Deutschland: Barrierefreier Angelplatz eingeweiht

Im rheinland-pfälzischen Schönenberg-Kübelberg wurde am Wochenende am Ohmbach ein barrierefreier Angelplatz eingeweiht.

Barrierefreier Angelplatz in Schönenberg-Kübelberg
Miles-Paul, Ottmar

Der Angelsportverein Westrich hat sich über einen Zeitraum von sechs Jahren dafür eingesetzt, dass der Angelplatz barrierefrei wird.

Mit Stolz präsentierte der 1. Vorsitzende des Angelsportvereins Westrich, Siegfried Schäfer, den neu und barrierefrei hergerichteten Angelsteg. Seit sechs Jahren hat er und viele Mitglieder des Vereins sich dafür eingesetzt, dass auch ein barrierefreier Zugang zum Angeln am Ohmbachsee geschaffen wird.

„Wir wollen, dass hier auch Rollstuhlnutzer eigenständig angeln können“, erklärte Siegfried Schäfer bei der Einweihung des neuen Angelstegs am Samstag. Beifall für die Aktion des Vereins fand Siegfried Schäfer nicht nur von seiten der Verbände und der Politik vor Ort, sondern auch vom rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten, Ottmar Miles-Paul, der aus Mainz zur Einweihung des barrierefreien Angelstegs angereist war.

„Während wir oft noch theoretisch darüber reden, wie die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden müsste, haben Sie hier vor Ort einfach Hand angelegt und getan, was getan werden muss, um allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zum Angeln zu ermöglichen. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich“, erklärte Miles-Paul bei der Einweihung.

Neben einer bereits vor 20 Jahren eingerichteten Behindertentoilette und einem barrierefreien Rundweg um den See, rundet der barrierefreie Angelsteg nun das Angebot für alle am Ohmbachsee ab.

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0 Kommentare

  • Ich bin Rollstuhlfahrerin und arbeite als Lehrerin. Bin Buchautorin und komme demnach viel umher. Eigentlich ist es doch traurig, dass behindertengerechte Beispiele immer noch gepriesen werden müssen. Sollte es doch selbstverständlich sein.Von dieser Verwirklichung sind wir noch weit entfernt und schade , dass alles immer an Einzelfällen gemessen wird.
    So lange Behinderte nicht im Alltag als gleichwertige Menschen gesehen werden, müssen wir uns mit solchen Einzeltaten darstellen. Grüße von Barbara Kerschner aus Suhl

  • Na also, geht doch. aber warum immer nur ganz unten, die oben im schönen Berlin ruhen sich nur auf der einen Leistung aus, sie haben ja die Konvention unterschrieben und haben damit etwas für behinderte Mitbürger getan. Sie haben etwas zum Lesen und zum Streiten ins Land gebracht. Aber das seit Langem vom RoKoDat Zentrum geforderte Vorbildliche, das kehrt in Berlin nicht ein, das überlässt man lieber den Menschen ganz unten.
    Und denen wirft man dann, wenn es möglich ist noch dicke Knüppel zwischen die Füße. Beim Thema Behinderung ist Deutschland ein echtes Jammertal. Versucht man Ihre Majestät, auf solche Themen anzusprechen, antwortet Sie mit heftigem Schweigen, man könnte meinen Majestät haben in Baden- Württemberg gelernt, denn dort ist Schweigen die Standartantwort. Und beim Thema Behinderung ist BW ein jämmerlicher Teil Deutschlands, ich würde sagen, der jämmerlichste. Das Theme gemeinsame Beschulung ward nach in Kraft treten der Konvention einmal laut stöhnend behandelt, aber dann trat schnell das übliche Schweigen ein- „Das hammer immer so gemacht, das machen wir weiter so, so lautet überall die Devise.