriede W. verschlechtert sich in letzter Zeit dramatisch: Sie sieht nur noch verschwommene Umrisse. Doch damit nicht genug: Seit einem Unfall hat Frau W. ständig Schmerzen und braucht einen Gehstock. Somit ist sie völlig auf fremde Hilfe angewiesen. Alleine kann sie kaum vor die Türe gehen und ist dadurch stark vereinsamt. Abgesehen von ihrem Nachbarn kümmert sich niemand um sie.
    Foto: Eine blinde Frau sitzt alleine auf einer Parkbank
    Tränen der Dankbarkeit

    In der Hilfsgemeinschaft hat sie nun endlich die Unterstützung gefunden, die sie dringend braucht. „Ich bin euch wirklich sehr dankbar“, sagt sie leise und wischt sich verstohlen eine Träne weg, die ihr aus dem linken Auge rollt.
    Eine sehbehinderte Frau mit Stück überquert eine Straße am Zebrastreifen

    Wir helfen im Notfall

    Elfriede W. lebt von sehr wenig Geld. „Ich spare, wo es geht, kaufe nur das Billigste und verbrauche ganz wenig Strom“, erzählt die 58-Jährige. Einmal ging Elfriede W. unerwartet das Geld völlig aus. Wir unterstützten die völlig verzweifelte Frau mit Einkaufsgutscheinen.

    Die Hilfsgemeinschaft hat zudem Invaliditätspension und Pflegegeld für Frau W. beantragt. Damit sie in Zukunft wieder heizen und sich grundlegende Dinge wie Lebensmittel und Strom leisten kann.

     
    Bitte helfen Sie in Not geratenen blinden und stark sehbehinderten Menschen!
    Foto: Eine Hand übergibt Gutscheine an eine andere Hand
    Wir helfen, wenn sonst keiner hilft

  • Als selbst betroffene, blinde Mutter, kann sich Emmas Mutter gerne bei mir melden, so die Geschichte wirklich war ist. In Teilen des Textes finde ich mich wieder, habe aber – so vermute ich – zumindest Lösungsansätze für alltäglich Problemstellungen gefunden… Vielleicht hilft der Mutter ein Peer-to-Peer-Austausch besser in ihrer Situation…?

  • Nachtrag: Die Pressereferentin hat mich im Mail von vorgestern um die Präsentation von Alternativen gebeten. Dem komme ich gerne nach. Ein Alternativtext wäre gewesen: In Tirol leben X alleinerziehende Mütter. Einige davon sind blind. Um den Kindern trotzdem eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen, brauchen diese Mütter IHRE UNTERSTÜTZUNG. Spenden Sie, dass Frau X xxx bekommen kann.
    Klar, ist eine Verschiebung vom „Der Verband macht alles für alle“ hinzu „Da braucht jemand konkret was“… In anderen Worten: Von der undefinierten Vertretung hin zur Teilhabe. Wenn diese Art des Textens weniger Spenden bringt, heisst das: die Verbände haben die Strategie zu ändern, der Gesetzgeber muss besser seiner Verpflichtung der Gleichberechtigung nachkommen…

  • Wow, zuerst 29 Tage KEINE Reaktion auf mein Mail an den Vorstand d. TBSV, dann gleich zweifach. Gut Ding braucht bekanntlich Weile.
    Im Mail vom 21.7.2017 seitens d. Referentin f. d. Öffentlichkeitsarbeit heisst es wörtlich: „Wir bedauern sehr, dass Emmas Geschichte, die auf Wahrheiten beruht.“ Für mich eine sehr vage Aussage, da mich die dahinterliegenden „Wahrheiten“ näher interessiert hätten. Anderorts war zu erfahren, dass die „Geschichte frei erfunden“ ist. Was stimmt nun?
    „dass es sich um KEINE Kampagne handelt. Emmas Geschichte war eine von mehreren Spendengeschichten, die wir veröffentlichen.“ Schreiben Sie. Dabei verwundert es, dass es die Möglichkeit gab, bei dieser Geschichte zu spenden. Was ist DENN der Zweck? Worin liegt der Unterschied (für Sie) zw. Kampagne und Spenden für einen spendenfinanzierten Verein?
    Meiner Beobachtung nach haben derartige Dinge zwei mögliche Zwecke:
    1) Spenden für den Verein ODER
    2) Spenden für eine Sache/einen Menschen.
    Wenn 2) der Fall/Zweck gewesen wäre, warum war dann bei Spendezweck „Beratung“ aufgeführt/voreingestellt?

    Und hier nur eine Frage an die Betroffenen:
    1) „…und mit tränenverschmiertem Gesicht heimkommen, sieht die Mutter die Tränen nicht.“ Kann man Traurigkeit (eines Kindes) als blinden Mensch wirklich nicht wahrnehmen? Ist da nicht die Gesamtwahrnehmung (Stimme etc.) ein Thema?
    2) „Blindheit macht traurig“ – Ist das wirklich so? Akzeptiert man sie nicht irgendwann?

    Was die Texterin betrifft:
    1) Hat sie Kind(er)?
    2) Ist sie selbst betroffen?

    Wenn „nur“ 1): Würden Sie sich einen solchen Text gefallen lassen?
    Wenn 2): Finden Sie diesen Text gut?
    Wenn 1) und 2) hoffe ich, dass Sie den Text selbst nicht mögen…

    • Es ist doch sehr peinlich, dass die Pressereferentin jemanden bittet, ihre Arbeit zu erledigen, ein Eingeständnis, einer solchen Aufgabe nicht gewachsen zu sein.
      Ich hoffe, man hat Sie entsprechend entlohnt.

  • Nachdem wir erfolgreich nicht dafür gesorgt haben, dass die Belange blinder und sehbehinderter Menschen im Kernbereich liegen, fordern wir die Änderung des § 9 Abs. 2 BGStG dahingehend, dass nicht mehr dem Diskriminierungsopfer, sondern dem Verursacher Schadenersatz zugesprochen wird, so könnten wir noch bessere Kampagnen lancieren. Dies ist unsere Pflicht als Interessenvertretung.

  • Spätestens seit Donald Trump wissen wir, wie stark auf „Wahrheiten“, vor allem auf solche der alternativen Art gesetzt wird. Ich finde es beschämend, dass der Blindenverband auf derartige Mittelzurückgreift. Man unterminiert wissentlich, um einen finanziellen Vorteil zu lukrieren, die Selbstbestimmung und begibt sich in eine Opferrolle.
    Was in Tirol und vom Blindenverband allgemein unter „Barrierefreiheit“ verstanden wird, geht nicht konform mit der gesetzlichen Definition gemäß BGStG, darauf hinzuweisen verstärkt lediglich jenes Bild, welches im obigen Artikel bereits selbst von dieser Vereinigung gezeichnet wurde.
    Offenbar ist man beim Blindenverband der Meinung, dass eine blinde Frau, aufgrund ihrer Blindheit, eine weniger gute Mutter sein kann, was eindeutig diskriminierend ist. Hier werden Klischees tradiert, welche auf das Bild der Mutter, der schwachen Frau und der angewiesenen Behinderten abzielen, ich hoffe inständig, dass man dies nicht unter dem Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ subsumiert.

    • Dem ist nichts hinzuzufügen und beschreibt gut, dass 2017 noch weit weg ist…

  • Sehr geehrter Herr Putz,

    wir bedauern sehr, dass die Spendengeschichte von Emma Sie so traurig gemacht hat. Das war in keiner Weise unsere Intention.

    Wir begrüßen und unterstützen sehr Ihre Tipps.

    Wir möchten aber auch klarstellen, dass es sich um KEINE Kampagne handelt. Emmas Geschichte war eine von mehreren Spendengeschichten, die wir veröffentlichen.

    Mehr zu unserer Arbeit für mehr Teilhabe und Perspektiven, für die wir uns täglich einsetzen, lesen Sie auf unserer Webseite: http://www.bsvt.at

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr BSVT

  • Mich hat es gewundert, dass sich bisher niemand dazu geäußert hat. Das ist doch ein Blindenbild aus den 70igern.

    In Tirol scheint die technische Beratung und Einschulung wohl auch Sache des Verbandes zu sein und nicht die der Hilfsmittelfirmen, die diese Produkte vertreiben und ihre Kunden einschulen.

    Und was machen wir bitte jetzt mit dem tränenverschmierten Gesicht der Emma? Der Kopf eines Volksschulkindes passt nicht zwischen Lesegerät und Vorlagefläche.

    • Sehr geehrte Frau Yasmine,

      es ist richtig, dass wir in Tirol die technische Beratung und teilweise auch Einschulung von Hilfsmitteln übernehmen. Diese Arbeit ist spendenfinanziert.

      Emmas Mutter lernt, mit dem schleichenden Verlust bestmöglich umzugehen. Wir sind da, um sie dabei nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen: mit sozialrechtlicher Beratung, Hilfsmittelberatung, mit Rehabilitationstraining oder auch mit der Vermittlung psychologischer Beratung.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr BSVT

    • Im Text steht groß, dass für das große Ding gespart werden muss und dann, dass sie bei Spende eine Einschulung bekommt.So kompliziert ist ein Lesegerät auch wieder nicht zu bedienen. Das könnte ihr Emmas Onkel auch erklären. Dann lieber spenden für ein Mobilitätstraining, damit sie allein zum Blindenverband findet.

  • Herzlichen Dank für diesen notwendigen Kommentar!

    Manchmal fragt man sich schon, was sich manche Interessensvertretungen so einfallen lassen um an Spenden zu kommen. Und ich frage mich auch, ob solche Tränendrüsenkampagnen wirklich erfolgreicher sind als solche die aufzeigen, dass die Gesellschaft und Politik nicht die Solidarität lebt, die sie predigt und lange nicht so inklusiv ist, wie sich viele sich das vorstellen. DARUM sollte es eigentlich gehen

    • Sehr geehrter Herr Christoph,

      wir mussten uns nicht viel einfallen lassen, die Geschichte beruht auf Wahrheiten.

      Sie wünschen sich Einsatz für Teilhabe und Inklusion. Das finden wir auch ganz wichtig.
      Über unsere Interessenarbeit konnten wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in Tirol viel erreichen, gerade in Sachen Barrierefreiheit (z.B. Blindenampeln, Blindenleitsysteme). Die Arbeit wurde und wird stark von der Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Zuletzt anlässlich des Tags der Sehbehinderung am 6.6.: https://www.bsvt.at/aktuelle-beitraege/wer-braucht-schon-ein-leitsystem/

      Wie alle Organisationen in diesem Bereich – arbeiten wir täglich daran, dass noch mehr positive Entwicklung geschieht.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr BSVT

    • Unser Facebook-Link: https://www.facebook.com/BSVTirol/

    • Sehr geehrter Herr Christoph,
      unsere Ergänzung bezieht sich auf eine Antwort, die derzeit nicht sichtbar ist, da sie auf Freischaltung wartet.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr BSVT