Deutsche Antidiskriminierungsstelle für Angleichung der Paralympics-Prämien

Vor Beginn der Sommer-Paralympics in London hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, die kurzfristig bekannt gewordene Erhöhung der Siegprämien für die deutsche Paralympics-Mannschaft begrüßt.

Logo Paralympics 2012 in London
Paralympics

Viele Sportlerinnen und Sportler seien aber zurecht darüber erbost, dass sie im Vergleich zu ihren nicht behinderten Olympia-Kolleginnen und Kollegen weiterhin deutlich niedrigere Prämien erhalten.

„Hier entsteht der Eindruck, Sportlerinnen und Sportler mit Behinderungen verdienten weniger Anerkennung. Das halte ich für sehr bedenklich“, sagte Lüders.

Lüders wünschte der deutschen Mannschaft gleichzeitig viel Erfolg. „Der Behindertensport schafft Vorbilder – für Menschen mit, aber auch für Menschen ohne Behinderungen“, sagte Lüders. Von den Wettkämpfen gehe ein ganz wichtiges Signal für die Integration von Menschen mit Behinderungen aus.

In Deutschland leben rund acht Millionen Menschen mit Behinderungen. Rund ein Viertel der Anfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes betreffen Benachteiligungen oder Diskriminierungen auf Grund einer Behinderung. Unter den so genannten Diskriminierungsmerkmalen ist das der bei weitem größte Anteil.

Um auf die Rechte von Diskriminierungsopfern hinzuweisen und für einen besseren Schutz vor Benachteiligungen zu werben, hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen das Jahr 2013 zum Jahr gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen erklärt. Unter dem Motto „Selbstbestimmt dabei. Immer.“ werden unter Beteiligung prominenter Botschafter bundesweit Aktionen veranstaltet und Handlungsempfehlungen gegen Diskriminierung im Arbeitsleben gegeben.

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