Deutschland: Bundesweiter Abrechnungsservice für Persönliche Assistenz soll ausgebaut werden

Bei seinem Besuch im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Bad Kreuznach informierte sich der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte gestern über die Arbeit der Selbstvertretungsorganisation.

Taschenrechner, daneben Euros
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Für dieses Jahr hat sich dieses vor allem vorgenommen, ihren Abrechnungsservice für behinderte Arbeitgeber und Budgetnutzer auszubauen.

Während des Gespräches wurde deutlich, dass das ZsL Bad Kreuznach in der Vergangenheit nicht nur viel erreicht hat, sondern auch mit guten Vorsätzen ins neue Jahr geht. So ist es in der Region Bad Kreuznach beispielsweise gelungen, das Arbeitgebermodell, also die Selbstorganisation der Persönlichen Assistenz, auf solide Beine zu stellen und als akzeptierte Form der Hilfeorganisation zu etablieren.

Die Assistenzberatung hat hierbei eine wichtige Rolle gespielt, wie Edgar Döll vom Vorstand des ZsL Bad Kreuznach ausführte. Darüber hinaus bietet die Organisation von behinderten für behinderte Menschen aber auch einen Abrechnungsservice für diejenigen an, die ihre Assistenz selbst organisieren – und dieser reicht weit über die Grenzen von Bad Kreuznach hinaus. „Wir haben auch Leute aus Hamburg, für die wir die Abrechnungen der Assistenz machen“, so Edgar Döll.

Diesen Abrechnungsservice auszubauen und damit noch mehr behinderten Menschen zu ermöglichen, ihre Hilfen selbst zu organisieren bzw. aus Behinderteneinrichtungen oder dem Elternhaus auszuziehen, ist eines der Ziele des ZsL für 2011. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit diesem Service gemacht und wollen diesen nun vor allem auch verstärkt bundesweit anbieten, weil hierfür auch die entsprechenden Grundlagen geschaffen wurden“, so Edgar Döll.

Für den rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten, Ottmar Miles-Paul, stellt die Hilfe bei der Abrechnung von Assistenzleistungen einen zentralen Baustein für die Möglichkeit zur Selbstbestimmung behinderter Menschen dar. So wichtig es ist, selbst entscheiden zu können, wer die Assistenz erbringe, genau so wichtig sei es auch, Unterstützung bei allen formalen Fragen der Anmeldung und Abrechnung zu bekommen.

„Ich freue mich, dass sich in den letzten Jahren in Bad Kreuznach dieses Angebot etabliert hat und dass damit einer Reihe von behinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglich wird. Deshalb finde ich das Ansinnen, diesen Service auch verstärkt über die Grenzen von Bad Kreuznach und Rheinland-Pfalz hinaus anzubieten nur konsequent“, erklärte Ottmar Miles-Paul bei seinem Besuch im ZsL Bad Kreuznach.

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