Details der geplanten Wiener Bauordnungsnovelle veröffentlicht

Eine umfangreiche Novelle soll heuer noch beschlossen werden. Derzeit startet die Begutachtung der geplanten Maßnahmen. Sie sollen "kostengünstiges Bauen und Wohnen" unterstützen.

Bauplan mit Zirkel
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„Sie umfasst ein ganzes Bündel von Maßnahmen und Neuerungen, die wesentliche Verbesserungen für die Wienerinnen und Wiener bringen“, gaben Wiens Wohnbaustadtrat, Michael Ludwig (SPÖ) und Gemeinderat Christoph Chorherr (GRÜNE) bei der gemeinsamen Präsentation am 13. August 2013 bekannt.

„Ich glaube wirklich, sie ist ein Prunkstück der rot/grünen Regierung in Wien“, zeigt sich Chorherr im Vorfeld euphorisch.

Derzeit sind nur die Eckpunkte der geplanten Novelle bekannt. Es sollen Maßnahmen zur Ökologisierung festgeschrieben und in Zukunft auch ein verantwortlicher „baurechtlicher Geschäftsführer“ bestellt werden.

Erleichterungen für Aufzugszubauten

In der Presseunterlage werden dezidiert auch Aufzugszubauten erwähnt: „Zur barrierefreien Erschließung bestehender Gebäude werden auch Aufzugszubauten – sofern mit dem Stadtbild vereinbar – erleichtert. In Zukunft werden Bewilligungen für Aufzugszubauten auch dann zu erteilen sein, wenn sie über eine Baufluchtlinie in eine gärtnerisch auszugestaltende Fläche ragen.“

„Eine Verschlechterung der Wiener Bauordnung wie in anderen Bundesländern bzgl. Barrierefreiheit aus Kostengründen für die Bauträger schloss Wohnbaustadtrat Ludwig aus“, berichtet Pepo Meia (auf BMIN) von der Pressekonferenz.
ÖVP Wien Landesparteiobmann Stadtrat Manfred Juraczka hält dazu in einer ersten Reaktion fest: „Positiv ist hervorzuheben, dass langjährige Forderungen der ÖVP Wien, wie beispielsweise der Entfall der Verpflichtung zum Bau von Notkaminen oder die Erleichterungen für Aufzugszubauten im ersten Entwurf vorgesehen sind.“

Wie geht es nun weiter?

Der genaue Text der geplanten Novelle ist derzeit noch unbekannt. Nun startet zuerst eine „interne Begutachtung“ und „wahrscheinlich im Oktober“ wird die Novelle in die offizielle Begutachtung geschickt. Gegen Jahresende ist eine Beschlussfassung im Landtag geplant.

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0 Kommentare

  • Sorry, aber auf das „Prunkstück der rot/grünen Regierung“ muss ich vesrpätet, aber doch eingehen.

    Ich bin Mieter in einer Wiener Altbauwohnung udn verfolge die Wiener Bauordnungsnovelle seit einiger Zeit im Detail. Da sind zugegeben einige wichtige Neuerungen dabei: Wie kann man z.B. vorhaben, in Wien den Notkamin (ich sag lieber Sicherheitskamin) abzuschaffen??

    Das ist doch komplett realitätsfern, wenn man bahauptet, dass Fernwärme eine geeignete Alternative ist. 1. wieviele Mieter in Wien haben Fernwärme und 2. ist das die Garantie für eine Versorgungssicherheit?

    Sicher nicht. Und die angebliche Kostenersparnis durch den Wegfall des Kamins ist komplett überzogen. Wahrscheinlich liegt diese nicht mal bei 1%.

    Daher meine Forderung: Überarbeitung der Novelle und zurück zum Kamin!

    Grüsse!

  • Zwei Fragen:
    1. Verhindert überzogener Denkmalschutz nicht immer noch zu viele Umbauten mit Ziel Barrierefreiheit?
    2. Ist uns nicht auch überzogener Feuerschutz hinderlich? Konkret: ein Haus hat mehrere Stiegen, in jeder Stiege einen Aufzug. Insgesamt also mehrere, man könnte einen anderen Aufzug benutzen, wenn der „eigene“ ausfällt. Nur leider sind die Stiegenhäuser durch komplett zugemauerte Wände getrennt (wegen Feuerschutz), so dass das eben nicht geht. Es ginge auch anders, mit einer Aussparung für schwere Brandschutztüren, da kann einen der Hausmeister dann – wenn’s nicht brennt, aber der Aufzug kaputt ist – durchlassen.