Das Recht des Einsatzes der Gebärdensprache als Kommunikationsmittel

Wir bringen hier die Rede von Boutros-Boutros-Ghali, UN-Generalsekretär, Wien, im Juli 1995:

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Die letzten Dekaden zeigten ein überwältigendes Wachstum an Bewußtsein und Umfang der internationalen Menschenrechtsvertretung für Personen mit Behinderungen.

Als ein Ergebnis davon hat die internationale Gemeinschaft durch die Generalversammlung ein Weltaktionsprogramm bezüglich behinderter Personen angenommen, welches einen soliden politischen Rahmen bietet, basierend auf Menschenrechtsperspektiven, Standardregeln zur Chancengleichheit für Personen mit Behinderungen, die globale Standards eingerichtet haben, welche durch einen effektiven Kontrollmechanismus unterstützt werden, und eine langfristige Strategie über Behinderungen wurde bekräftigt, die realistische und durchführbare Ziele zur Erfüllung festsetzt.

Diese drei übergreifenden politischen Dokumente reflektieren die fortschreitende Entwicklung der Programm- und Standardfestlegung im Bereich der Behinderung. Während jedes Dokument einem spezifischen Zweck dient, führen sie gemeinsam zu einem umfassenden Bemühen in der Politikerstellung und Durchführung.

Ich grüße die Teilnehmer des XII. Kongresses des Weltverbandes der Gehörlosen. Ich fordere sie auf, an den während der UN-Dekade für behinderte Menschen identifizierten Prozesse weiteraufzubauen, insbesondere an dem Recht der Gebärdensprache als Kommunikationsmedium unter Gehörlosen und der Anerkennung der besonderen Kommunikationsbedürfnisse von gehörlosen und taub-blinden Personen.

Die Impulse, die vom gegenwärtigen Zyklus der globalen Konferenzen ausgehen, einschließlich der Kairo-Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung, des Weltgipfeltreffens über Soziale Entwicklung in Kopenhagen und der kommenden „Vierten Internationalen Frauenkonferenz“ in Peking und Habitat II in Istanbul, müssen weiter fortgesetzt werden.

Die Prozesse, die diese Konferenzen in Bewegung gesetzt haben, werden mithelfen, die Behinderung in ein breites nationales und internationales Bild zu rücken, da Behinderung ein Teil des menschlichen Lebenszyklus ist und daher jeden betreffen muß.

In diesem Jahr feiern die Vereinten Nationen ihr fünfzigjähriges Bestehen; dieser Moment ist für die Erweiterung der Menschenrechtsagenda auf internationaler Ebene günstig. Der XII. Kongreß sollte die Erfahrung der Gehörlosengemeinschaft kritisch überprüfen; Lektionen und Inspirationen daraus ziehen und an einer erneuerten Vision und einem Konsens bauen und weiterführende Aktionen, die für die Erreichung des Endzieles einer Gesellschaft für alle erforderlich sind, betonen, einer Weltgesellschaft, in der behinderte Menschen ein natürlicher und integraler Teil jeder Gemeinschaft sind.

Diese Konferenz kann uns einen Schritt näher bringen, indem wir unsere Entschlossenheit zur Zusammenarbeit durch gemeinsame Ressourcen, Technologien, Erfahrungen und Wissen bestärken, können wir meßbar – und sogar dramatisch – dem allgemeinen historischen Ziel weiter entgegengehen, das durch das Internationale Jahr der behinderten Personen gesetzt wurde.

Ich wünsche Ihnen bei Ihren Überlegungen alles Gute.

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