Caritas und Lebenshilfe fordern barrierefreies Bundesbudget

Sie kritisieren die drohende Fortsetzung einer Sparpolitik, die aus ihrer Sicht die Inklusion gefährdet und bestehende Barrieren verschärft.

Pressekonferenz Caritas und Lebenshilfe: Klaus Schwertner (Caritas Wien), Selini Sahinci (Interessenvertreterin Caritas), Thomas Baumgartner (Interessenvertreter Lebenshilfe), Philippe Narval (Generalsekretär Lebenshilfe Österreich) mit Transparent: Dieses Budget ist nicht barrierefrei!
Johannes Hloch

In einer Pressekonferenz am 13. April 2026 in Wien äußerten die Selbstvertreter:innen Thomas Baumgartner (Lebenshilfe) und Selin Sahinci (Caritas) in Wien gemeinsam mit der Vertretern der Caritas und der Lebenshilfe massive Befürchtungen hinsichtlich der laufenden Verhandlungen zum Bundes-Doppelbudget.

Hintergrund dieser Warnungen ist die angespannte Lage für Menschen mit Behinderungen, deren Arbeitslosigkeit im Jänner 2026 um 13,9 % gestiegen ist und deren Armutsgefährdung mit 21,5 % bereits deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Die Beteiligten mahnten die Bundesregierung, in den Verhandlungen keine weiteren Kürzungen bei zentralen Instrumenten wie dem Ausgleichstaxfonds vorzunehmen, da dort laut aktuellem Budgetpfad ein Rückgang der Bundesmittel von 65 Millionen auf 15 Millionen Euro bis zum Jahr 2029 im Raum steht.

Die Selbstvertreter:innen fordern stattdessen die Einhaltung der UN-Behindertenrechtskonvention durch eine armutsfeste Sozialhilfe und den Übergang von Taschengeld-Modellen zu echter sozialversicherungspflichtiger Entlohnung.

Zudem wurde eindringlich davor gewarnt, Ressourcen in Sonderschulen statt in inklusive Regelschulen zu investieren, da dies die langfristigen Chancen am Arbeitsmarkt massiv verschlechtert.

Siehe: Lebenshilfe Österreich, Caritas Wien

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