Der „Fachmann“

Zuerst ist er noch bescheiden und sieht sich "als stiller Sachbearbeiter".

Hannes Farnleitner
ÖVP

Zuerst ist er noch bescheiden und sieht sich „als stiller Sachbearbeiter“, fordert aber schon recht forsch „Strukturänderungen“ im Sozialbereich, an denen man sich nicht mehr „vorbeischwindeln“ könne, denn „die Geberfreunde der frühen neunziger Jahre hat Dinge einreissen lassen, die wir heute nicht mehr bezahlen können“.

Konkret meint er damit u. a. auch die Pflegevorsorge. Ob seiner dilettantischen und unrichtigen Äußerungen kritisiert, verliert er vollends den Boden der Realität und bezeichnet sich „als Fachmann“ und verkündet in seiner neuen Funktion folgendes:

Im Pflegegeldsystem „sollte eine teilweise Umstellung von Geld- auf Sachleistungen erfolgen, um Pflegebedürftigen zielgenauer eine Hilfe anzubieten. Anstelle einer Barleistung nach dem Gießkannenprinzip könnte z. B. auf verstärkte Unterstützung durch Sozialhilfsdienste umgestellt werden“.

Die Rede ist vom „Vignettenman“ Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner (ÖVP). Nun wird ja bekanntlich eine Unwahrheit nicht wahrer, auch wenn man sie etwa dem Bundeskanzler oder der Ex-Bundesgeschäftsführerin der SPÖ oder dem Präsidenten des ÖVP-Wirtschaftsbundes nachplappert.

Aber wenn man schon, wie Farnleitner, von diesem Thema nicht die Bohne versteht, sollte man schweigen oder sich wenigsten bei wirklichen Fachleuten erkundigen, bevor man eine Bevölkerungsgruppe in der Öffentlichkeit vernadert. Etwa bei Prof. Badelt (Studie über die „Auswirkungen des Pflegevorsorgesystem“) oder im Sozialministerium oder bei den Betroffenen.

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