Buchtipp: Ich seh, ich seh was du nicht siehst. Denn ich bin blind.

Constanze Hill ist Moderatorin, ausgebildeter Coach, unterstützt ihren Vater im Familienunternehmen und ist Mutter zweier Kinder. In ihrem autobiographischen Buch erzählt Hill, die blind geboren wurde, aus ihrem Leben und warum sie niemals sehen möchte.

Buchtipp: Ich seh, ich seh was du nicht siehst. Denn ich bin blind.
Ueberreuter

„Wenn ich noch einmal geboren werde, würde ich mir wünschen, wieder blind auf die Welt zu kommen.“  

Dieser Satz mag zuerst verwundern, doch in der Tat ist für Constanze Hill ihre Blindheit kein Manko oder gar eine Behinderung, sondern ein Vorteil. Warum das so ist, macht sie den Leserinnen und Lesern in ihrem sehr persönlichen Werk glaubhaft deutlich.

Man bekommt einen Einblick in unterschiedliche Lebensabschnitte der Autorin von Kindheit und Schulzeit bis hin zu Partnerschaft und Berufsleben. Ergänzt werden ihre Sichtweisen und Schilderungen durch Kommentare ihrer Familie, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. Immer wieder geht es auch um das Thema Blindheit und wie sich diese in verschiedenen Situationen auswirkt.

Die Blindheit erweist sich aber für die Autorin in den allermeisten Fällen als Vorteil.

So wurde sie dadurch zu einer guten Zuhörerin und das half ihr schließlich bei ihrer beruflichen Karriere als Moderatorin und später auch als Coach.

Auch bekommen die Leserinnen und Leser einen Eindruck davon, wie ein blinder Mensch die Welt um sich herum wahrnimmt. Worauf achtet man zum Beispiel im Urlaub bei einem Städtebesuch oder wie sieht man eigentlich fern, wenn man nichts sehen kann?

Ein sehr persönliches Werk, das durchaus lesenswert ist.

Das Buch ist so geschrieben, dass man das Gefühl hat, mit Constanze Hill in einem langen Gespräch zu sein. Der vertrauliche Erzählstil, in dem das Buch geschrieben ist, macht es zwar zu keinem literarischen Meisterwerk, was die verwendete Sprache angeht, darum geht es aber auch nicht. Das Buch ist schlicht und einfach ein sehr authentisches und persönliches aber dadurch auch gut lesbares Werk.

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3 Kommentare

  • Erst erzählen uns die Saudis, das Khashoggi verunfallt sei und dann die Authorin, dass Blindheit ein wünschenswerter Zustand sei. Wir befinden uns in der Ära der 1001 Märchenjahre.

    • Hallo Günther,
      ich denke du solltest Constanzes Buch vielleicht lesen. Dann würdest du feststellen ,daß sie nicht den Zustand der Blindheit für alle Menschen als wünschenswerten Zustand betrachtet,sondern nur für sich spricht. Ich hatte viel mit blinden Menschen zu tun als Behinderten-Chauffeurin bereits. Und oft war ich erstaunt über ihre Fähigkeit Dinge wahrzunehmen,die mir als „Sehende“ verborgen geblieben waren.
      Und offensichtlich hat ihre Familie ihr nie das Gefühl gegeben, daß mit ihr „etwas nicht in Ordnung ist“. Wenn du so angenommen wirst wie du bist, dann ist das Leben schon gut und OK für dich, so wie es eben ist.
      Behinderte Menschen sind nicht rund um die Uhr unglücklich wegen ihrer Behinderung, aber das können sich Nichtbehinderte oft nicht vorstellen. Frustrierend ist es nur für sie,wenn sie nicht für vollwertige Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen werden.
      Lies ihr Buch und du wirst überrascht und erstaunt sein wie sie zu ihrer Ansicht gekommen ist. Und zwischen schauen und wirklich „sehen“ ist oft ein großer Unterschied im täglichen Leben. Und das habe ich von blinden Kindern gelernt als sogenannte „Sehende“……… Einige unserer 5 Sinne verkümmern ohnehin schon ein bissl beim permanenten starren auf Handys und Bildschirme, empfehle daher den Besuch der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ . Das könnte ein AhA-Erlebnis sein für einige Menschen . Ich hoffe blinde Menschen sind mit meiner Aussage hier so halbwegs zufrieden, weil ich mir nicht anmaßen möchte für bzw.über sie zu sprechen als nicht Betroffene…… :-)))