Dessous-Werbung und Diskriminierung: Haltlose Kritik

Was denken Sie? Ist Palmers' Dessous-Kampagne sexistisch? Und was denken Sie? Ist Palmers' Dessous-Kampagne sexistisch und diskriminierend?

TV-Spot: Sinnlichkeit die man fühlt
Palmers Textil AG

„Eine junge Frau räkelt sich genussvoll in Dessous, während sie sie anzieht. Sie streicht über den fast durchsichtigen, schwarzen Stoff, lächelt verträumt, zieht BH, Slip, Strümpfe und Strapse an. Dann setzt sie – jetzt auch mit Rock und Blazer bekleidet – eine Sonnenbrille auf und tritt, lasziv lächelnd, mit Blindenstock auf die Straße. Die Frau in dem Spot entpuppt sich als blind. Werbeslogan: Sinnlichkeit, die man fühlt.“ – So beschreibt Handelsblatt.com den Werbespot.

Der Handelsblatt-Artikel zitiert Gerhard Höllerer, seines Zeichens Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (ÖBSV): „In der TV-Kampagne wird ein völlig verdrehtes, unrealistisches und damit diskriminierendes Bild über blinde Menschen erzeugt, nur um in die Schlagzeilen zu kommen, nicht um den Betroffenen zu helfen.“

Hier muss ich als blinder Mensch widersprechen

Dieser Spot hat mit der – in unserer Gesellschaft leider immer noch vorhandenen – Diskriminierung Blinder nichts zu tun. Im Gegenteil: Der Überraschunseffekt stellt sogar die weit verbreitet angenommene Unvereinbarkeit von Behinderung und sinnlicher Schönheit in Frage.

Was spricht dagegen, Blindheit in einer Dessous-Werbung zu zeigen? Sicherlich kann man ganz grundlegend das Frauenbild in Werbung und TV kritisieren, was sich aber nicht primär am konkreten Fall festmachen lässt. Dass hier ein völlig verdrehtes, unrealistisches und damit diskriminierendes Bild über blinde Menschen erzeugt werde, nur um in die Schlagzeilen zu kommen, halte ich für eine Fehleinschätzung. In die Schlagzeilen möchte hier wohl eher der ÖBSV-Präsident.

Was denken Sie? Ist Palmers‘ Dessous-Kampagne sexistisch? Und was denken Sie? Ist Palmers‘ Dessous-Kampagne sexistisch und diskriminierend?

Nachtrag: Inzwischen gibt es auch eine Hörfilm-Fassung des Spots für blinde Menschen.

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0 Kommentare

  • soviel zur Aufgregung über den Spot!

    Den Top Spot für TV holte Lowe GGK mit dem „Blind Date“ für Palmers, das Wäschemodel spielt da eine Blinde. (Donnerstag 6.6.2013)

    Gratulation!

  • Ich finde den Werbespot professionell gemacht und schön. Endlich mal kein „armes Hascherl“, sondern eine attraktive und sinnliche Frau. Ich verweise auf einen Artikel auf Telepolis: „Bitte nur arme und unattraktive Blinde“
    (Bettina Hammer) 30.12.2011
    Ein Werbespot des österreichischen Strumpfherstellers „Palmers“ verärgert Behindertverbände – und zeigt deren verknöcherte Ansichten.“
    … Was aber wieder mal offensichtlich ist, es ist hoch an der Zeit, dass mehr ambitionierte und qualifizierte Frauen in Behindertenverbänden wichtige Posten inne haben sollten. Die Zeit der fast ausschließlich, alten Männer mit ihren eigenartigen Ritualen und Verhaberungen und oftmals verqueren Weltbildern sollte auslaufen … Einer meiner Wünsche für 2012, Dinos mag ich nur im Museum!

  • Gremium sieht keinen Verstoß bei Unterwäschewerbung mit vorgeblich blinder Frau

    Der Österreichische Werberat gibt zu dem TV-Spot von Palmers, in dem mit der Blindheit der Darstellerin gespielt wird, grünes Licht. Wie Palmers am Montag mitteilte, hat das Gremium keinen Verstoß gegen die Richtlinien festgestellt. Weder sei die Menschenwürde verletzt worden noch sei eine spezifische Diskriminierung oder unangemessene Nacktheit zu erkennen. „Vielmehr kann man den Spot dahingehend verstehen, dass das Image der vermeintlich betroffenen Gruppe der sehbehinderten Frauen aufgewertet wird. Es wird eine selbstbewusste blinde Frau gezeigt, die wie jede andere Frau am Leben teilnimmt“.

    „Ein für Allemal“ – Vereinskämpfe in dieser Form, sind entbährlich – dies dem ÖBSV-Präsidenten ins Stammbuch geschrieben!

  • @Barbara Levc: Danke dir, als blinde Frau und Mutter für die klaren Worte!

  • Na endlich! Es ist höchste Zeit, dass Frauen mit Behinderung in erster Linie als Frauen dargestellt werden, die neben vielen Eigenschaften – wie z.B. Sinnlichkeit und Freude an Schönheit – auch eine Behinderung haben. Sicher wäre es besser gewesen wirklich eine blinde Frau in diesem Spot auftreten zu lassen. Es mangelt sicher nicht an attraktiven jungen Frauen, die blind sind und Freude daran hätten so etwas zu machen und die notwendigen Abläufe und den Bewegungsstil hätten erlernen können. Die Zeit hätte man sich nehmen sollen.

    Aber ich finde – als selbst blinde Frau – die Idee und den Spot gut und freue mich vor allem, dass er gerade jetzt gesendet wird und einen Gegenpol zur saisonalen Bemitleidungsflut bildet. Durch den ÖBSV-Präsidenten und seine Aussagen fühle ich mich nicht vertreten und weiß aus Gesprächen, dass viele andere blinde Frauen das ebenso empfinden. Er schadet damit den Bemühungen um ein inklusives und realistisches Bild von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft.

  • Öffentlicher Firmenaufruf! Bitte mehr davon, mein Auge hat sich erfreut, auch meine Ohren haben mir ein „Bild im Kopf“ gegeben. Der Sexy-Bildkalender EDIT(H)ION 2012 „entfesselt“ hängt bei mir im Büro, meine Behinderten Kollegen/innen sowie die Kunden sind begeistert – dies kann jedoch nur über Werbung finanziert werden! Ich wünsch mir mehr, aber nicht mit „NICHT INS DUNKEL“ die Krüppelshow des gebührenpflichtigen ORF, die „Haschern“ brauchen gerade „jetzt“ deine Hilfe!

  • der palmers spot ist super und kein bißchen diskriminierend! vor allem ist er ein stein des anstoßes und liefert einen beitrag dazu das bild der blinden in der sehenden öffentlichkeit zu ändern. das ist ungemein wichtig!
    unsere angeblichen vertreter, die blindenvereine fahren da ja meist in den eingetieften spuren des klischees vom hilfsbedürftigen blinden. das beweist die höllerer -presseaussendung und die beschwerde beim werberat, die die ausstrahlung dieses spots verhindern will. natürlich gehts da um spendengelder und um machtansprüche. der präsident des öbsv kann halt der hilfsgemeinschaft nicht gönnen was intelligentes betreut zu haben. traurig ist aber, daß er sich nicht zu gut dafür ist, dabei die alten klischeevorstellungen von den armen, hilfsbedürftigen behinderten zu bemühen.
    der begriff inklusion fordert nicht nur die sehenden zum umdenken auf, vor allem ist es eine mahnung an uns blinde umzudenken. wir sind in erster linie menschen mit mehr oder weniger großen fähigkeiten, wünschen und hoffnungen und nicht zuerst blind!
    es liegt an uns, unser leben zu gestalten und uns in der gesellschaft einzubringen, als gleichberechtigte mitglieder und nicht als hilfsbedürftige blinde. es ist wichtig, daß es so etwas wie den palmers werbespot und ähnliches gibt.

  • Ich finde den Werbespot absolut gelungen und sehenswert – warum sollte eine blinde Frau nicht Freude an schöner Unterwäsche haben? Auch das ist Inklusion …

  • Eine Erregung. Allein die Zahl der Postings gibt Palmers und der Agentur recht. Moral(ismus) hin oder her.

  • Angenommen: Conchita Wurst – hervorragender Sänger mit Tendenz zum Transvestiten, spiel in der Palmers Werbung eine blinde Person, mit Blindenstock und wirbt wie im Spot für Dessous. Würde man dies als sexistisch wahrnehmen bzw. dies auch noch ästhetisch finden?

  • Finde die Werbung ästetisch und nicht sexistisch, weil sie sich an Frauen wendet, die selbst entscheiden, ob sie die Wäsche kaufen wollen oder nicht. Dass sich dahinter eine blinde Frau „versteckt“, finde ich super. Mann/frau kann es sowieso nie allen recht machen in der Werbung und die Geschmäcker und Einstellungen der Menschen sind verschieden.

  • Ich finde, diese Werbung ist gut gelungen. Bei einer Werbung für Unterwäsche und Strumpfhosen gibt es nun halt nackte Beine zu sehen. Und ich finde die Werbung überhaupt nicht sexistisch, da das Modell und das Produkt in einem Guss ist. Sexistisch ist eine Werbung dann, wenn mit Blondinen PS-starke Autos beworben wird, usw.

    Bei dieser Werbung hat sich der gute Herr vom ÖBSV in das eigene Fleisch geschnitten, da Palmers mit der „Konkurrenz“ zusammengearbeitet hat. Bei solchen Debatten werden sich Firmen hüten, gute Werbung mit Menschen mit Behinderung zu machen, da irgendwer immer meckert.

  • Finde den Werbespot sehr gut gelungen!

  • Also ich finde diese Werbung nicht diskriminierend. Ich war sogar positiv überrascht als ich sie zum ersten Mal sah. Da finde ich eher die Werbung für „Licht ins Dunkel“ mit dem Rollstuhlfahrer als Hohn!

  • Ob Palmers Werbungen sexistisch sind oder nicht, wurde ja schon häufig diskutiert. Meines Erachtens sind sie es nicht, weil die Zielgruppe dieser Kampagnen ja die Frauen selbst sind. Diese Werbungen sagt den Frauen, wenn du unsere Wäsche trägst, dann siehst du sexy aus. Ob sie so aussehen will oder nicht, das kann jede Frau selbst entscheiden.
    Sexistisch ist eine Werbung dann, wenn sie sich nicht an die dargestellten Gruppe wendet. Wenn Frauen als Lockmittel auf Kühlerhauben sitzen, damit möglichst viele Männer den schnellen Flitzer kaufen, dann ist das sexistisch, nicht wenn sich die Werbung an die Frauen selbst richtet.
    Ob eine Diskrieminiertung vorliegt, weil Palmers für seine Zwecke eine blinde Frau missbraucht, um damit die besondere Qualität seiner Wäsche hervorzuheben, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich selber finde die Werbung toll. Ich denke, wenn wir behinderten Menschen als normale Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen werden wollen, müssen wir uns halt auch daran gewöhne, das wir überall vorkommen.
    Ich bin zwar nicht blind aber körperbehindert und freue mich darüber, dass auch behinderte Frauen als Frauen dargestellt werden, vorallem weil ich – wie ich oben versucht habe darzustellen – diese Werbung nicht als sexistisch empfinde. Auch der Zeitpunkt sehr gut gewählt, dieser Spot ist der absulute Gegenpol zu Licht ins Dunkel, das uns ja alle Jahre wieder heimsucht! Ich hoffe, dass der Spot während der ganzem Weihnachtszeit läuft.

  • eine schöne frau
    mit schöner kleidung
    aber das schönste:
    der blindenstock

  • ich finde nichts schlechtes an dieser werbung. natürlich gibt es menschen die sich dabei was schlechtes denken. aber dafür können die anderen nichts dafür

  • wer könnte Sinnlichkeit besser darstellen … Ich finde das damit ein guter Beitrag zur Gleichstellung behinderter Menschen geleistet wird.

  • mir gefällt der Spot! Ich finde es schade, daß der Präsident des Blindenverbandes mit seinem „Sager“ die Hilfsbedürftigkeit von Betroffenen darstellt. Das erscheint mir diskriminierend.

  • Finde es ja eigentlich sehr interessant, dass sich vor allem Männer so über den Werbespot echauffieren können! Als Selbstbetroffene finde ich die Werbung einfach nur gut! Schöne Unterwäsche zu tragen ist ja schließlich kein Privileg der sehenden Frauen.
    Ob der Spot sexistisch ist, sollte jeder selbst entscheiden. Anzumerken ist dabei nur, dass eine Produktpräsentation von Unterwäsche kaum ohne Models geht, die viel Haut zeigen. Ganz im Gegensatz zu Autowerbungen, bei denen sich halbnackte Mädchen auf der Kühlerhaube räkeln!
    Ich persönlich finde die Werbung sehr ästhetisch!

  • es gibt auch zuseher und zuseherinnen, die nicht hören und nicht gut hören kann, wo sind untertitlung sowie schriftliche beschreibungen von melodie sowie Lärme von bewegungen und irgendwo hintergrunde von Personen in der Werbung oder Filme. Wir gehörlose wollen auch wissen was besprochen wurden und ob auch welche geräusche gibt in der sendungen …

  • finde die werbung auch sehr gut gelungen. palmers wollte ja ursprünglich ein blindes model einsetzen, jedoch gibt es angeblich weltweit nur 2 models die bilnd sind, und es ist angeblich zeitlich irgendwie nicht ausgegangen drum wurde ein nicht blindes model eingesetzt in diesem film!

    muss schon dazusagen, das palmers wirklich sehr gut umgesetzt hat, sogar die hörfassung ist dabei und und und … kann nicht ganz nachvollziehen, wieso es mit kritik hagelt – wenn man andersseits eh schon immer kritisiert, das behinderte menschen nie in werbungen zu sehen sind …

    ob diese werbung sexistisch ist … das kann jeder selbst entscheiden, mitterweile gibt es in der werbung soviele andere szenen, wo sextismus mehr rauskommt dagegen ist diese szene von palmers echt harmlos (zum vergleich mit dem putigamer bier und die 3 nackten frauen …)

    also wenn jetzt nur kritik hagelt, dann trauen die andern firmen schon gar nicht mehr, behinderte in den werbungen zu einsetzen, weil es immer was falsch ist … so kommt es mir auch vor, es gibt immer etwas zu kritisieren!

  • Ich möchte mich hier Martin Ladstätter und Thomas Stix anschliessen. Ich finde den Spot gut und sogar aufwertend für diese Behinderung. Ich persönlich finde ihn auch nicht sexistisch, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe es so interpretiert, dass diese Frau es „für sich“ macht und nicht, um einem Klischee zu gehorchen.

  • Der Werbespot hat m.E. mit der Lebensrealität von Blinden nichts zu tun.
    Wenn die Firma Palmers glaubt, durch das Stigmata des/der sensible/n Blinde/n die emotionale Attraktivität ihrer Produkte zu erhöhen, bleibt ihr das unbenommen.
    Wer zahlt schafft an und schafft Realität. Realität, die sich im Kauf von Palmers-Produkten äußern soll. Ob dadurch die eigene Sexualität eine Renaissance erlebt, soll jeder/e selber beurteilen.

  • Ich finde den Spot überhaupt nicht diskriminierend. Im Gegenteil, sie wirbt ja für ein Produkt das sie problemlos auch tragen kann. Anders wäre es bei mir, ich habe seid Geburt keine Beine und wenn ich jezt für Schuhe Werbung machen müsste, hätte ich schon eher Mühe damit!

  • Ich bemühe mich seit 1970 gemeinsam mit vielen blinden und sehbehinderten Kolleginnen und Kollegen, die unterschiedlichen Vereinen angehören, Normen zu erstellen, die es Ihnen erlauben ein selbstbestimmtes Leben führen. Wenn ich mir diese Diskussion ansehe, bin ich froh, da wir anscheinend schon alles erreicht haben und nur dieses Problem so ausführlich diskutiert wird. Unabhängig von der jeweiligen Pro- oder Kontrameinung bin der Ansicht, dass nicht der Spot, sondern nur diese Diskussion der weiteren Arbeit schweren Schaden zufügt…. Einziger Trost – in ein, zwei Monaten ist wieder alles vegessen und wir streiten wieder um die wirklich wichtigen Themen.

  • Der Spot ist sehr professionell (no-na) und sehr gelungen. Während des Films stellt sich ein „Gefühl für die Dessous“ ein, das man ohne die Beschreibung nicht hätte, aber erst am Ende kapiert man dann (wenn die vorschnelle Einführung als Behindertenspot nicht gewesen wäre) die eigentliche Bedeutung der Beschreibung und sagt sich: genau so muß Werbung sein.

  • Sehenswert ist dieser Spot auf alle Fälle – vor allem für VoyeurInnen – Der im August 2011 verstorbene Pornojäger Martin Humer, hätte sich diesen Spot aus beruflichen Gründen widerwillig und mit destruktiver Gleichgültigkeit angesehen. Ob Gefühle der Wollust in ihm aufgekommen wären, ist uns leider (Gott sei Dank) nicht bekannt! TU FELIX AUSTRIA – haben behinderte Menschen keine anderen Sorgen?

  • Ich kann mich Birgit Primigs Meinung nur anschließen! Ich könnte es nicht besser ausdrücken.

  • Ich muss „Werbeagentur“ widersprechen. Der Spot ist viel mehr ein Gegenentwurf zur Licht-ins-Dunkel-Mitleidskampagne. Hier wird genau das dargestellt, was bei LiD nicht getan werden kann (da man ja ans Geldbörserl der TV-KonsumentInnen will): einen selbstbewusste, schöne, nicht-arme behinderte Frau zeigen.

  • Finde der Spot ist recht gut gelungen, finde ich. Gut finde ich, dass die Frau als selbstbewusst zu zielstrebig gezeigt wird – und das auch nachdem der Zuseher und die Zuseherin, dass sie blind ist. Der Palmers-Spot ist daher sehenswert.

  • Meine erste spontane Reaktion auf den Spot: Wow! Die Werbeindustrie hat erkannt, das auch behinderte Menschen sexuelle Wesen sind. Klar spielt der Spot auch mit dem „Vorurteil“, dass die Sinne blinder Menschen besonders geschärft sind und nutzt das als Qualitätsbestätigung für die Unterwäsche. Ich freue mich über dieses völlig neue Bild und finde daran gar nichts diskriminierend.
    Sexistisch? Jein. Ja, weil es nunmal Unterwäsche-Werbung ist und halbnackte Frauen gezeigt werden. Nein, weil es kein plumper Bierseligkeits-Sexismus machoider Möchtegerns ist, sondern frau ist sich in ihrer Sinnlichkeit selbst genug und steht zu ihrem Gefühl von Erotik. Ich denke, Palmers balanciert mit seinen Werbungen immer auf diesem Drahtseil, aber ist bisher nicht komplett abgestürzt. Auch nicht mit diesem Spot.

  • Das kommt auf die Sichtweise an. Palmers ist bekannt für eine sexistische Werbelinie – Wie soll man auch Dessous verkaufen, als mit schönen Frauenkörpern?! – „Sex sells“ – Wenn man jedoch an die Emanzipationsbewegung, aber auch an religiöse Moralisten denkt, die ja generell sexistische Werbung ablehnen, jedoch auch daran, dass bewusst eine behinderte Person (auch wenn diese von einer nichtbehinderten Person gespielt wurde) benutzt wird, um werbewirksam zur „Licht ins Dunkel“ Zeit auf die niedrigsten Instinkte abzielend ein Produkt verkaufen zu können, kann man durchaus eine Diskriminierung von behinderten Menschen aus dieser Werbestratege ableiten.