Buchtipp: „Ich will raus“ – Ein Roman über Mut und Inklusion
Der Anfang 2026 erschienene Roman „Ich will raus“ wirft einen differenzierten Blick in eine Zukunft, in der diese Frage weiter …
Franz-Joseph Huainigg gibt Einblicke in Episoden seines Lebens und zeigt, dass mit Humor und Mut selbst schwierige Situationen gemeistert werden können.
Franz-Joseph Huainigg wollte nie unter einer Glasglocke leben. Trotz seiner schweren Behinderung will er mitten im Leben stehen und sich den Herausforderungen des Alltags stellen.
Für den Politiker, Autor und Journalisten sind es gerade die holprigen Wege, auf denen man viel erlebt und die das Leben erst lebenswert machen. Franz-Joseph Huainigg lebt nach dem Motto: „Wenn ich irgendwo anstoße, gehe ich Umwege!“
In seinem neuen Buch „Mein langer Atem“ beschreibt Franz-Joseph Huainigg verschiedene Episoden aus 60 Jahren Leben.
Mit dem Beatmungsgerät, das er humorvoll als Hightech-Schutzengel mit Kabelsalat bezeichnet, seinem Assistenzteam und seiner Familie beschreitet er stets mit einem Augenzwinkern seinen Lebensweg. Humor ist dabei ein wichtiges Werkzeug, das selbst in schwierigen und lebensbedrohlichen Situationen nicht fehlen darf.
Solche Situationen gibt es in seinem Leben häufig. Ein Thema, das immer wiederkehrt, ist der Umgang mit seiner Behinderung und dem Beatmungsgerät.
Huainigg schildert selbst beklemmende Situationen wie Krankenhausaufenthalte, Unfälle und Lebensgefahren mit einer großen Leichtigkeit. So empfindet die Leserschaft niemals Mitleid, sondern spürt die Hoffnung und Lebensfreude, die Franz-Joseph Huainigg ausmachen.
Das Buch ist keine chronologische Schilderung lebensgeschichtlicher Ereignisse, sondern fokussiert sich auf Dinge und Begegnungen, die den Autor geprägt haben.
Es werden Momente aus verschiedenen Lebensbereichen geschildert: ein Skikurs mit der Schule, Erlebnisse aus seinem Arbeitsalltag im Parlament, Reisen oder der Alltag mit persönlicher Assistenz. Gleichzeitig bekommt man auch einen kleinen Einblick in sein politisches und gesellschaftliches Wirken.
Das Buch gibt einen intimen und authentischen Einblick in das Leben eines bekannten Menschen. Einen Menschen, der es schafft, mit Humor und Durchsetzungsvermögen selbst aus schwierigen Situationen etwas Positives zu machen. Der Schreibstil ist mitreißend, sodass man immer weiterlesen möchte.
Das Buch „Mein langer Atem“ von Franz-Joseph Huainigg ist beim Tyrolia Verlag erschienen.
Der Anfang 2026 erschienene Roman „Ich will raus“ wirft einen differenzierten Blick in eine Zukunft, in der diese Frage weiter …
„Psychiatrie und psychische Erkrankungen sind den meisten noch immer sehr fremd. Zu wenig weiß man über psychische Erkrankungen, zu stigmatisiert …
„Oh toll, dass Sie trotz Ihrer Behinderung in die Disko gehen oder Ihre Mutter ist so ein Engel, Sie zu …
Die Problematik des Werkstättensystems und mögliche Alternativen zur Arbeit in der Werkstätte – diese Fragen treiben die Behindertenszene um und …
Die ÖNORM wurde in diesem Jahr aktualisiert. Expertin Maria R. Grundner gibt Erläuterungen zur nun gültigen Norm (Stand 2023) und …
Was ist eigentlich Inklusion und wie kann man sie zur gesellschaftlichen Normalität werden lassen? Damit beschäftigt sich Raúl Krauthausen in …
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Vor über 20 Jahren wurde das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz beschlossen. Es soll Menschen mit Behinderungen vor Benachteiligung schützen und für mehr Barrierefreiheit …