„Der Kärntner Weg mit Inklusionszentren ist richtig“

LHStv. Scheuch, LR Ragger bei Enquete "Politik für Menschen mit Behinderung" des Landtages im Landesarchiv - NR. Huainigg befürwortet Kärntner Weg

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Der Kärntner Landtag, Sozialreferent LR Christian Ragger und Schulreferent LHStv. Uwe Scheuch und das Sozialreferat des Landes luden heute, Donnerstag, ins Landesarchiv in Klagenfurt zur Enquete „Politik für Menschen mit Behinderung“. Rund 300 Interessierte folgten der Einladung, um Expertenmeinungen zu hören und mit ihnen zu diskutieren.

„Das ist der Auftakt zum Aufbau von mehreren Inklusionszentren in Kärnten, in denen beeinträchtigte Kinder wohnortnah ohne Trennung von ihren Altersgenossen unterrichtet und gefördert werden sollen“, erklärte Sozialreferent Ragger zum Beginn der Enquete. Schulreferent Scheuch betonte, dass dieses Konzept von Schul- und Sozialabteilung gemeinsam umgesetzt werden müsse. „Die Enquete ist wichtig, um die Meinung von Fachleuten und Betroffenen zu erfahren. Vorrangig diese Informationen sollten dann der Politik dazu dienen, adäquate Schritte zu setzen. Für uns Politiker zählt hier eher die begleitende Funktion“ sagte Scheuch.

„Ich finde den geplanten Kärntner Weg richtig, das bestehende sozialpädagogische Zentrum (bfz) sukzessive zu reduzieren und wohnortnahe Inklusionszentren an bestehenden Schulstandorten mit individuellem Unterricht und einer qualitätsvollen Nachmittagsbetreuung für beeinträchtigte Kinder anzubieten“, sagte NR. Franz-Joseph Huainigg. Er schilderte, wie entscheidend es für sein ganzes Leben und seine Bildung gewesen sei, dass er als Behinderter in Schulen und Bildungseinrichtungen integriert worden ist. „Wir dürfen behinderte Kinder nicht mehr in Internaten internieren oder in Aussonderungsschulen unterrichten“, forderte er.

Huainigg kritisierte, dass sich seit 2001 das Verhältnis zwischen Kindern, die in Schulen integriert werden und jenen, die in Sonderschulen betreut werden, nicht verändert habe. Die seinerzeitige Hoffnung, dass sich der Zulauf zu Sonderschulen als Folge der Integration von beeinträchtigten Kindern reduzieren werde, habe sich leider nicht erfüllt. Daher seien jetzt entschlossene Schritte zur Inklusion nötig. „Überführt die Sonderschulen in ein inklusives System“, laute sein Appell. Der Weg sei zwar nicht frei von Ängsten und Konflikten, aber er sei im Sinne der Kinder. „Ein Leben unter der Käseglocke einer geschützten Schule ist keine Perspektive und schon gar kein Lebensentwurf“, stellte er fest.

In dasselbe Horn blies NR. Helene Jarmer. „Lasst beeinträchtigte Menschen teilhaben und speist sie nicht ab“, lautet ihre Forderung. Für Jarmer genügt es nicht, Heime für beeinträchtigte Menschen zu errichten, in welchen diese sich, weil ausgegrenzt, nicht wohlfühlen. Auch sie trat vehement für Inklusion ein, wobei der Schlüssel ein offener Unterricht und individuelle Lehrpläne seien.

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0 Kommentare

  • @Scholar Danke für Ihren Eintrag vom
    24. Jänner 2013 12:18 Uhr

    Manchmal benötigt die Menschheit sogar eine Zeitspanne, die über gleich mehrere Generationen reicht, um sich zumindest zu entschuldigen. Aber ich zolle dem von Ihnen Zitierten meinen Respekt, denn er persönlich war in diese Abscheulichkeiten in keinster Weise involviert; die Berufsgruppe der Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten darf sich glücklich schätzen, dass es nach einer so langen Zeit zumindest einen Menschen gegeben hat/gibt, der sich für all das entschuldigt.

  • Am 26. November 2010 fand auf dem DGPPN-Kongress eine Veranstaltung unter dem Titel „Psychiatrie im Nationalsozialismus – Erinnerung und Verantwortung“ statt. Frank Schneider äußerte sich als Präsident der Gesellschaft zur Verantwortung der Vorläufergesellschaften der DGPPN in der NS-Zeit:

    „Im Namen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde bitte ich Sie, die Opfer und deren Angehörige, um Verzeihung für das Leid und Unrecht, das ihnen in der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der deutschen Psychiatrie und von deutschen Psychiaterinnen und Psychiatern angetan wurde, und für das viel zu lange Schweigen, Verharmlosen und Verdrängen der deutschen Psychiatrie in der Zeit danach.“[25]

    Und wann wird die österleichische Psychiatrie dementsprechend aufwachen? Wann gibz endlich Restitution für beraubte Psychiatrie-Verfolgte dazuland ? ? !

  • Es hat sich eine kontroversielle Diskussion Inklusion vs „Sonderschule“ zu einem Artikel entwickelt, wo sie nicht hinpasst: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=13085#fid17759 Wir sollten sie hier weiterführen.
    @Hermann Schmid, selbstverständlich müssen die Voraussetzungen geschaffen werden. Politiker und Verantwortliche, die das unterlassen, verletzen grob ihre Sorgfaltspflichten auf Kosten der behinderten SchülerInnen. Die Leistungen und Kompetenzen von Sonderpädagoginnen dürfen keinesfalls klein geredet werden. Ihre Kompetenzen sind für das zu etablierene inkklusive Bildungssystem unerlässlich.
    Ich meine mal mit rechts und links haben sie nicht politische Orientierungen gemeint, was nicht zutreffend wäre. Als „Moralapostel“ sollten jene, die den nötigen Weg zur Inklusion vorantreiben wollen, auch nicht bezeichnet werden.

  • jA; SCHREIen HÄTTE ICH SOLLN:
    — als mein gleichaltriger Mitministrant Anda von mir „abgeteilt“ wurde (in der „teutschen“ Erstklasse als einziger „Titoist“, dann aus der Klasse als rrausgeprüfter „Sitzengebliebener“)
    — als mir pädagorgosch verboten wurde Freundschaft mit nomadischen „Zigeuner“-Kindern zu beginnen
    — als mein Schulweg zur Erlernung meiner Muttersprache verdoppelt wurde (ohne dass die Schule oder ich umgezogen wären)
    — als meine „autistischen“ SchulkamaradInnen wegen „Unliebsamkeit“ aus dem Grenzland-Dorf rrausgemobbt wurden
    — als mein „Südmark“-Lehrer meinen Aufsatz „Kärnten unfrei/längst geteilt“ auf meinem Kopf zerkrnüllte
    — als Schülerinnen im „humanistischen“ Gymnasium verboten waren…….

    Was wundertz, wenn diese steckengebliebenen Schul-Schreie von feinsinnigen Kindern am „C(r)ampus“ jetzt ge-echot werden ? ! ?

  • @“faktenanalytiker“ (und „anonym“ 21.3. 17:36): Da war keine Spur von Sarkasmus zu ihren Ausführungen vom „armen behinderten“. Diese Begrifflichkeit dürfte fast alle LeserInnen hier im Forum wenig begeistern. Gerade darüber, nämlich zum Thema Bewusstseinsbildung über die eingefleischte Denke über Menschen mit Behinderungen stellt uns die UN-BRK einige Aufgaben, deren Bedarf auch aus ihren Beiträgen ersichtlich ist.
    Das von ihnen zitierte Beispiel eines Jungen, dem vermutlich autistische Beeinträchtigungen nachgesagt werden, kann meine Überzeugung von Inklusion sicher nicht erschüttern. Ich kenne darüber hinaus viele schwerst mehrfachbehinderte Kinder, wo sie sich Inklusion vermutlich noch viel weniger vorstellen können als bei ihrem angeblichen Extrembeispiel. Mir ist völlig bewusst, vor welche Herausforderungen uns manche Behinderungsformen in den Grenzbereichen ihrer Ausprägung stellen. Und es ist mir auch klar, dass bei ganz wenigen Fällen das Ausmaß der Teilhabe am gemeinsamen Unterricht reduziert sein kann. Das kann dann Teil der individuell erforderlichen Adaptierungen und Unterstützungen sein. Aber diese Beispiele erfordern weder segregative „Sonderschulen“ – auch nicht am „Campus“ (Wien-Plan) – und auch keine segregativen „Sonderschulklassen“ an Bezirksschulen (Ktn-Plan). Jegliche Ökonomisierungsmotive kann ich im menschenrechtlichen Kontext auch nur als schändliche Politik bezeichnen. Zumindest in diesem Punkt dürften wir uns einig sein.

  • @anonym · 21. März 2012 17:36 Uhr: Ich kenne Herrn Ing. Gerhard Lichtenauer (gl) – Er und seine Frau haben eine mehrfachbehinderte erwachsene Adoptivtochter – er weiß wovon er schreibt – und kämpft seit Jahren aufopfernd vor allem für diese mehrfachbehinderten Menschen, die in Aussonderungsanstalten schon verwahrlost bzw. gestorben wären. Leider hat er nicht immer die Kraft auf dumme Kommentare zu antworten – deshalb mache ich jetzt das. Übrigens ich kann die Einträge von „Schüler“ nachvollziehen.

  • so jetzt langt es mir! das ist sarkasmus, herr g.l., wenn sie den „armen behinderten“ in anführungsstriche setzen.
    sie sollten den von mir zitierten menschen nur einen tag erleben, dann würden sie nicht mir mangelndes vorstellungsvermögen vorwerfen sondern selber merken, dass sie nicht in der lage sind sich so eine situation auch nur ansatzweise vorzustellen.
    und damit verabschiede ich mich von ihnen, herr g.l.
    träumen sie weiter und verlieren sie nicht den glauben an ihre VerfasserInnen des menschenrechtsübereinkommens

  • Letzter Satz meines Kommentars:
    Macht Integration und Inklusion, aber bitte den Beeinträchtigten zu liebe!!!

    Ich hoffe die Einsicht kommt nicht zu spät, denn wer will schon dafür verantwortlich sein, dass familiäre Tragödien entstehen. Beeinträchtigte in den Schulen gehänselt werden. Die kindliche Neugier und Energie auf Behinderten ausgelassen wird. Mobbing in allen Variationen ist heute mehr als sonst in aller Munde. Und ich frage Sie, wie können Sie die Beeinträchtigten davor schützen? Wie können Sie Menschen schützen die in Ihrer eigenen Welt leben? Es gibt oft genug Fälle wo „normale“ Menschen aus Mobbing in den Suizit gehen. Wie können Sie also von Beeinträchtigten mehr Stabilität im Seelenleben und Empfinden verlangen?

    Ich wünsche es Ihnen allen vom ganzen Herzen, dass Sie sich nie mit derartigen Spätfolgen konfrontieren müssen werden. Denn Politik bei der es sich um die Schwächsten in unserer Gesellschaft dreht, darf nicht Zielscheibe von wagen Versuchen und kapitalistischem Gedankengut sein.
    Ich möchte wirklich nicht unhöflich sein, aber bitte versuchen Sie den Weitblick zu bewahren.

  • @Gerhard Lichtenauer;
    sehr geehrter Herr Gerhard Lichtenauer,
    sie scheinen auf Ihrem Standpunkt von Inklusion sehr festgefahren zu sein.
    Es wäre sehr wünschenswert wenn Sie hier Ihre innerste Überzeugung vertreten würden. Aber es scheint hier fast den Anschein zu haben, als das hier die Scheuklappen der Kärntner Regionalpolitik mit größter Wehemenz getragen werden.
    Sehen sie Inklusion und Integration sind zwei aufs Äußerste anzustrebenden Attribute. Das wird niemand bestreiten.
    Aber sein wir doch ehrlich mit uns! Diese radikale Politikschiene die hier aufgezeigt wird, verläuft doch am Wesen der Dinge herum.
    Was der Faktenanalytiker hier geschrieben hat trifft doch den Nagel am Kopf. Man muss zwischen den einzelnen Beeinträchtigungen unterscheiden. Die Kinder die das Potenzial für Integration und Inklusion haben, die sollen in Schulen kommen und ihnen soll die Chance auf einen „normalen“ Schulabschluss und Ausbildungsplätze gegeben werden (um dies kurz zu erwähnen: Ich habe selbst in meinem Bekanntenkreis einen ehemaligen Schüler des bfz’s der mittlerweile glücklich eine Ausbildung in einem Lehrbetrieb macht; also bitten hören Sie damit auf eine Einrichtung zu kritisieren die einen größen Beitrag zur Integration macht als diese Politik es tut). Es gibt aber leider auch Fälle wo dies nicht möglich ist, bei Schwere Autisten z.B. . Ich glaube Sie haben das nicht ernst gemeint, ich kann es mir nicht vorstellen. Darf ich Sie das fragen? Haben Sie Kinder? Glauben Sie wirklich, dass Sie Ihren Kindern und dem schreienden, tobendem, sich missverstanden fühlendem Autisten der die Welt nicht versteht wenn an der Tafel gerade die Newton’schen Grundaxiome behandelt werden, einen gefallen tun? Man kann noch so sozial sein, aber es gibt Grenzen der Integration. Es geht bei dieser Diskussion lediglich darum
    Geld zu sparen. Der soziale Gedanke ist für die Politik in Wirklichkeit Nebensache.

    Ich habe nur eine Bitte:
    Macht Integration und Inklusion, aber den Beeinträchti

  • @“faktenanalytiker“: Weil ihre Erfahrung darauf beruht einen „armen behinderten“ zu kennen, der nach ihrer Vorstellung weiterhin ausgegrenzt werden MUSS, schließen sie, dass die VerfasserInnen des Menschenrechtsübereinkommens nicht gewusst haben konnten, welche Behinderungsformen es gibt? Es gelingt ihnen nicht ihr mangelndes Vorstellungsvermögen von massgeschneiderten Adaptierungen als „Erfahrung“ zu verkaufen.

  • replik:
    die fakten gem. I bis V sollte man beurteilen, ehe man das wort „anmaßung“ verwendet. nichtausgrenzung ist zwar anzustreben aber aus erfahrung nur in teilbereichen realisierbar – das sollte man wissen. behinderungen gibt in vielen bereichen. die daraus resultierenden erforderlichen betreuungsmassnahmen sind entsprechend unterschiedlich. ich habe einen armen behinderten erlebt, der zwanghaft und permanent schreien musste….inklusion? wo? wie?
    das ist keine spekulation sondern erfahrung.

  • Sedisvakanz nicht nur für ministerielle Quoten-Untererfüller, sondern auch für sozialpacklerisch ausgeschnapste o geschluckte NGOs!
    Erinnere nur an die Briefkasten-NGOs der Sozialpartner, die rein zum Ausbremsen langjähriger Bürger-Initiativen oder nur fürs Abräumen von EU-Geldern (EUROTEAM, EQUAL, EULEOs …) aus dem Hut gezaubert wurden….

  • @ein faktenanalytiker: I bis V kann ich nicht beurteilen. Spätestens ab der Hälfte der „Analyse“ ist ihr Pseudonym eine Anmaßung. Inklusion ist weder eine „Idee“ noch kommt sie aus „Brüssel“. Nichtausgrenzung sollte das Normale sein. Inklusion ist lanzeiterprobt. Was sie mit VIII sagen wollen, ist mir schleierhaft. Der Rest ist ihre persönliche Meinung und Spekulation, von Fakten keine Spur.

  • 1) Volle Transparenz — Ende der „Geheimdiplomatie“, barrierefreie Sprache (Urteil/Diagnose)
    2) Doppel-Unterstützungsnetz bei Dreifach-Ratifizierungsebenen, betroff P als Letztinstanz
    3) Schutz/Kompetenz-Kreise statt Abteilungsmauern/raster
    4) Subjektorientierte, funktionale Kompetenzenstärkung statt Inkompetenz-Bereiterei
    5) Weisungsfreie Feststellungsverfahren, Ent-Völkisch-ung der VAW
    6) Qualität aus persönlicher, unmittelbarer Kontrolle statt Quantität aus „Papier“
    7) Auflösung von apartheidischen „Zentraldeponien“ ua Endläger/Menschensilos
    8) Wiedergutmachung eingetretener Schäden nicht nur aus zivil/strafrechtlicher Haftung, sondern

    auch aus darüber hinausgehenden Schadenersatz iS von „punitive damages“
    9) Zivildienstaufwertung auf „Brandschutz“-Ebene („Landschaftspflege“=Katastrophenschutz)
    10)Obligatorische Sedisvakanz des zugeteilten MRKomm-Platzes für quotenbrechende Ministerien,

    Ersatz durch Alliierte (EDF, ENUSP, Resistance! „Sans Papiers“, ANC, minsk group, Charta77,

    „Schwarze Frauen“, Y8…) sowie durch österr WiderstandskämpferInnen/Partisanen/Guerrilieros
    11) Mündigkeitbestimmung nicht ausschliesslich aus Alterstypizität
    12) Aufwältigung von „Proporzblick“-Bestimmungen, Ent-Völkisch-ung der VAW
    13) Vetorecht ggü ärztlichen Generalvollmachten/Direktionsfetischismus
    14) Fachübergreifender Notwendigkeitscheck anberaumter Amputationen ua „Irreversibilitäten“…

  • Fall bfz klagenfurt:
    fakt I: gebäude des bfz müsste saniert werden = kostet geld
    fakt II: gebäude bfz ist gemietet = kostet geld
    fakt III: abtragung des gebäudes kostet einmalig geld
    fakt IV: abtragskosten sind erheblich niedriger als der resultierende folgenutzen
    fakt V: I bis IV ergibt für liegenschaftseigentümer win-win situation
    fakt VI: idee der „inklusion“ kommt aus brüssel (wie auch die regel für die maximale gurkenkrümmung)
    fakt VII: echte langzeiterfahrungen zur „inklusionsidee“ fehlen
    fakt VIII: behinderung inkludiert körperliche,geistige,soziale behinderung
    fakt IX: nicht jede behinderung ist durch inklusion zu managen
    fakt X: in fällen, wo inklusion scheitern muss (die sind vorprogrammiert)sind die leidtragenden die betroffenen nicht die erfinder der inklusion
    fakt XI: mir tun alle behinderten leid besonders aber diese „nichtinkludierbaren“
    konklusion: inklusion ist ein gewagtes experiment ohne rückversicherung

  • Es fehlen einem wirklich die Worte wenn man derartige Ferkelbeiträge liest. Man muss wohl wirklich ein unerschütterlicher Optimist sein, um nicht den Glauben an den Verstand der Tiere in diesem Land zu verlieren. Eine Einrichtung die sich „goldrichtig“ zu stigmatisierenden Menschen unserer Gesellschaft annimmt nicht mit Vokabeln der Korruption und nationalsozialistischen Anspielungen zu behaften ist ein herber moralischer und ethischer Rückschritt einer Gesellschaft die von sich behauptet „eugenisch gelöst“ zu sein. Ich nehme an, dass Menschen die derartige perverse Statements liefern sich noch nicht oft Gedanken über eine eugenisch funktionierende Gesellschaft gemacht haben. Eine volxgesunde Gesellschaft funktioniert nur dann, wenn sich alle Bereiche die das Leben so mit sich bringen im eugenisch ausgewogenen Maße neben einander sein können. Dies beinhaltet Bildung, Kultur, die Freiheit der Presse, aber auch das Miteinbeziehen von Menschen mit körperlichen und geistigen Schwächen in ausgewogene Lagerlösungen. Wenn man nun versucht Einrichtungen zu schließen, unter dem Vorwand den Beeinträchtigten eine Verbesserung zu bieten, jedoch nicht auf die Stimmen der Volxxundheit Rücksicht nimmt, außerdem den daraus resultierenden Mangel an Perssonal für die regionale Betreuung ignoriert, so kommt man zwangsläufig zu dem Punkt, dass es wieder einmal nur um den Erhalt der RaSSe geht. Und ich frage mich wirklich ob ein Inklusionskonzept gesellschaftlich so schnell umsetzbar ist, wenn man wie auf diesem Forumso pointiert dargstellt bekommt, dass nicht einmal Erwachsene das volxnötige Bewusstsein für Integration und Beeinträchtigte Menschen haben. Wie kann man nun also von einem 6-jährigen Volksschulkind, einem 14-jährigen Hauptschüler oder vielleicht auch Gymnasiasten erwarten, mehr ssoziale Intelligenz zu haben als die Erwichs

  • Es fehlen einem wirklich die Worte wenn man derartige Fekalbeiträge liest. Man muss wohl wirklich ein unerschütterlicher Optimist sein, um nicht den Glauben an den Verstand der Menschen in diesem Land zu verlieren. Eine Einrichtung die sich den schwächsten Menschen unserer Gesellschaft annimmt mit Vokabeln der Korruption und nationalsozialistischen Anspielungen zu behaften ist ein herber moralischer und ethischer Rückschritt einer Gesellschaft die von sich behauptet offen zu sein. Es zeigt vielmehr wohin eine korrupte und assoziale (ich übersetze lieber direkt aus dem Lateinischen  um Missverständnisse zu vermeiden- „gegen eine Gesellschaft“) politische Führung das Land und vor allem das Denken der Menschen führen. Ich nehme an, dass Menschen die derartige perverse Statements liefern sich noch nicht oft Gedanken über eine funktionierende Gesellschaft gemacht haben. Eine gesunde Gesellschaft funktioniert nur dann, wenn sich alle Bereiche die das Leben so mit sich bringen im ausgewogenen Maße neben einander sein können. Dies beinhaltet Bildung, Kultur, die Freiheit der Presse, aber auch das miteinbeziehen von Menschen mit körperlichen und geistigen Schwächen. Wenn man nun versucht Einrichtungen zu schließen, unter dem
    Vorwand den Beeinträchtigten eine Verbesserung zu bieten, jedoch nicht auf die Stimmen der Betroffenen und Angehörigen Rücksicht nimmt, außerdem den daraus Resultierenden Mangel an Personal für die regionale Betreuung ignoriert, so kommt man zwangsläufig zu dem Punkt, dass es wieder einmal nur um das Geld geht. Und ich frage mich wirklich ob ein Inklusionskonzept gesellschaftlich so schnell umsetzbar ist, wenn man wie auf diesem Forum
    so pointiert dargstellt bekommt, dass nicht einmal Erwachsene das nötige Bewusstsein für Integration und Beeinträchtigte Menschen haben. Wie kann man nun also von einem 6-jährigen Volksschulkind, einem 14-jährigen Hauptschüler oder vielleicht auch Gymnasiasten erwarten, mehr soziale
    Intelligenz zu haben als die Erwachs

  • @Martin, „Blindwurm“ hat schon recht damit, dass in Österreich gerade jenes Papier am geduldigsten ist, worauf internationale Verträge mit wertlosen präsidialen Signaturen zur Schau gestellt werden.
    Auch wenn Österreich bei der UN-BRK im Gegensatz zu anderen Menschenrechtsübereinkommen auch das Fakultativprotokoll unterzeichnet hat, kann ich bisher keine Herangehensweise erkennen, die nicht der persistenten Menschenrechtsdelinquenz entspricht.
    Die Schritte zu umgehender Umsetzung der UN-BRK in nationales Recht hätten seit Inkrafttreten per 26.10.2008 unverzüglich in Angriff genommen werden müssen. Dazu hat sich Österreich völkerrechtlich verpflichtet. Es entspricht aber seit einem halben Jahrhundert österreichischer Unrechts-Tradition der Menschenrechtsheuchelei, internationale Vereinbarungen nur zum schönen Schein abzuschließen, de fakto aber NIE an deren Realisierung interessiert zu sein. Die Liste der eindeutigen Belege ist inzwischen sehr lang. Es gibt bis dato gar keine Durchsetzbarkeit der Menschenrechte.
    Österreich gefällt sich aber als Gastland eines UNO-Standortes in Wien immer wieder in der Rolle, außenpolitisch von anderen Ländern die Menschenrechte einzufordern, im Inneren hat das österreichische Regime kein Interesse daran, es ist nur lästig.

  • Ich weiß, dass die Konvention laut Theorie verbindlich ist und Österreich immer wieder einen schönen Bericht darüber abgibt. In der Praxis wird sie von der Politik jedoch bestenfalls alibihalber wahrgenommen. (Beamte in Niederösterreich sagen einem ja sogar ins Gesicht, dass die Konvention für sie uninteressant ist). Und Möglichkeiten eine wirkliche effiziente praktische Umsetzung zu fordern sind kaum vorhanden. In der Theorie ist sie durchaus verbindlich, in der Praxis kann die Politik sie durchaus weitgehend ignorieren ohzne wirklich Konsequenzen befürchten zu müssen. Und in Österreich interessiert sich niemand für irgend etwas, so lange keine praktischen Konsequenzen zu befürchten sind.

  • @Blindwurm: Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie richtig verstanden habe. Haben Sie wirklich damit ausdrücken wollen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention unverbindlich sei?

    Wenn ja, dann möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich nicht um ein unverbindliches Dokument handelt (wie das bei manchen UNO-Dokumenten wirklich ist) sondern, dass die UN-Behindertenrechtskonvention als gesamter Text von National- und Bundesrat als Gesetz beschlossen wurde. Die Umsetzung ist daher zwingend vorgeschrieben und Österreich muss regelmäßig darüber Bericht erstatten – was auch passiert.

    Mir ist schon klar, dass jeder viel zu tun hat. Aber ich empfehle trotzdem sich ein mal die Zeit zu nehmen, die UN-Behindertenrechtskonvention zu Gänze zu lesen. Viele Irrtümer könnten damit recht schnell aufgeklärt werden.

  • @Ladstätter: Mit Überfall dürfte die Art und Weise gemeint sein, in welcher dieses seltsame Politprojekt durchgezogen werden soll. Das hat Frau Sacherer ja auch ausführlich geschrieben. Es wurden jede Menge Unterschriften GEGEN dieses Projekt gesammelt, was offensichtlich ignoriert wird. Wenn so ein Projekt gegen den Willen der Mehrheit deer Betroffenen durchgeführt wird, was im konkreten Fall offensichtlich passieren soll, ist das ein inklusiver Überfall!
    An dieser Stelle noch was anderes: Ich staune immer wieder darüber, dass hier offensichtlich vermutet wird die UN-Konvention würde von politischer Seite als irgend eine Verpflichtung für irgend etwas angesehen werden. Es gibt seit 1948 die Kinderschutzkonvention, aber haben deshalb 64 Jahre später alle Kinder swämtliche darin stehenden Rechte? Wohl kaum! Diese Konventionen sind schöne Willenserklärungen. Mehr nicht! Und es ist jedem Staat frei überlassen wie ernst er sie nimmt. Und wie man in Kärnten sieht kann man sie auch sehr schön für die eigenen Interessen verdrehen. Ich verstehe daher nicht ganz, warum bei Diskussionen oft versucth wird eine Konvention in den Vordergrund zu stellen, bei der ziemlich offensichtlich ist, das sie ohnehin keinen interessiert

  • Tja, der eine droht mit dem W u r s t , der andre schreit „Rettet das Kind“ und schon können Hypo Thilo Berlin, Heidi Horten, Klaus Ottomeyer & Co wieder ihre Schäfchen ins Trockene bringen und hinsichtlich ihres „humanitären“ Engagements strafrechtliche Milderungsgründe geltend machen…alles am Rücken E W I G stigmatisierter Kinder!

  • Sicher hat das IKRK auf Einladung des Kärntner Bischofs das Klagenfurter bfz bereits desöfteren inspiziert und die „Unterbringung“ der Haschalan für super befunden…

  • @Claudi Sacherer: Ich habe nach Ihrem Forumsbeitrag mal nach einer Wortmeldung von Herrn Dr. Kaltenbrunner gegoogelt. Der ORF berichtet dazu: http://kaernten.orf.at/news/stories/2525022/

    Was mich an Ihrem Eintrag verwundert. Nun ist es fast 5 Jahre her, dass Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben hat (30. März 2007). Worin genau sehen Sie „einen inklusiven Überfall“?

  • Auch für Theressienstadt gab es lange Listen. Und war für die SS eine „Goldgrube“ wie die Sonderpädagogik fürs bfz.

  • „Inklusiver“ Überfall

    Die Enquete für Menschen mit Behinderung ignoriert die Betroffenen: Die rund 300 Gäste (die meisten davon Eltern) haben den Ausführungen der grünen Nationalratsabgeordneten Helene Jarmer und des VP-Mandatars Franz-Joseph Huainigg höflich oder auch gar nicht applaudiert.

    Einzig der in vielen Aussendungen schamhaft verschwiegene Klaus Kaltenbrunner sprach den Betroffenen offensichtlich aus der Seele und bekam mehrmals Zwischenapplaus.

    Die Aussage von Huainigg „Wir dürfen behinderte Kinder nicht mehr in Internaten internieren oder in Aussonderungsschulen unterrichten“ ist entsetzlich und eine ungeheuerliche Zumutung für die Betroffenen. Es gibt eine Fluchtbewegung von der 20-jährigen Integrationsbaustelle in die Sonderschulen – leider, es gab lange Anmelde- und Wartelisten ins bfz, niemand wurde „interniert“ oder „ausgesondert“. Dieses Sprache ist nicht dialogfähig. Es gab das Elternwahlrecht. Es gab auch 5000 Unterschriften für eine Petition, die übergeben wurde, aber von der FPK beharrlich nicht auf die Tagesordnung gesetzt wird. Was ihr nicht passt, wird ignoriert oder mundtot gemacht. Dr. Kaltenbrunner fand auch in ORF „Kärnten heute“ keine Erwähnung. Ist schon sonderbar, wie hier scheinbar eine Ungarisierung in Kärnten um sich greift.

    Es gibt niemanden, der gegen einen vernünftigen inklusiven Weg wäre. Wir haben es aber mit einem inklusiven Überfall zu tun, ohne Vorbereitung und ohne Konzept, unter falschen und vorgespiegelten Argumenten, denn die angebliche Bundesvorgabe zur Inklusion ist eine unwahre Behauptung von LR Ragger.

    Claudia Sacherer, Personalvertretung bfz, Klagenfurt

  • Einteutschung vom Karntnerischn (s.u. 15. März 2012 23:33 Uhr): Wer übersetzt nur diese ohnehin schon kraftlose deutsche Übersetzung von der Behinderten-Konvention mit der komplizierten „inclusion“ als „Integration“ ins Kärntnerische? Damit sich dann niemand mehr aufregen muss. Weil der Sinn ist damit ohnehin schon verloren gegangen. Soll es etwa gleich heißen: schwaches Kind hin hilfloses Kind her, das genügt. Kärnten gibts nur einmal und wir lassen uns nichts dreinreden. Weil, ich muss euch da schon ein bisschen lästig fallen, damit ihr euch nicht ganz verrennt.

  • Kärntn is a Wahnsinn: Vom PAZ zum BIZ mit SPFs auf Saualpe, Tschemernitzen, Hintergupf, Mnthovcz, Rinkenberg/Vogrce, Unternarrach, Zwölferkogel, Tamischbachturm, Dolintschitschach, Zwanzgerberg/Osojnica, Skarbin, Koschutnikturm, Kömmelgupf, Dobratsch, Görlitzn, Woroujach, Tschrestal, Strantschitschach, Werouzach, Kreuzeck, Reißeck und Hoher Sonnblick — endlich geht der Heißtraum des ehrgeizigsten Heilpädagogen des 3. Reiches in wärmste Erfüllung…

  • Ich kann mich nur darüber wundern, das Huainigg, seiner Zeit selbst Student an der Uni Klagenfurt, und wenn mich nicht alles täuscht sogar Kärntner, anscheinend nicht verstanden hat, wie das politische System in Kärnten funktioniert. Ob er wohl anders geurteilt hätte, wenn die ÖVP nicht in Kärnten zusammen mit dem FPK in einer Koalition wäre? Um das so durchzuzhieen, wie es sinnvoll wäre wären finanzielle Mittel möglich, welche garantiert NICHT zur Verfügung stehen. Das dürfte eher darauf hinauslaufen, dass die Betroffenen sobald die Öffentlichkeit ihr Interesse verloren hat im nächsten freistehenden Kammerl der jeweiligen Schule „abgelegt“ werden. Der kärntner Weg ist der Richtige, allerdings nur aus Sicht der Herren Scheuch und Ragger. Außerdem wäre da noch die Frage, ob der Besuch dieser „Kompetenzzentren“ kostenfrei sein wird, oder Ragger mal wieder einen Selbstbehalt kassieren will.
    Übrigens: Hier kursiert schon seit längerem das Gerücht Ragger ginge es eigentlich darum das Grundstück, auf welchem die Gutenbergschule untergebracht ist, seinem Jagdfreund zuzuschachern. Das wird von ihm zwar bestritten, aber das sollte man mit Vorsicht genießen.
    Machen wir uns keine Illusionen. Die Herrschaften denken hier vor allem an SICH und garantiert NICHT an die Betroffenen! Hoffentlich wird der Haufen 2013 abgewählt!

  • Tja, in Wallis ist es ein Unglück, wenn 40 Kinder „pägagorgosch“ gegen die Wand gefahren werden, im MR-„Tunnel“ Kärnten geschieht das jetzt anscheinend aber gar planmässig, sogar unter Auguren der schönen Helena und Ja-Sepps.

  • A wer übersetzt lai dege e scho letschate teitsche Üwasetzung vo da Haschale-Konwentschn mit da komplizirtn „inclusion“ oissa „Integration“ ins Karntnarische? Damit se don neamp mea aufpudln muass. Weu da Sinn is damit eh scho tschari gonga. Soits epa glei hassn: Haschale hin Wasale her, des is haifte. Karntn is lei ans und mia san mia. Weu I muass enk do scho a pegatzl ånzwidan, damit’s enk net gonz vagachts.

  • Verstehe ich das jetzt so richtig: die Verschiebung behinderter Schüler von der bisher zentralen „Sonderschule“ in Klagenfurt in neu zu errichtende „Sonderschulklassen“ unter dem Dach von Bezirksschulen wird von Herrn Huainigg und Frau Jarmer kritiklos für richtig befunden?
    Ich meine dazu, das „genügt nicht“, um auch nur annähernd von Inklusion reden zu können, sogar noch viel weniger, als es ein glattes „Nichtgenügend“ verdient, aussonderne und segregative Gross- und Mini- „Heime“ (sogenannte „WG’s“) zu errichten und dann von „Inklusion für alle“ zu palawern und soetwas bloß als „genügt nicht“ zu klassifizieren. Leute ich bin erstaunt!