Chancengleichheit – andere Länder, andere Wege?

Unter diesem Titel veranstaltet die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation heute ihren "Nationalen Informationstag 2004".

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Das Thema wurde von der Europäischen Kommission vorgeschlagen, um den Aufbau von Netzwerken mit den neuen EU-Staaten voranzutreiben.

Der Vormittag steht ganz im Zeichen der Entwicklung des österreichischen Behindertengleichstellungsgesetzes. Juristen, Ministeriumsbeamte, behinderte Menschen selbst und Behindertenvertreter diskutieren zum vorliegenden Entwurf.

Ingemar Färm vom Europäischen Behindertenforum (EBF) in Brüssel referiert über den Know-How-Transfer des EBF mit den neuen EU-Ländern. Das EBF hat sich auch dafür stark gemacht, dass Behindertenangelegenheiten in den Beitrittsverhandlungen berücksichtigt werden. Durch diese Aktivitäten konnte ein umfangreiches Wissen über die Situation der Menschen mit Behinderungen in diesen Staaten gewonnen werden. Das Projekt zur Unterstützung der neuen EU-Staaten wurde über das EU-Programm „Phare“ eingereicht.

Dr. Lajos Hegedüs, Präsident des Dachverbandes der ungarischen Behindertenverbände, stellt in seinem Statement über „Recht und Wirklichkeit in Ungarn“ fest, dass in Ungarn trotz der neuen rechtlichen Ordnung noch immer die Reflexe der Vergangenheit spürbar seien, und zwar: „Es genügt für die behinderten Menschen, mit sozialen Mitteln versorgt zu werden; es ist nicht nötig, sie selbst in die Entscheidungen mit einzubeziehen.“ Ein anderes Problem, so Hegedüs, seien die knappen finanziellen Ressourcen.

Die Gründung der slowenischen Behindertenbewegung, so führt Štefan Kušar aus, ist auf die 60iger Jahre, die Zeit des vereinten Jugoslawiens, zurückzuführen. In den vergangen Jahren entwickelte sich eine echte Kultur der Zusammenarbeit zwischen den Behindertenvereinen.

Dr. Maria Bruckmüller, Ehrenpräsidentin der Lebenshilfe Österreich, Franz Wolfmayr, Chance B, Gleisdorf, und Prof. Klaus Miesenberger von der Universität Linz stellten transnationale Projekte aus den vergangenen Jahren vor. Die Lebenshilfe Österreich leistete über die europäische Dachorganisation Inclusion Europe vor allem Know How-Transfer in Ungarn und Slowenien.

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