Deklaration von Madrid

Vor einem Jahr - am 23. März 2002 - fand in Madrid der "Europäische Kongress von Menschen mit Behinderung" statt.

Deklaration von Madrid
EDF

Mehr als 600 VertreterInnen der europäischen Behindertenverbände und der Europäischen Kommission nahmen daran teil. Ziel war es, für das „Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003“ einen konzeptionellen Rahmen zu schaffen: Die Madrid-Deklaration (deutscher Text).

Die Deklaration von Madrid zeichnet ein Bild einer Gesellschaft für alle Menschen. Im Vorwort werden grundsätzliche Aussagen zum Stellenwert von mehr als 50 Millionen Europäern mit Behinderung getroffen. Darauf aufbauend werden der Leserschaft Visionen nähergebracht, wohin sich die Gesellschaft entwickeln sollte, um eine „Gesellschaft für alle“ zu werden. Konkrete Programme zur Verwirklichung dieser Visionen und Vorschläge für Aktionen auf unterschiedlichen Ebenen runden die Deklaration ab.

Die Madrid-Deklaration ist ein geeignetes Lobbying-Instrument, um die wichtigsten österreichischen und europäischen politischen Ziele zu erreichen: ein Behindertengleichstellungsgesetz für Österreich und eine Gleichstellungs-Direktive für die EU-Mitgliedsstaaten.

Die Deklaration ist geeignet, Personen zu informieren, die sich bislang nicht oder nur wenig mit den Anliegen von behinderten Menschen beschäftigt haben. Sowohl durch die Kürze der Deklaration, als auch durch die Nachvollziehbarkeit des Textes können auf diese Weise neue Partner zur Erreichung der Ziele gewonnen werden.

Die Deklaration bietet die Möglichkeit, sich in die Liste der Unterstützer einzutragen und diese Unterstützung über eine eigene Website zu veröffentlichen. Je mehr Personen und Verbände in dieser Liste aufscheinen, umso größer wird der politische Druck zur Umsetzung der Visionen.

Nicht zuletzt ist dieser Text in Kooperation mit der Europäischen Kommission entstanden. Es handelt sich also nicht alleine um die Forderungen von VertreterInnen behinderter Menschen, sondern auch um jenes Bild einer Gesellschaft, das die EU anstrebt.

Derzeit führt die ÖAR Workshops zu dieser Deklaration durch.

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