Buchtipp: Selbstbestimmt leben – Erzählungen aus dem Leben mit Persönlicher Assistenz

Wie lebt es sich eigentlich mit Persönlicher Assistenz und wie ist es, als Persönliche Assistenz zu arbeiten?

Selbstbestimmt leben - Erzählungen aus dem Leben mit Persönlicher Assistenz
Bibliothek der Provinz

Das beschreibt das Buch des ehemaligen Nationalratsabgeordneten Franz-Joseph Huainigg. Ein guter und lebensnaher Einblick in den Beruf der Persönlichen Assistenz.

„Persönliche Assistentinnen sind tolle Menschen, die mich unterstützen und mir helfen, dass ich heute ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führen kann“, schreibt Franz-Joseph Huainigg in der Einleitung seines Buches „Selbstbestimmt leben – Erzählungen aus dem Leben mit Persönlicher Assistenz“.

In fünf Kapiteln erzählt Huainigg im Buch über Jahrzehnte mit Persönlicher Assistenz. Dabei wird der Alltag nicht nur aus der Sicht des Autors geschildert, sondern auch aus der Sicht seiner zahlreichen Assistentinnen und Assistenten, die ihn im Laufe der Jahre begleitet haben und immer noch begleiten.

Ein lebensnahes und vielseitiges Buch

Die Erzählungen sind vielfältig und reichen von lustigen Anekdoten über schwierige Erlebnisse bis zu Abläufen, die zum Assistenzleben dazugehören, wie zum Beispiel: Wie ist es, wenn eine Persönliche Assistentin neu anfängt?

Besonders deutlich wird auch das Spannungsverhältnis bzw. die Unterscheidung zwischen Pflege und Persönliche Assistenz thematisiert. Gerade weil im Alltag von Franz-Joseph Huainigg die Übergänge von Assistenztätigkeiten zu Pflegetätigkeiten sehr fließend sind.

Der Autor beschreibt, wie er Pflegetätigkeiten, wie zum Beispiel seine Beatmung in seinen Alltag integriert. Auch wenn sich die zahlreichen Beispiele mit dem Beatmungsgerät abenteuerlich anhören, zeigen sie, dass auch Persönliche Assistentinnen und Assistenten nach einer Einschulung solche Tätigkeiten routiniert durchführen können.

Neben persönlichen Ratschlägen, sowohl von Seiten des Autors als auch von Seiten der Assistentinnen und Assistenten gibt es auch immer wieder Best-Practice-Beispiele. Schwarz-Weiß-Fotos illustrieren die geschilderten Ereignisse.

Fazit: lesenswert

Das Buch von Franz-Joseph Huainigg gibt – auch wenn es selbstverständlich nur seine Erfahrung mit Persönlicher Assistenz wiedergibt – einen guten Einblick in den Alltag mit Assistenz.

Besonders erfrischend ist, dass die Erzählungen nicht nur aus seiner Sicht geschildert werden, sondern auch die Persönlichen Assistentinnen und Assistenten zu Wort kommen.

Das ist nicht nur wichtig, weil man so beide Seiten des Berufsfeldes kennenlernt und verschiedene Blickwinkel sieht, sondern es zeigt auch den Respekt des Autors vor dieser Berufsgruppe, die er selbst als „kostbaren Schatz“ bezeichnet.

Das Buch zeigt klar, dass Assistenz mehr ist als bloße Körperpflege, es ist gelebte Inklusion im Spannungsverhältnis zwischen Geben und Nehmen. Es ist ein Beruf, der Vertrauen und ein Sich-aufeinander-Einlassen erfordert, wie es in wenig anderen Berufsfeldern gegeben ist.

Gerade in der heutigen Zeit, in der der Beruf der Persönlichen Assistenz noch immer nicht genügend bekannt ist und oft mit Pflege verwechselt wird, ist es wichtig, Geschichten aus dem Leben mit Persönlicher Assistenz zu lesen.

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