Buchtipp: Kuruzzen

Die Handlung des Stücks spielt Anfang des 18. Jahrhunderts im zerrütteten Habsburgerreich. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Schauspieltruppe Maria Nostra.

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Die Mitglieder der Gruppe sind Behinderte, die seit Jahren einen Privatkrieg gegen die Habsburger führen. Sie ziehen mit ihren beißenden Theaterstücken umher und stellen die Mächtigen des Landes bloß. Stolz und selbstbewußt treten sie auf, und auf ihren Raubzügen nehmen sie sich einfach ihre Rechte.

„Der gemeine Mann, auf der Suche nach Hilfe, findet sie nicht bei anderen, nur bei sich selbst.“

„Nicht Worte, sondern Taten werden zum Beweis eines redlichen Herzens dienen; denn mit der Unmenge von Reden und dem Auftürmen von Worten durch die Bekennenden soll einfürallemal Schluß sein.“

Es ist eine Geschichte vom Selbstbestimmt Leben Behinderter im 18. Jahrhundert, und es ist eine Geschichte vom Aufstand der Krüppel.

Das Stück in 12 Stationen ist brandaktuell

Es nimmt Bezug zu Österreich und dessen Positionen zu vielen brisanten Themen, wie dem Beamtenapparat, geschützte Werkstätten, die Umweltpolitik, die Verstaatlichte, den Antisemitismus.

Gut aufgebaute Dialoge und pointierte Formulierungen geben beim Lesen das Gefühl, daß jedes einzelne Wort, ja, sogar jeder i-Punkt auf dem richtigen Platz steht. Das Stück ist sprachlich ausgezeichnet und sicher.

Die KURUZZEN sollen 1996 im Rahmen eines prominenten österreichischen Theaterfestivals uraufgeführt werden.

KURUZZEN von Dr. Erwin Riess, Literaturedition Niederösterreich, 1993

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