Buchtipp: 2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruch

Die deutsche Bundesregierung ignoriert bewusst die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention. Autor und Aktivist Uwe Heineker klagt dieses Verhalten an.

Buch: 2031 - Deutschland, die Welt blickt auf dich!
Uwe Heineker

Seit 2009 ist die die UN- Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft, doch die deutsche Bundesregierung weigert sich konstant, die menschenrechtlichen Vorgaben, die diese enthält umzusetzen.

Das Buch des Autors und Aktivisten Uwe Heineker „2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruch.“ kritisiert dieses Verhalten scharf. Sein kleines Buch, das im Jahr 2026 erschienen ist, ist eine Anklage gegen die deutsche Behindertenpolitik.

Das Jahr 2031 im Titel bezieht sich auf das Datum der nächsten Staatenprüfung für Deutschland. Für Uwe Heineker ist das das Jahr, indem die Ausreden der Politik ein Ende haben sollen.

Ausgrenzung mit Absicht

Die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen in Deutschland ist kein Versäumnis, sondern ein systematisches bewusstes Vorgehen, um bestehende Machtverhältnisse aufrechtzuerhalten. Staatliche Stellen arbeiten zusammen, um das bestehende System der Ausgrenzung aufrechtzuerhalten und immer weiter zu schützen. Es gibt kein Interesse die Situation von Menschen mit Behinderungen zu ändern, obwohl es Möglichkeiten dazu gibt.

Der deutsche Aktivist und Autor Uwe Heineker zeigt anhand von Beispielen aus dem politischen Geschehen auf wie die Regierung lang existierende Forderungen wie zum Beispiel die Abschaffung von Werkstätten oder Heimen bewusst ignorieret.

So wird zum Beispiel behauptet, dass Forderungen neu seien und dass die Umsetzung deshalb Zeit bräuchte oder dass Dinge zu viel Geld kosten und deshalb nicht umgesetzt werden können.

Geld das eigentlich für inklusive Maßnahmen verwendet werden könnte wird benutzt, um Ausgrenzung aufrechtzuerhalten.

Instrumente die eigentlich dazu dienen, um die UN- Behindertenrechtskonvention umzusetzen oder ihre Umsetzung zu überwachen, können keinen wirklichen Einfluss nehmen. Ausgrenzende Strukturen werden neu benannt, um zu verschleiern, dass sie sich nicht wirklich verändert haben.

Wenn Menschen mit Behinderungen verärgert sind und die bestehenden Verhältnisse kritisieren, werden sie zu Runden Tischen oder Workshops eingeladen, wo man sich ihre Anliegen anhört, aber wirkliche Veränderung bleibt aus.

Dieses jahrelange Verhalten der deutschen Behindertenpolitik ist ein bewusster Verstoß gegen die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen. Ein Verstoß, der aufgedeckt werden muss und nicht länger hingenommen werden darf.

Die Kritik des Autors ist in seinem eigenen Leben begründet, auch er war durch das Etikett der Arbeitsunfähigkeit von Ausgrenzung betroffen.
Doch er blieb nicht still, sondern setzte sich zur Wehr und wurde zum langjährigen Wegbegleiter der Behindertenbewegung in Deutschland.

Fazit

Das Buch ist mit nur 120 Seiten eher kurz. Themen, die vielleicht mehr Ausführung gebraucht hätten, werden sehr kurz abgehandelt. Der Autor hat eine klare Insider- Position manche Themen sind für Leute, die nicht so erfahren mit der deutschen Behindertenpolitik sind deshalb schwerer nachzuvollziehen.
Die Grundbotschaft tritt dennoch klar hervor.

Was positiv hervorzuheben ist sind die 2 Teile des Buches. In der zweiten Hälfte werden die Inhalte in einfacherer Sprache zusammengefasst, das sorgt für ein besseres Verständnis der durchaus komplexen Inhalte.

Das Buch „2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruch“ ist bei BoD – Books on Demand erschienen.

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