Deutschland: Mehr Beratungsstellen für Betroffene von Diskriminierung!

Anlässlich des fünften Jahrestages des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes hat das Deutsche Institut für Menschenrechte insbesondere Bundesländer und Kommunen aufgefordert, mehr Beratungsstellen für Betroffene von Diskriminierung zu schaffen.

Deutsches Institut für Menschenrechte
Deutsches Institut für Menschenrechte

Das Gesetz habe zwar den Rechtschutz für Betroffene von Diskriminierung im Berufsleben und beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen wie zum Beispiel Wohnungsmarkt gestärkt. Trotzdem bleibe es für viele Menschen mit Diskriminierungserfahrungen schwierig, ihr Menschenrecht auf Schutz vor Diskriminierung wahrzunehmen, erklärte Institutsdirektorin Beate Rudolf.

„In den meisten Bundesländern fehlt es an wohnortnahen kompetenten Beratungsstellen“. Gerade Bundesländer und Kommunen sollten sich stärker als bisher für den Aufbau von Infrastrukturen der Antidiskriminierungsberatung engagieren. „Denn nur ein effektiver Diskriminierungsschutz ermöglicht die gleichberechtigte Teilhabe und gesellschaftliche Inklusion benachteiligter Personengruppen“, so Rudolf.

Das Menschenrechtsinstitut begrüßte das Förderprogramm „Netzwerke gegen Diskriminierung“, das die Antidiskriminierungsstelle des Bundes dieses Jahr mit einer Fördersumme von 1,2 Millionen Euro und einer Laufzeit von zwei Jahren gestartet hat. „Angesichts der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas Diskriminierung reiche ein solches Förderprogramm jedoch bei weitem nicht aus.“ Die Programme müssten über längere Zeiträume gefördert und finanziell besser ausgestattet werden, so die Empfehlung der Menschenrechtsexpertin.

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0 Kommentare

  • Vielleicht schreibe ich Ihnen zum falschen Thema. Aus gegebenen Anlaß meines schwer Verkehrsunfalles, mußte ich mir im Krankenaus betreffend meiner Schmerzmittel viele gemeine und diskremitierenden Meldungen, sehr viel ertragen. Möchte daher gerne Kontakt, der mir rechtlich zur Seite steht. Es ist ein Wahnsinn, was ich durchgemacht habe. Konnte mich aber anfangs nicht helfen, da ich schwerst verletzt war. Ich war das Schwächste Glied in dieser Krankenhausmaschinerie. Habe dadurch auch, obwohl es mir von den Verletzungen her besser geht, nur vom Gedanken an dies alles wie ich beschimpft und als Süchtiger von der Straße( wortwörtlich)behandelt worden, schwere Depressionen und Selbstmordgedanken. Wohne in Oberösterreich, und bitte darum mich diesbezüglich mit der Menschenrechtskommision in Kontakt zu kommen.Da ich ein Krebspatient und nach einer Wirbelsäulenversteifung wirklich mich wieder so gefangen und wieder ein erträgliches Leben vor dem Unfall hatte, und jetzt wie ein Drümmerhaufen dastehe, habe ich nur gewiesen Ärzte vom Krankenhaus zu verdanken.Betreffend ‚Schmerzmittel die ich wegen meiner Wirbelsäule und Morbus Ryhnaud Erkrankung brauche, auch laufend im Hospiz in Behandlung war.Ein Mensch, der schon wirklich viel erteragen mußte, Schmerzmittel braucht um ein bißchen Lebensqualität zu habe, wird als „Schanki von der Straße bezeichnet. Mit diesem Schreiben, beginne ich mich zu wehren. Liebe Grüße M.D

  • Die Situation ist in Österreich auf keinen Fall besser als in Deutschland. Daher sollten auch in Österreich mehr Netzwerke und Beratungsstellen eingerichtet werden. Noch immer ist „Recht haben“ und „Recht bekommen“ zwei unterschiedliche Paar Schuhe!Für Wiener Gemeindebedienstete – auch für NICHT Behinderte – haben wir eine derartige Beratungsstelle eingerichtet. Info: 4000/20831

  • Der Menschenrechtsschutz steckt noch in den Kinderschuhen. Durch ungeahndete Diskriminierungsgewaltverbrechen werden mehr Menschen elementar in ihren Rechten geschädigt, als durch alle anderen strafrechtlich erfassten Verbrechen zusammen. Das gilt sowohl für die Opferzahlen als auch das Schadensausmaß und schließt exzessive Vermögensdelikte und Kapitalverbrechen an Leib und Leben mit ein. Am schändlichsten sind staatsGewalttätige Diskriminierer, denn sie sind per Verfassung auf die Menschenrechte vereidigt.