Das Ruster Sparpaket hat zu Verschlechterungen und Diskussionen geführt

Aus dem KURIER vom 27. Juni 1997 bringen wir ein Interview, auf welches BIZEPS empört reagiert hat, und wir bringen auch die Antwort des Chefredakteurs Peter Rabl.

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BIZEPS

Gleichzeitig ist eine österreichweite Protestaktion gegen die Nicht-Valorisierung für die Jahre 1998 und 1999 angelaufen, bei der behinderte Menschen eine Inflationsabgeltung fordern.

Hier unser Protestbrief an den KURIER

„Ich habe es als sehr schlimm empfunden, daß die Chefredaktion es zuläßt, daß solche Interviews – die erneut eine Sozialschmarotzerdebatte auslösen – veröffentlicht werden. Die Redakteurin kann sich – als nichtbehinderte Frau – sicher nicht vorstellen, was es heißt, in allen Dingen des Lebens auf Hilfe und Unterstützung angewiesen zu sein, sonst könnte sie nicht so tendenziöse Fragen stellen.

All die Dinge, die für Sie selbstverständlich sind, wie z. B. Anziehen, Duschen, zur Toilette gehen etc., können behinderte Menschen nicht selbst tun – sie benötigen dafür Persönliche Assistenz oder Hilfe. Um teilweise 11 Schilling pro Stunde muß diese Hilfe geleistet werden. Ich fordere Sie daher dringend auf, sich dafür einzusetzen, daß das Pflegegeld valorisiert wird und bedarfsgerecht ausbezahlt wird.“

5 Fragen an Ministerin Prammer (SPÖ)

Mit Fraueniministerin Barbara Prammer ist die nächste Politikerin in das beliebte Spiel „Wie verunglimpfen wir behinderte Menschen“ eingestiegen. 5 Fragen an Ministerin Prammer (SPÖ)

Mit Fraueniministerin Barbara Prammer ist die nächste Politikerin in das beliebte Spiel „Wie verunglimpfen wir behinderte Menschen“ eingestiegen.

[ÖAR] In einem Kurier-Interview erklärte sie, es gäbe massenhafte Erfahrungen mit Fällen, wo das Pflegegeld fürs Enkerl auf einem Sparbuch landet.

Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) stellte in einem Fax daher fünf Fragen an die Ministerin, um zu überprüfen, ob sie weiß, wovon sie spricht. Die einzelnen Fragen:

  1. Wieviele behinderte Personen kennen Sie persönlich, die Pflegegeld beziehen?
  2. Wieviele von diesen Personen legen das Pflegegeld auf ein Sparbuch „für´s Enkerl“ an?
  3. Wieviel derartige „Enkerl-Pflegegeld-Sparbücher“ sind in Ihrem Ressort aktenkundig?
  4. Woher beziehen Sie ihre Informationen über die Verwendung des Pflegegeldes?
  5. Wie oft hatten Sie schon persönlichen, beruflichen Kontakt mit behinderten und pflegebedürftigen Menschen?

Die ÖAR wartet gespannt auf die Antworten von Ministerin Prammer.

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