Deutschland: Investition in Inklusion

Die Aktion Mensch entwickelt ihre Förderpolitik im Geist der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen weiter.

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Wie heute in Bonn mitgeteilt wurde, stehen seit Jahresbeginn zum Beispiel der Abbau von Groß- und Komplexeinrichtungen, die Öffnung von Bildungseinrichtungen und die Stärkung ambulanter gemeindeintegrierter Angebote noch stärker im Fokus.

„Diese Weiterentwicklung entspricht den Bedürfnissen der Antragsteller“, erläutert Vorstand Martin Georgi, „weil sie Menschen mit Behinderungen mehr Wahlfreiheit bringt – zum Beispiel in Form kleinerer Wohngruppen, inklusiver Schulen und Kindergärten sowie einer besseren Verknüpfung mit der Nachbarschaft.“ Mit der Weiterentwicklung ihrer Förderpolitik zeige die Aktion Mensch, dass sie den Geist der UN-Konvention ernst nehme. Das Gesamtvolumen der Förderung bleibt unverändert.

Angestoßen wurde die Weiterentwicklung auch durch eine andere gesellschaftliche Entwicklung: „In dem Umfang, in dem sich die öffentliche Hand aus der Finanzierung von Investitionen in der Behindertenhilfe zurückzog, wuchs das Antragsvolumen bei der Aktion Mensch“, erklärt Georgi.

Trotz einer kontinuierlichen Steigerung des Umsatzes der Aktion Mensch-Lotterie, die die Förderung möglich macht, ging das vorliegende Antragsvolumen mit rund 350 Millionen Euro weit über das jährliche Fördervolumen von rund 150 Millionen Euro hinaus. „Es ist nicht Aufgabe der Aktion Mensch, staatliche Aufgaben zu kompensieren“, so der Vorstand. „Förderangebot und Fördernachfrage mussten wieder in Einklang gebracht werden, insbesondere im Bereich des Bauens.“

Für die Antragsteller wären sonst künftig lange, projektgefährdende Wartezeiten nicht zu vermeiden gewesen. Und die Aktion Mensch hätte sich auf Dauer ihrer Freiräume für die Modernisierung der Förderpolitik beraubt.

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