4. Woche 2026 – Behindertenparkplatz in Halbkreisform
Dieser Behindertenparkplatz beim Hotel Stoiser in Bad Loipersdorf in der Steiermark ist wahrlich kurios. Einerseits steht dort eine „Parken verboten“- …
"Bittere Pillen" ist kein Angriff auf Arzneimittel. Im Gegenteil.
Dieses Buch bietet eine neutrale und gezielte Beurteilung für den sinnvollen Gebrauch von Medikamenten (verschreibungsfrei oder verschreibungspflichtig) – unabhängig davon, ob es sich um konventionelle oder alternative Arzneimittel handelt.
Dass viele Medikamente schlecht beurteilt werden, ist kein Nachteil dieses Buches, sondern ein Nachteil der Medikamentenverkäufer. Denn unabhängig von der Medikamentenart: Chemie, Naturheilmittel, Pflanzenwirkstoffe oder Homöopathie, werden viel zuviel Arzneimittel verkauft, deren Wirkung umstritten ist.
Seit Erscheinen der Erstausgabe im Jahr 1983 haben Verlag und Autoren rund 100 Klageandrohungen von Pharmakonzernen erhalten. Das Team von „Bittere Pillen“ lässt sich nicht einschüchtern und macht weiter im Interesse der Patientinnen und Patienten. Das Handbuch „Bittere Pillen“ mit einer Gesamtauflage von inzwischen 2,7 Millionen Exemplaren bietet einen Überblick über 15.000 Medikamente.
Im Vorwort zur Ausgabe 2011 – 2013 wird auf die hohen Profite der Pharmakonzerne verwiesen, die mit ihren Gewinnraten bei 20 bis 30 % lägen, im Einzelfall auch höher (Bayer Schering 2006 45,4 %). Bei der Autofirma BMW, so der Vergleich, läge der Profit „in guten Jahren“ bei 6 bis 8 % des Umsatzes. „Beliebig hohe Wucherpreise“ würden für neue Medikamente verlangt (S. 14), der Kostenanteil der Wirkstoffe läge dabei durchschnittlich bei 1 bis 2 % des Packungspreises.
Bestimmender Faktor bei der Preisbildung sei die Angst von Patientinnen und Patienten vor der jeweiligen Krankheit, deshalb seien Krebsmedikamente am teuersten. Zur Sprache kommen auch diverse illegale Vermarktungspraktiken. Außerdem bietet „Bittere Pillen“ eine Übersicht über verschiedene Klagen gegen die fünf größten Pharmakonzerne (Pfizer, Novartis, AstraZeneca, Merck & Co. und GlaxoSmithKline), jeweils unter Nennung der in den USA gegen die Konzerne verhängten Strafen.
„Bittere Pillen“ ist ein unverzichtbares Werk für den Bücherschrank jedes Haushaltes, aber auch für jeden Arzt und jede Ärztin.
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Dieser Behindertenparkplatz beim Hotel Stoiser in Bad Loipersdorf in der Steiermark ist wahrlich kurios. Einerseits steht dort eine „Parken verboten“- …