Deutschland: Cl-Implantation zwangsweise?

Eltern sollen gezwungen werden, ihr Kind CI implantieren zu lassen. Davor warnt Karin Kestner.

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Aufgrund der Anzeige des Chefarztes einer HNO-Klinik soll jetzt eine Richterin über die beidseitige Implantation eines zweijährigen gehörlosen Kindes gehörloser Eltern entscheiden.

Auf ihrer Webseite schreibt die Verlegerin und Gebärdensprachdolmetscherin, dass sich der Chefarzt der HNO-Klinik Braunschweig dazu verstiegen habe, Eltern beim Jugendamt (über eine große Rechtsanwaltskanzlei) anzuzeigen. Das Jugendamt hat den Fall dem Familiengericht übertragen. Am 20.11. 2017 gibt es eine erste Anhörung in einem südniedersächsischen Familiengericht (Amtsgericht).

„Es wird also eine Richterin zum ersten Mal in Deutschland damit auch indirekt über das Schicksal von jährlich ca. 1000 neugeborenen gehörlosen Kindern entscheiden müssen und einen Präzedenzfall schaffen“, stellt Kestner fest.

Die Konsequenz wäre, dass dann alle gehörlosen Kinder der nächsten CI-Klinik zugeführt würden.

Denn, so begründet der Prof. der Klinik – Zitat: „Die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben, die für uns wie für jeden anderen in dieser Position gelten, sehen gerade bei diesen Patienten vor, dass in Fällen, in denen eine medizinische Behandlung gravierenden Einfluss auf die Lebensführung haben kann, weder der Behandler noch die Sorgeberechtigten nur allein und unbegleitet eine Entscheidung treffen, sondern eine fachkundige externe Unterstützung hinzugezogen werden kann.“

 
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