Das neue Apollokino

"100 Millionen Schilling Renovierungskosten, und von sieben Sälen ist nur ein einziger behindertenfreundlich! Gemeinheit!" dies schrieb Täglich Alles nach der Premiere.

Apollo-Kino
Wikipedia

Unser Wien – eine Zeitschrift der Stadt Wien (Presse- und Informationsdienst) – hingegen berichtete pflichtbewußt:

„Kinopalast mit modernster Technik:

Rund 13 Monate waren Hunderte Leute damit beschäftigt, der alten Hülle des Apollo-Kinos ein neues Innenleben von internationalem Format zu verpassen. Die Innenraumgestaltung besticht durch ihr Konzept. Dazu Architekt Kral: „Wir haben uns einfach auf das Wesentliche konzentriert. Was an Einrichtungen gespart wurde, hat man in modernste Technik investiert.“

Wenn man in Wien unter „internationalem Format“ versteht, daß behindertenfeindlich gebaut wird, heißt dann wahrscheinlich „auf das Wesentliche konzentriert“, daß man bei 100 Millionen Schilling Umbaukosten kein Geld mehr für einen Aufzug hatte. Weil wie sagt schon der Architekt Kral: „Was an Einrichtungen gespart wurde, hat man in modernste Technik investiert.“

Der Widerstand der Betroffene RollstuhlfahrerInnen wächst. Mich würde es nicht wundern, wenn das Apollokino in Zukunft häufig medienwirksam bestreikt wird.

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