Bures: Ambulanzgebühren sind „unsozial und gesundheitspolitisch absurd“

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures hält es für erwiesen, dass die Ambulanzgebühren nicht reformiert oder korrigiert werden können - "man muss sie sofort abschaffen".

Doris Bures
Rigaud@Shotview

Wie Bures in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl nach einem Besuch der Ambulanzen im Wiener Hanusch-Krankenhaus erläuterte, haben die derzeitigen Ausnahmeregelungen zahllose Ungerechtigkeiten und Fehlsteuerungen zur Folge. „Die Ambulanzgebühren sind unsozial und gesundheitspolitisch absurd“, betonte Bures.

So seien Krebspatienten – ganz entgegen der verbreiteten Ansicht – nicht generell von der Ambulanzgebühr befreit, nur Strahlen- oder Chemotherapie sei ausgenommen. Tumorpatienten müssen sich aber sehr häufig auch anderen ambulanten Behandlungen unterziehen, für die sie unterschiedslos zahlen müssen, kritisierte Bures. Bures wies darauf hin, dass sich die Österreichische Krebshilfe, die 30.000 Tumorpatienten betreut, an die SPÖ gewandt hatte.

Außerdem sei es ein ganz besonderer Beleg für die Absurdität des Lenkungseffekts der Ambulanzgebühren, dass auch von Patienten in Spezialambulanzen Gebühren verlangt werden. So würden jetzt Gehörlose, für die endlich Gehörlosenambulanzen eingerichtet wurden, wo sichergestellt ist, dass es zu keinen Fehlbehandlungen aufgrund von Kommunikationproblemen kommt, wieder zum praktischen Arzt „gelenkt“. Der Verband der Gehörlosen unterstützt die Forderung nach einer Abschaffung der Ambulanzgebühren.

Als weiteres Beispiel wies Bures darauf hin, dass Patienten, denen ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde, alle sechs Monate in der Ambulanz eine technische Überprüfung vornehmen lassen müssen. Auch diesen Ambulanzpatienten werden die Ambulanzgebühren in Rechnung gestellt.

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