Der digitale Euro: Das Geld wird digital

Die Europäische Zentralbank plant eine digitale Form des Euro. Der digitale Euro soll sicher sein und von jedem einfach genutzt werden können, egal ob mit oder ohne Smartphone.

Weißes Eurozeichen mit dunklem hintergrund mit vielen Zahlen.
BIZEPS / Firefly

In den nächsten Jahren soll sich unsere Art zu bezahlen ändern. Die Europäische Zentralbank (EZB) plant die Einführung des digitalen Euro. Er soll eine sichere, europäische Alternative für Zahlungen im Internet und in Geschäften sein.

Was ist der digitale Euro?

Der digitale Euro ist kein Ersatz für unser heutiges Geld, sondern eine Ergänzung. Es wird ihn neben dem Bargeld und dem Guthaben auf dem Bankkonto geben.

  • Öffentliches Geld: Er wird direkt von der Zentralbank garantiert, genau wie Banknoten.
  • Sicher und privat: Der Schutz der Daten und die Sicherheit stehen bei der Entwicklung im Vordergrund.
  • Keine Kryptowährung: Im Gegensatz zu Bitcoins schwankt der Wert nicht, da er fest an den Euro gebunden ist.

Die OeNB arbeitet an Lösungen für alle

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) möchte sicherstellen, dass beim digitalen Geld niemand vergessen wird. Deshalb hat die OeNB das „Financial Inclusion Forum“ ins Leben gerufen. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten mehr als 35 verschiedene Organisationen und Unternehmen zusammen. Auch BIZEPS ist Teil dieser Arbeitsgruppe.

Ihr gemeinsames Ziel ist es herauszufinden, was der digitale Euro können muss, damit er für jeden im Alltag einfach zu nutzen ist. Dabei geht es vor allem um echte Nutzbarkeit, Selbstbestimmung und eine gute Bildung zum Thema Finanzen.

Einbezug aller Menschen

Ein wichtiges Thema ist die finanzielle Inklusion. Das bedeutet: Jeder Mensch soll das neue Geld nutzen können, unabhängig von seinen technischen Fähigkeiten.

  • Barrierefreiheit: Menschen mit Behinderungen oder ältere Personen dürfen nicht ausgeschlossen werden.
  • Einfache Bedienung: Die Technik muss von Anfang an so gebaut werden, dass sie für alle verständlich ist.
  • Mehr als nur eine App: Der digitale Euro soll nicht nur auf dem Smartphone funktionieren.
  • Physische Karten: Es könnte zum Beispiel auch Karten geben, die ähnlich wie eine Bankomatkarte funktionieren.
  • Offline-Zahlungen: Man soll auch bezahlen können, wenn man gerade keine Internetverbindung hat.

Unterstützung und Bildung

Damit sich alle mit dem neuen Geld sicher fühlen, braucht es persönliche Unterstützung. Experten fordern Beratungsstellen vor Ort und verständliche Informationen für alle. Nur wenn die Menschen das Werkzeug verstehen, können sie eigenständig über ihr Geld entscheiden.

Wann geht es los?

Bis wir mit dem digitalen Euro bezahlen können, dauert es noch ein wenig. Eine Einführung ist frühestens im Jahr 2029 möglich. Voraussetzung ist, dass bis dahin alle Gesetze und die technischen Vorbereitungen abgeschlossen sind.

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