CBMF: Schluss mit Sparmaßnahmen beim Pflegegeld

Die ÖAR startete eine Petition zur Pflegeabsicherung und sammelte gemeinsam mit vielen Behindertenverbänden rund 20.000 Unterschriften, welche heute an Parlamentsdirektor Harald Dossi übergeben wurde.

Übergabe Petition zur Pflegeabsicherung 20150707
CBMF

Seit Anfang 2015 ist der Zugang zu den Pflegestufen 1 und 2 deutlich erschwert. Davon sind jedes Jahr geschätzte 6.000 Menschen betroffen, die dadurch kein oder nur ein geringeres Pflegegeld erhalten.

Bereits im Jahr 2011 sind die Zugangskriterien für diese Pflegegeldstufen erhöht worden, wodurch innerhalb von vier Jahren die Anspruchsvoraussetzungen in der Pflegegeldstufe 1 von mehr als 50 Stunden Pflegebedarf auf mehr als 65 Stunden Pflegebedarf und in der Stufe 2 von mehr als 75 Stunden auf mehr als 95 Pflegebedarf erhöht worden sind.

„Dies trifft vor allem jene Menschen mit Pflegebedarf, die sich mit dem Pflegegeld ergebenden viel zu geringen durchschnittlichen Stundensatz ohnehin keine professionelle Pflegehilfe zukaufen können, wo aber die Unterstützung von Angehörigen ermöglichen würde, weiterhin in der eigenen Wohnung zu leben. Diese Verschlechterung wird dazu führen, dass es sich pflegende Personen nicht mehr leisten können, ihre Angehörigen zu betreuen und den Betroffenen schließlich nichts anderes übrig bleibt, früher oder später stationäre Hilfe in einem Krankenhaus oder Pflegeheim in Anspruch zu nehmen, was letztlich weit höhere Kosten für die öffentliche Hand verursachen wird und keinesfalls den erhofften Kostendämpfungseffekt bewirken kann.“, zeigt sich ÖAR-Vizepräsident und CBMF-Präsident Klaus Widl mehr als verwundert über diese Kürzungspolitik.

Auf die jährliche und automatische Valorisierung des Pflegegeldes warten die Bezieherinnen und Bezieher praktisch seit deren Einführung, was zu einem erheblichen Wertverlust führte.

Um den Forderungen entsprechenden Nachdruck zu verleihen, versammelten sich nach Übergabe der Petition zur Pflegeabsicherung zahlreiche Mitglieder des CBMF vor dem Parlament.

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