4. Woche 2026 – Behindertenparkplatz in Halbkreisform
Dieser Behindertenparkplatz beim Hotel Stoiser in Bad Loipersdorf in der Steiermark ist wahrlich kurios. Einerseits steht dort eine „Parken verboten“- …
Die Stadt Graz stellt als erste Stadt Österreichs eine Broschüre für Menschen mit Behinderungen und Zivilschutz vor. Diese enthält Informationen und Tipps über die richtige Vorbereitung auf Notsituationen und Krisen.
Stürme, Überschwemmungen, Erdbeben oder Krieg – in solchen Situationen kann es zu großen Stromausfällen kommen, die auch als Blackouts bezeichnet werden. In einem solchen Fall funktionieren herkömmliche Informationsnetzwerke wie Telefon oder Internet nicht mehr.
Tritt eine solche Ausnahmesituation ein, ist es wichtig zu wissen, wie man sich weiterhelfen kann. Das gilt vor allem auch für Menschen mit Behinderungen, denn diese sind in Notsituationen besonders gefährdet. Aus diesem Grund hat die Stadt Graz heuer eine Broschüre mit dem Titel „Zivilschutz für Menschen mit Behinderung“ vorgestellt. Diese enthält Tipps zur Vorbereitung auf eine Notsituation wie z.B. einen Stromausfall.
Die Broschüre ist in einer gut lesbaren Schriftgröße und in leicht verständlicher Sprache geschrieben.
Sie gibt Auskunft über die Bedeutung des Zivilschutzes und die Auswirkungen eines länger anhaltenden Stromausfalls. Die Broschüre enthält Informationen über Hilfsangebote der Stadt Graz. Auch finden sich in ihr praktische Tipps speziell für Menschen mit Behinderungen wie den Aufbau eines Helfer:innennetzwerkes oder Checklisten für verschiedene Zielgruppen, darunter zum Beispiel Personen mit Bewegungseinschränkungen, Seh- oder Hörbehinderungen oder Lernschwierigkeiten. Zudem gibt es Empfehlungen für das Anlegen von Lebensmittelvorräten.
Die 32-seitige Broschüre „Zivilschutz für Menschen mit Behinderung“ wurde auf Anregung des Behindertenbeauftragten der Stadt Graz, Wolfgang Palle, entwickelt. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Grazer Beirat für Menschen mit Behinderung und Selbstvertretungsvereinen erstellt.
„Das Druckwerk soll dazu anregen, über Fragen nachzudenken, wie etwa: ‚Wie kann ein Diabetiker lebensnotwendige Medikamente kühlen, wenn der Strom ausfällt? Wie kommen Personen im Rollstuhl aus der Wohnung, wenn der Lift nicht mehr fährt? Wie kann man sicherstellen, dass ein Beatmungsgerät auch bei einem Blackout weiterhin funktioniert?‘ und frühzeitig Lösungen zu finden“, so Gilbert Sandner vom Sicherheitsmanagement und Bevölkerungsschutz der Stadt Graz in einer Presseaussendung.
Die Broschüre ist online auf der Internetseite der Stadt Graz abrufbar.
Siehe: ORF, Österreichischer Behindertenrat
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
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