DAS DREIECK: Wie inklusiv ist der Eurovision Song Contest 2026 wirklich?

Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) findet 2026 vom 11. bis 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt. Aus diesem Anlass stellt die Sendereihe „DAS DREIECK“ die Frage, was macht der ESC in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit?

4 Personen sitzen um einen runden Tisch. Im Hintergrund steht an der Wand: DAS DREIECK
DAS DREIECK

Im Mai 2026 wird Wien zu der größten Bühne Europas an die 100.000 Menschen werden den Eurovision Song Contest (ESC) besuchen, rund 35 Länder werden am Musikwettbewerb teilnehmen.

In der ersten Ausgabe der neuen Staffel der Sendereihe DAS DREIECK geht es um die Frage wie inklusiv der ESC tatsächlich ist.

Die Moderatorinnen Katja Ilnizki (FS1) und Katharina Obermayer (OKTO) sprechen mit Matthias Friedrich, Deputy Head of Event des ORF, und Ivana Veznikova, Moderatorin OKTO-Sendereihe PERSPEKTIVENWECHSEL über die Schritte, die der Eurovision Song Contest in Richtung Inklusion setzt und noch setzen wird, darüber was Menschen mit Behinderungen wichtig ist und was das Musikevent für die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen bedeutet. Zudem gibt es einen Beitrag mit der Fußkeyboarderin Liz Müller.

Für die OKTO-Moderatorin Ivana Veznikova war der Eurovision Song Contest (ESC) ein Fixpunkt ihrer Jugend und ein lustiger Fernsehabend mit Freunden. Heute ist für die Rollstuhlfahrerin wichtig, dass Menschen mit Behinderungen sowohl als Zuschauer:innen, als aktive Gestalter:innen auf und hinter der Bühne teilhaben können.

Für Matthias Friedrich (ORF) ist der ESC eine große Herausforderung. Barrierefreiheit, betont er, ist dabei nicht ein bloßes Schlagwort, sondern wird von Anfang an mitgedacht: „Behinderung ist ein Teil der Gesellschaft und deshalb müssen wir auch zukünftig alles tun, um so ein Event immer inklusiver zu gestalten“.

Es wird sich schon 2026 sehr darum bemüht, sich Inklusion nicht nur auf die Fahnen zu schreiben, sondern sie tatsächlich umzusetzen.

Die Maßnahmen beinhalten z.B. speziell geschultes Personal, Mitarbeiter:innen die selbst eine Behinderung haben, Infopoints, barrierefreie Toiletten sowie spezielle Rückzugsbereiche für neurodivergente Menschen. Zudem wird die Musik für Menschen mit Hörbehinderung erlebbar gemacht.

Auch wenn sich schon jetzt sehr um Barrierefreiheit bemüht wird, darf der derzeitige Stand niemals als ausreichend betrachtet werden. Ivana Veznikova betont, dass alles, was getan wird, ein Ansporn sein muss, um über neue Dimensionen der Barrierefreiheit nachzudenken.

Inklusion und Barrierefreiheit heißt natürlich auch, dass Menschen mit Behinderungen auf dieselbe Weise dabei sein können wie ohne Menschen mit Behinderungen. Das heißt keine extra Eingänge und keine extra Plätze abgeschieden von anderen. Die Inklusion endet nicht im Zuschauerraum, sondern muss natürlich auch die aktive Mitgestaltung eines Events beinhalten. Es gibt 30 Freiwillige mit Behinderungen und ein eigenes Casting für gehörlose Performer:innen.

Auf der OKTO Website gibt es die Sendung „ESC-Wirklich ein Event für alle?“ zum Nachsehen.

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