Covid-19: Schließt Großbritannien Menschen aufgrund von Behinderungen von medizinischen Maßnahmen aus?

Erschreckende Medienberichte legen dies nahe. Ein Kommentar.

Flagge Großbritannien
Chris Lawton on Unsplash

Unter anderem geht aus einem Artikel der CNA (Catholic News Agency) vom 15. Februar 2021 hervor, dass bei der Überweisung in eine Intensivstation ein Algorithmus zur Anwendung kommt, der Menschen mit Lernschwierigkeiten als „potenziell gebrechlich“ und daher „nicht für die Pflege in der Intensivstation geeignet“ einstufe.

Ähnliches berichtet, dem Artikel der CNA zufolge, die Organisation Mencap, die Menschen mit Lernschwierigkeiten unterstützt. Diesen werde gesagt, dass sie im Falle einer Covid-Infektion keine Wiederbelebungsmaßnahmen erhalten würden.

Diese Situation dürfte auch Menschen mit anderen Behinderungen betreffen

Laut einem Artikel der schottischen Tageszeitung Daily Record wurde für einen gehörlosen Mann im Rahmen einer Routine-Untersuchung die Erlaubnis zur Unterlassung von Wiederbelebungsmaßnahmen erteilt, ohne sein Einverständnis eingeholt zu haben. Begründet worden sei dies mit Verständigungsproblemen, obwohl dem Mann eine Übersetzung in Britische Gebärdensprache zugestanden wäre.

Mittlerweile wird von mehreren Seiten dringend Aufklärung gefordert.

Abwertung des Lebens von Menschen mit Behinderungen inakzeptabel

Nachdem ich mich in die verlinkten Artikel zu den Recherchen, unter anderem des Guardian, oder zur Studie von Public Health England über erschreckend hohe Todeszahlen unter Menschen mit Lernschwierigkeiten, eingelesen habe, bin ich heilfroh als Mensch mit Behinderung in Österreich zu leben.

Mir fehlen einfach die Worte! Anders als in Großbritannien wurden Menschen mit Behinderungen hierzulande bei der Impfung schlussendlich priorisiert.

 „Der NHS (National Health Service, Anm. d. Redaktion) ist dazu da, alle kranke Patienten zu behandeln – und nicht nur die nicht-behinderten Kranken. Diese ‚De-Priorisierung‘ der Schutzbedürftigen ist nicht nur ethisch falsch. Es gibt auch keine medizinische Rechtfertigung dafür“, wird der Ordenspriester Dr. Patrick Pullicino, ehemaliger Leiter der Abteilung für Neurologie und Neurowissenschaften an der New Jersey Medical School (USA), abschließend zitiert.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Ein Kommentar

  • Ich bin zutiefst erschüttert.. das darf doch nicht wahr sein… das erinnert an die NS-Zeit.