Den eigenen Alltag selbst gestalten

Das ist für die meisten erwachsenen Menschen selbstverständlich, für Menschen mit Behinderungen oft eine besondere Errungenschaft.

Adventskranz mit 2 brennenden Kerzen
BIZEPS

Ob Langschläfer oder Frühaufsteherin – selbst entscheiden: Wann stehe ich auf? Was ziehe ich an? Auf welches Essen habe ich heute Lust? Das sind mittlerweile bekannte Beispiele für Selbstbestimmung, aber es gibt noch andere Kleinigkeiten, die großen Wert haben können.

Was Persönliche Assistenz noch bewirken kann:

Kleine Freuden des Alltags – ein bisschen Adventstimmung, wer würde das nicht genießen? Dazu gehört ganz selbstverständlich Kerzenlicht. Eine Kundin erzählt begeistert, dass sie nun einen Adventkranz aufstellen kann, einen mit echten Kerzen.

Was viele nicht wissen: In Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen ist das Anzünden von Kerzen meistens strengstens verboten.

Bleibe ich bei einer Einladung länger, weil es gerade so richtig gemütlich ist? Für Menschen, die auf einen Fahrtendienst angewiesen sind, endet mitunter eine Freizeitveranstaltung sogar vorzeitig.

Sie sind (oder fühlen sich zumindest) genötigt, die Fahrt sofort anzutreten, damit sie wieder nach Hause kommen. Eine Persönlichen Assistentin oder einen Persönlichen Assistenten kann ich bitten, noch ein bisschen Platz zu nehmen.

Sicher gibt es auch jemanden, der oder die gerne Kekse backt und dabei Unterstützung benötigt. Vielleicht ist die Assistenznehmerin oder der Assistenznehmer backbegeistert, aber das heiße Backblech nicht sicher mit dem Rollstuhl zu transportieren, weil eine Hand mit dem Steuern des Rollstuhls beschäftigt ist.

Natürlich werden diese in Geschäften zum Kauf angeboten, aber vielleicht gehört es zur persönlichen Adventgestaltung, dass es in der Wohnung nach Vanillekipferln duftet.

Nur drei kleine Beispiele, die einen großen Unterschied machen.

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3 Kommentare

  • ich finde jede/r bewohnerIn, kundIn, teilnehmerIn sollte das recht auf einen besuchsdienst haben, besonders wenn das soziale umfeld sehr karg ist. betreuerInnen arbeiten oft unterbesetzt. unser sozialsystem darf nicht abgebaut werden, wie es sich einige politikerInnen vorstellen. Es soll und muss sich weiterentwickeln, da wir rasant an menschlichkeit verlieren und so uns selbst. stay real, stay human

  • Man könnte den Raum mit Vanillekipferlduft besprühen.
    Alle anderen Beispiele sind auch Ansichtssache. Wann ich aufstehe, bestimmt der Arbeitgeber und den tue ich mir nicht freiwillig an. Außerdem lässt sich die Sonne auch nicht dreinreden, wann sie den Tag beginnen will. Vor allem am Wochenende tut sie es zur Unzeit und ich verpasse deswegen immer das Frühstücksbuffet.

    • Wann sie aufstehen „bestimmt“ vielleicht unter der Woche der Arbeitgeber, und wie sieht es am Wochenende aus? Wenn man Langschläfer sein möchte kann man auch Vorhänge vor die Fenster geben, dann scheint sie auch nicht herein. ;)

      Die Beispiele sind eben das, was sie sind, Beispiele.