BürgerInnenkonferenz stellt Empfehlungen vor

Vom 20. bis 23. Juni fand im Großen Sendesaal des Radiokulturhauses die erste BürgerInnenkonferenz zum Thema "Geneteische Daten: woher, wohin wozu?" statt. Die daraus abgeleiteten Emfpehlungen können nun nachgelesen werden.

Forscherin im Labor
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Die BürgerInnenkonferenz fand nach dem Vorbild des in Dänemark entwickelten Konzeptes der Konsensuskonferenzen statt. In einer Begleitpublikation heißt es: „Eine BürgerInnenkonferenz dreht die üblichen Verfahren der Technikfolgen-Abschätzung oder Technologiebewertung um: Nicht ExperteInnen bewerten in nichtöffentlichen Experten- oder Enquete-Kommissionen eine bestimmte neue Technologie, sondern BürgerInnen, die bezogen auf das Thema Laien sind, sich aber kundig gemacht haben. Diese bewerten ein technolgosches Thema anhand anderer Maßstäbe als die ExpertInnen, die selbst Teil des Feldes sind.“

Über eine repräsentative Zufallsstichprobe wurden zwölf BürgerInnen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund ausgewählt. In zwei Wochenendworkshops haben sie sich auf die Konferenz selbst vorbereitet: Sie erarbeiteten anhand von schriftlichem Material Fragen, die bei der Konferenz mit selbst gewählten Auskunftspersonen diskutiert werden sollten.

So schlecht besucht die Konferenz selbst war, so intensiv liefen die Diskussionen am Podium. Die Rolle der Ethikkommissionen, genetische Beratung, Information, rechtliche Regelungen, Forschungspolitik und Forschungsinhalte, gendiagnostische Screenings, Kriminaltechnik und Datenschutz waren die Themen, die zur Debatte standen.

Am 23. Juni wurde die Stellungnahme der BürgerInnenkonferenz an den Vorsitzenden des Rats für Forschung und Technolgieentwicklung, Dr. Knut Consemüller, übergeben. Am 4. Juli wird sie dem Präsidenten des Nationalrates, Dr. Andreas Khol, überreicht, der sie den Abgeordneten zum Nationalrat zur Verfügung stellen wird.

Die gesamte Stellungnahme ist auf der Website von Dialog:Gentechnik nachzulesen.

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