Heinz Fischer eröffnet Büro von Licht für die Welt

Bundespräsident eröffnet „Licht für die Welt“-Büro

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 30. November 2006 wurde das neue barrierefreie "Licht für die Welt"-Büro im 12. Wiener Bezirk durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer eröffnet.

„Unser Engagement zielt darauf ab, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können“, heißt es im Leitbild der österreichischen Fachorganisation Licht für die Welt so Geschäftsführer Rupert Roniger.

Das bedeute natürlich nicht nur bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit Barrieren zu überwinden, sondern „für Menschen mit Behinderung gleiche Chancen und Rechte im täglichen Leben sicherstellen“. Einen Schritt in diese Richtung stellen die neuen barrierefreien Räumlichkeiten der Organisation im 12. Wiener Gemeindebezirk, Niederhofstraße 26, dar.

Das Spektrum der Maßnahmen ist weitreichend und erstreckt sich von einem Blinden.Leitsystem von der nächstgelegenen U-Bahn-Station über Rampen, barrierefreie WCs, kontrastreiche Beschilderung bis zu selbstöffnenden Türen. Besonders dankte die Organisation DI Monika Anna Klenovec, die dafür federführend tätig war.

„Chancengleiche Partizipation“

„All dies ist Voraussetzung für die chancengleiche Partizipation behinderter Menschen am Vereinsleben von ‚Licht für die Welt‘ – sei es als ehrenamtliche oder hauptamtliche Mitarbeiter, Unterstützer oder Gäste“, erläutert Roniger. Stolz sei man, dass es gelungen ist behinderte Menschen für das hauptamtliche Team zu gewinnen. Seit kurzer Zeit ist weiters eine blinde Person Teil des Vorstandes.

Zentrale Aufgabe des Wiener Vereinsbüros ist die Koordination der über 75 Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa, wo sich das Bemühen auf die medizinische und therapeutische Versorgung augenkranker, blinder und anders behinderter Menschen richtet.

Eröffnung des Büros

Eine Vielzahl an Prominenz war bei der durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer durchgeführten Eröffnung des Büros anwesend. Bischof Sturm, Weihbischof Krätzel und Bischof Heitz führten eine Ökumenische Segnung der Räumlichkeiten durch. Im Anschluss gab es Kurzvorträge zum Thema Menschenrecht und Entwicklungszusammenarbeit.

Besonders angenehm war die spürbare gleichberechtigte Einbindung von behinderten Menschen in die Organisation „Licht für die Welt“ sowie im Rahmen der Veranstaltung. Dieser Prozess der Einbindung wurde vor Jahren gestartet und hat mit der Eröffnung der barrierefreien Räumlichkeiten einen sehr wichtigen Zwischenschritt geschafft.

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0 Kommentare

  • Das Bild, welches sich ein Bundespräsident, die Präsidentschaftskanzlei, Regierungsvertreter bzw. sonstige tragende Staatsorgane von einer Situation machen, wird wohl durch Vertreter eines in sich geschlossenen Systems, welches auf Selbsterhaltung und Selbstdarstellung konzentriert ist, mehrfach gefiltert sein. Nur so kann ich mir die Ignoranz gegenüber Behördenwillkür, undurchschaubare Bürokratie und inkompetente Politik erklären. Selbst die direkte Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen (so dies überhaupt gelingt) bringt wenig, da diese meist selbst auf dem Weg nach „oben“, durch die Schule dieses Systems geprägt wurden.

  • Auch die Präsidentschaftskanzlei läßt Behinderte im Stich, so daß es notwendig ist, daß sich Behinderte in zwei Verfahren bereits an den EUROPÄISCHEN GERICHTSHOF FÜR MENSCHENRECHTE wenden mußten, trotz vorangegangener Interventin in der Präsidentschaftskanzlei! Es ist anzunehmen, daß der Herr Bundespräsident nicht ausreichend über die Vorgangsweise der Präsidentkanzlei informiert ist!