Darf man in den USA betrunken Rollstuhl fahren?

James Greene, Elektrorollstuhlfahrer, aus dem US-Bundesstaat Oregon wurde wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen und verurteilt, weil er am Zebrastreifen mit einem Auto kollidierte. Berufungsgericht revidiert Urteil!

Das Muster eines Zebrastreifens in Nahaufnahme.

Betrunken Rollstuhl fahren kann weitreichende Folgen haben! Als James Green 2012 mit seinem Elektrorollstuhl auf einem Zebrastreifen ein fahrendes Auto touchierte, wurde er von der Polizei festgenommen, da er alkoholisiert war. Das Gericht und eine Jury entschied: Schuldig wegen Trunkenheit am Steuer!

Es wurde ihm für 3 Jahre der Autoführerschein entzogen und eine Geldstrafe in der Höhe von $ 1500 verhängt.

Berufung gegen Urteil

Der Mann akzeptierte das Urteil nicht und sein Anwalt argumentierte, dass die vorherige gerichtliche Instanz ein Fehlurteil gefällt hatte, weil sie Elektrorollstuhlfahrer mit Fahrradfahrern gleichsetze. Dies sei laut Gesetz im US-Bundesstaat Oregon aber nur auf Fahrradwegen zulässig.

In anderen Gesetzen steht sogar, dass Rollstuhlfahrer in Situationen für Fußgänger auch als Fußgänger gewertet werden sollen. Genauer steht sogar: „Fußgänger sind Personen die zu Fuß oder im Rollstuhl unterwegs sind“. Eine Unterscheidung zwischen elektrischen und manuell betriebenen Rollstuhl treffen die Gesetze in diesem Fall nicht.

Das Gericht urteilte, dass Elektrorollstühle nur in ganz engen Grenzen, wie zum Beispiel auf Fahrradwegen als Fahrzeug gewertet werden dürfen.

Hier kann man sich das Urteil des Berufungsgerichtes James Green vs. State of Oregon herunterladen (PDF, englisch).

Darf man also betrunken Rollstuhl fahren?

Darf man jetzt also in den USA betrunken Rollstuhl fahren? Auf Fußgängerwegen im US-Bundestaat Oregon ja, ansonsten kommt es auf die jeweiligen Gesetze des Bundesstaates an. Man sollte es also lieber nicht riskieren, wenn man die Gesetzeslage nicht genau kennt.

In vielen Ländern gibt es schon unterschiedlichste Urteile zu diesem Thema, sodass es nicht einfach ist, zu wissen, ob man gerade ein Straftat begeht oder nicht. Es kann auch anders ausgehen wie in diesem Fall in Norwegen: Alkohol am Steuer – auch für Rollstuhlfahrer?

Deshalb: Lieber nicht betrunken Rollstuhl fahren!

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4 Kommentare

  • Und was heißt betrunken genau? Über 0,0 Promille oder 0,5 % Promille?

    • Hallo Martin Wolkersdorfer,
      du schreibts,daß eine Untersuchung im Auftrag des Nationalrates an der UNI Salzburg ergab :Alkoholkonsum bis 0,2 oder 0,3 verbessert die Stimmung und auch die Reaktionsfähigkeit . Ist das echt ernst gemeint ??? Gibts diese Studie wirklich ?
      Jedem Pilot was zum Trinken vorm Abflug,auch den Fluglotsen im Tower ?
      Dem Chirurg und OP-Personal für bessere Stimmung und höhere Reaktionsfähigkeit ?
      Dem Schulbuschauffeur für mehr Fun mit den Kids und höhere Reaktionsfähigkeit ?
      Den OberstufenSchülern und Lehrern vor Schularbeiten :gute Stimmung im Klassenzimmer und reaktionsschnell bei der Lösung der Aufgaben ?
      Der Kindergärtnerin für mehr fun mit den Kleinen und schnelle Reaktion, wenn eines von der Schaukel fällt, ein Schluckerl vor Dienstbeginn ?
      Dem Polizisten ,damit er schneller zur Seite springen kann,wenn er attakiert wird und
      seine Stimmung happy und heiter bleibt dabei ?
      Diese Liste könnt jetzt jemand anderer fortsetzen …..
      Auf welcher Droge sind denn die Leute auf der UNI in Salzburg ? Und das traut sich der Österr.Nationalrat noch zu veröffentlichen ? „Have a drink „- und du bist reaktionsschneller und besserer Stimmung als die „Nüchternen“ in allen Lebenslagen ?
      Mit der Veröffentlichung dieser Studie war der Nationalrat ein bissl zu reaktionsschnell und die UNI in wohl in besonders guter „Stimmung“. Bei denen hat es also gewirkt offensichtlich mit dem Alkoholkonsum von 0,2-0,3 ? Oder war es da sogar etwas mehr……….

  • Rausch stellt immer eine Gefahr dar, weil die Berauschten gewaltbereiter als der durchschnitt sind und zugleich unter herabgesetztem Urteilsvermögen leiden, das heißt also blöder und aggressiver sind. Wenn schon die alkoholisierte Person nahezu eine tickende Zeitbombe darstellt, bringt sie jeder Alltagsgegenstand zur Explosion. Sie können sich einen Messerstich einhandeln, weil Sie leider zu laut atmen. Alkohol macht aus einem schlechten Charakter einen miesen, aus miesem einen katastrophalen. Jemand mit gutem Charakter trinkt keinen Alkohol, sonst hätte er keinen guten.
    Dabei ist bei Alkoholkonsumenten ohnehin von einem geringeren Intelligenzniveau auszugehen, da kein vernünftiger Mensch auf die Idee käme, sich Nervengift reinzuschütten. Es handelt sich um großgewordene Kinder, die ganz egoistisch hinter dem schnellen Glück her sind.

    Und wer meint, dass ein Rollstuhlfahrer, der sein Fahrzeug nicht beherrscht, nicht gefährlicher als ein Fußgänger ist, der möge sich bitte von so einem über den Haufen rollen lassen.

    Alkoholisiert zu rollen ist ein mieser Zug und keine Frage des Geschmacks. Ja, es ist ein rechtliches Problem, wie denn nun ein entstandener Schaden zu qualifizieren ist, der so nicht hätte entstehen können, wäre der betrunkene tatsächlich ein Fußgänger gewesen.
    Aber: Es ist ein rein rechtliches Problem. Ein Rollstuhlfahrer ist kein Fußgänger und hat selbstverständlich deshalb mehr Verantwortung an den Tag zu legen. Er wird wohl auch nicht auf die Idee kommen, über eine Treppe zu rollen.
    Den Artikel finde ich ziemlich daneben. Er liest sich wie eine Art Rechtsanleitung zum Alkoholgenuss. Dabei ist schon der erste Schluck anzeichen für ein größeres Problem. Der Gesetzgeber hat es bisher verabsäumt zu handeln, weshalb Österreicher insgesamt ein ausgewachsenes Alkoholproblem haben. wenigstens auf diesem Gebiet hat es dieses Land weit gebracht. das kann ich mir nur mit dem an sich schon hirnzersetzenden Katholizismus erklären. Bei anderen Gruppen, die für sich selbst und andere eine Gefahr darstellen, hat er Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

    • Alkoholkonsum bis 0,2 oder 0,3 Promille verbesserte Stimmung und auch die Reaktionsfähigkeit. Das sind die Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen wie Sie auch hier an der Universität Salzburg im Auftrag des österreichischen Nationalrates anlässlich der Diskussion um die Absenkung der Alkoholgrenze durchgeführt wurden.

      Vielen passt dies nicht, denn einen, weil sie für 0,0 % sind, den anderen, weil sie für 0,8 oder mehr sind. Es nützt aber nicht, sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse hinwegzusetzen und den Taliban zu spielen.